| Navigation aus Navigation an | Erstelldatum: 26.04.2012 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Landtagswahl Hessen 20082008 finden in vier Bundesländern Wahlen statt. Die ersten Wahlen sind in Niedersachsen und Hessen, am 27. Januar 2008, dann folgt am 24. Februar 2008 die Bürgerschaftswahl in Hamburg und im Herbst, am 28. September 2008 die Landtagswahl in Bayern. Für Hessen und Niedersachsen liegen die Vorschlagslisten der Parteien zur Wahl bereits vor. Für Niedersachsen finden Sie die Wahlvorschläge HIER. Das Wahlsystem in Hessen für die Landtagswahl ist so wie bei der Bundestagswahl. Jeder Wähler hat 2 Stimmen. Mit der Erststimme wählt er einen Direktkandidaten aus seinem Wahlkreis, mit der Zweitstimme die Kandidaten der Landesliste der Partei, die er ankreuzt. Maßgeblich für die Zahl der einer Partei zustehenden Sitze sind die Zweitstimmen. Insgesamt werden jeweils 55 Kandidaten über die Erststimme direkt in den Landtag gewählt, 55 weitere Sitze werden anhand der prozentualen Stimmenverteilung für die Parteien durch die Landesliste bestimmt. Dabei ist die Position der Kandidaten auf der Landesliste der jeweiligen Partei ausschlaggebend. Pro Wahlkreis bekommt immer der Direktkandidat einen Sitz im Parlament, der im Wahlkreis die meisten Erststimmen auf sich vereinigt. Er zieht also in den Landtag ein, selbst dann, wenn seine Partei nicht die erforderlichen 5% der Stimmen erhält (Überhangsmandat). Aus meiner Sicht haben folgende Parteien eine Chance, die 5%-Hürde zu überwinden und in den Landtag gewählt zu werden:
DVU, NPD und Republikaner, also die rechten Parteien, haben aus meiner Sicht nur dann eine Chance, wenn die Wahlbeteiligung gering ausfällt. Das liegt daran, dass diese extremen Parteien in der Regel ihre Stammwähler immer mobilisieren können und regelmäßig noch einige Proteststimmen erhalten. Ist also die Wahlbeteiligung gering, wird mit der Stammwählerschaft ein höherer anteiliger Prozentsatz erreicht, der u. U. ausreichend ist, die 5% der gültigen abgegebenen Stimmen zu überschreiten. Wer nicht oder ungültig wählt, unterstützt mit seiner nicht abgegebenen Stimme also nicht nur die etablierten Parteien, sondern auch die extremen Parteien der rechten Szene. Politik und Presse, aber auch die jüdischen Verbände werden dann wieder ein Ansteigen rechtsextremen Gedankenguts konstatieren, obwohl das nicht stimmt, weil der Wahlerfolg lediglich auf dem Ansteigen der Wahlverweigerung basiert. Auch aus diesem Grunde ist es wichtig, wählen zu gehen. Leider ist es so, dass auch die Stimmen von Wählern, die eine der kleinen Splitterparteien gewählt haben, das gleiche Schicksal erleiden, wie Wähler, die ihren Schein aus Protest ungültig machten. Ihre Stimmen fallen unter den Tisch und die Sitze werden unter den Parteien aufgeteilt, die mehr als 5% der abgegebenen und gültigen Stimmen erreichten. Dennoch erreichen sie zumindest eines im Gegensatz zu den Nichtwählern oder jenen, die ungültig wählen. Ihre Stimmabgabe war gültig und dezimiert damit den prozentualen Anteil der anderen, also auch der rechtsextremen Parteien. Ein Beispiel. Gehen wir von 1 Million Wahlberechtigter aus. 50% wählen nicht oder ungültig, dann wären 500.000 gültige Stimmen abgegeben worden. Jetzt unterstellen wir folgende (gültige) Stimmenanteile der Parteien:
Da vermutlich viele der im Landtag vertretenen Abgeordneten auch jetzt wieder auf den Landeslisten der Parteien stehen, könnten Sie sich die Kurzbiographien unter diesem Link: Wollen Sie Informationen, wer denn nun in Hessen derzeit auf der Regierungsbank sitzt (hoffentlich nicht in der nächsten Legislaturperiode), können Sie sich hier informieren: Es gab mal einen Sponti-Spruch: "Stell Dir vor, es ist Krieg und KEINER geht hin." (Korrektur: Mir wurde mitgeteilt, der Satz stammt von Carl Sandburg) Mein Wahltipp: Die Linke. oder die Freien Wähler. Nicht, weil ich in Ihnen die Heilsbringer sehe, sondern weil sie an all den derzeitigen Zuständen nicht mitgewirkt haben. Da nicht zu erwarten ist, dass sie gleich in Regierungsverantwortung gelangen, können Sie zumindest als Opposition einiges bewirken und setzen die Regierungspartei erheblich unter Druck. |
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