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Pseudoallergie


Pseudoallergie und "echte" Allergien werden oft miteinander verwechselt. Bei beiden sind die Symptome zwar ähnlich, jedoch unterscheidet sich das ursächliche Krankheitsgeschehen.

Bei der Pseudoallergie ist das Immunsystem nicht beteiligt; im Blut der betroffenen Personen werden keine Antikörper gebildet. Wie bei Allergien kommt es ist zur Ausschüttung von Histamin aus den Mastzellen, die zu allergie-ähnlichen Symptomen und Krankheitsverläufen führen. Bei der Pseudoallergie sind es bestimmte, in den Lebensmitteln enthaltene Botenstoffe, die eine Histaminausschüttung auslösen.

Anders als Symptome bei Allergien sind pseudoallergische Reaktionen oft dosisabhängig. Daher können betroffene Personen geringe Mengen des jeweiligen pseudoallergischen Stoffes essen, ohne dass Krankheitssysmptome auftreten.

Bekannte pseudoallergische Stoffe sind:

Geschmacksverstärker Glutaminsäure (E620); bekannt auch unter „China-Restaurant-Syndrom“, da Glutamat gern in der asiatischen Küche verwendet wird, biogene Amine (z.B. Histamin).
Biogene Amine sind Abbauprodukte der Nahrungseiweiße. Diese biologisch hoch wirksamen Verbindungen haben jeweils spezielle Aufgaben im Zellstoffwechsel. Normalerweise rufen sie keine Unverträglichkeiten im Organismus hervor. Vermutlich fehlen betroffenen Personen besondere Enzyme, die biogene Amine abbauen können.

Bestimmte Lebensmittelzusatzstoffe In diesem Fall werden keine Antikörper gebildet, jedoch Histamin ausgeschüttet wie bei einer „echten Allergie“. Mögliche Auslöser von pseudoallergischen Reaktionen sind etwa Benzoesäure (E210), Sorbinsäure (E200), die Azofarbstoffe oder einige naturidentische Aromastoffe.