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Schreiben an den Kanzler
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Schröder, hiermit möchte ich mich mit einem bestimmten Anliegen an Sie wenden, wie sie sehen können, handelt es sich um das Hartz 4 Gesetz. Ich frage mich (wie viele Millionen andere Menschen), wovon leben? Da wird ein Gesetz entworfen ohne darüber nachzudenken, welche Folgen es haben kann. Man fragt die Bevölkerung gar nicht erst, ich setze gleich mal bei den 1 Euro Jobs an ... Ich kann nicht fassen, was sich Menschen alles gefallen lassen müssen. Sie müßten doch eigentlich wissen, das die "Würde eines Menschen unantastbar" ist, doch das scheint Sie und Ihre Kollegen so gut wir gar nicht zu interessieren. Sie müßten auch wissen, das jeder Mensch das Recht hat sich seinen Beruf bzw. eine neue Arbeitstätte selbst auszusuchen, niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden! Haben Sie sich die Hartz 4-Anträge eigentlich einmal selber angesehen ? Warum füllen Sie nicht auch einmal einen solchen Antrag aus? Geben Sie doch einmal Preis, was Sie an Einkommen, Ersparnissen, Lebensversicherungen, Private Rente vorliegen haben, doch ich denke, das wird nicht passieren. Wie kann man eigentlich noch ruhig schlafen, wenn man Millionen von Menschen in die Armut treibt ? Sie haben doch selbst Familie, versuchen Sie doch einmal mit 345,00 Euro zu leben ... Daran würden Sie wahrscheinlich scheitern, denn wenn man das Süße Leben gewohnt ist, hat man er schwer mit nichts leben zu müssen! Kaum zu glauben, wir leben doch gar nicht in einer Demokratie ... Und noch etwas: Die vielen Arbeitslosen sind sicherlich nicht, wie von Ihnen behauptet, alle zu faul zum arbeiten, vielleicht sollten Sie sich mal Gedanken darüber machen, wie an manchen Arbeitsplätzen vorgegangen wird, mit welchen Machenschaften man die Mitarbeiter/innen zur Verzweiflung treibt, was viele ertragen müssen nur um ihren Abreitsplatz erhalten zu können. Und wenn sie sich nicht alles gefallen lassen wollen, dann gehen sie freiwillig oder man setzt sie vor die Tür. Machen Sie sich doch mal darüber Gedanken, entwerfen Sie ein Gesetz FÜR Arbeitnehmer, so daß sich nicht jeder Arbeitgeber alles erlauben kann, das wäre doch mal sinnvoll, vielleicht gibt es dann irgendwann nicht mehr so viele Arbeitslose oder denken sie diese kommen alle vom Himmel gefallen oder weil sie zu faul zum arbeiten sind? Haben Sie sich schon einmal in den Agenturen für Arbeit umgesehen? Wissen Sie, daß die Menschen Dinge Preis geben müssen, wie beispielsweise Gelder die sie erhalten, Daten, Adressen etc. während weiter 20 bis 30 Personen dahinter stehen und alles mitbekommen? Das nennen Sie doch nicht etwa Datenschutz, oder? Ich denke ich rede im Namen aller "HARTZ 4 GESCHÄDIGTEN" und im Namen aller "VERELDNUNGSGELD-EMPFÄNGERN" das wir mit diesem Gestez nicht einverstanden sind! C. aus NRW
Sehr geehrter Herr Schröder, ich weiss, dass Sie ein vielbeschäftigter Mann sind, trotzdem sind Sie der regierende Bundeskanzler und sollten sich für Ihr Volk stark machen, bzw. Ihm Gehör verschaffen. Ich bin nur ein einzelner Mensch, jedoch sollten sie über all Ihren Geschäften die Menschen nicht aus den Augen verlieren. Denn diese bilden das Volk, nicht der geringe Prozentsatz von Ministern, Wirtschaftsbossen und sonstiger Lobbyisten. Erst einmal möchte ich mich vorstellen, damit Sie wissen mit wem Sie es zu tun haben. Ich bin 43 Jahre jung (für den Arbeitsmarkt zu alt) wohne in XXXXXX seit 1970, habe einen Sohn (24 Jahre) der bei mir wohnt, drei Kater, einen Hund (ohne meine Tiere würde ich nicht sein wollen, denn sie geben mir Lebensmut, ohne sie hätte ich sicherlich schon meinen Kampfgeist verloren) habe gearbeitet seit 1976 und immer selbst für meine Lebensunterhalt gesorgt. Bis zum Jahr 2000, von da an gings bergab. Mein damaliger Arbeitgeber verlagerte nach und nach alle Firmenanteile ins Ausland, (Tschechien, Frankreich, Spanien, Rumänien, China, Mexiko usw.) damit wurde ich und meine damaligen Arbeitskolleginnen und Kollegen überflüssig. Ich bekam von der Arbeitsagentur Bayreuth einen Lagerkurs, dieser war sehr nett, für mich allerdings für die Katz, nachdem ich mich im Praktikum 8 Wochen wirklich gut eingearbeitet hatte und auch sehr gern in dieser Firma (Namen nenne ich nicht) weitergearbeitet hätte wurde mir am letzten Praktikumstag mitgeteilt, daß sie von vornherein einen Mann einstellen wollten (ich bin ja eine Frau, was man, so denk ich, auch 8 Wochen vorher schon sehen konnte). Ich fühlte mich danach richtig gut (bin ich denn bekloppt und nur gut genug zum Ausnutzen?), Wie dem auch sei, ich habe diesen Kurs mit sehr gut abgeschlossenund auch den Staplerschein erworben, Firmen, bei denen ich mich mit dieser Qualifikation beworben habe konnten sich ein herzliches Lachen teilweise nicht verkneifen, Ich entspreche eben nicht den Anforderungen die an einen Staplerfahrer gestellt werden (sprich 25 kg schwere Säcke kann ich nicht schleppen). Nichtsdestotrotz habe ich mich danach für eine Ausbildung zum Ergotherapeuten in Bayreuth entschieden und diese nun nach drei Jahren auch erfolgreich beendet. Also ich bin rein rechnerisch vielleicht eine Langzeitarbeitslose, habe aber die letzten Jahre nicht mit `ner Buddel Bier auf dem Schoß vor der Glotze zugebracht (allgemeine Meinung über Langzeitarbeitslose). Seit August 2003 suche ich nun Arbeit. Muss mir von manchen potentiellen Arbeitgebern sagen lassen, daß ich faul bin und nur Scheinbewerbungen (was ist das eigentlich, eine Scheinbewerbung?) abgebe, und man froh sei das Hartz 4 kommt (wo die Faulen ja nun arbeiten müssen, wie wenn ich noch nie gearbeitet hätte). Ich werde meine Heimat, sprich Oberfranken nicht für einen unsicheren Job verlassen, bei dem man mich nach 6 Monaten wieder feuern kann und ich vor dem Nichts stehen würde ( Ist doch verständlich, oder würden Sie für einen Hungerlohn alle halbe Jahr umziehen). Auch kann ich es mir schlicht und ergreifend nicht leisten, die Agentur für Arbeit wird sicher nicht jeden Umzug durch eine Zuschuß fördern, oder 4 mal im Jahr diese Kosten übernehmen? (Sollte ich mich in der Kostenübernahme geirrt haben, bin ich der Meinung das Verhältnismäßigkeit doch krass ist). Soviel zu meiner Person. Sehr geehrter Herr SchröderIch weiß nicht, wie Sie die Zukunft Deutschlands sehen, ich sehe sie aus der Sicht eines sogenannten Langzeitarbeitslosen. Wer denken Sie wird mehr einkaufen, ein Mensch der Arbeit hat die angemessen bezahlt ist oder jemand der am und darunter Existenzminimum herumkrebst. Zum Thema Existenzminimum ich glaube nicht das Ihnen klar ist das Existieren nicht Leben ist, und wenn ich dann hören und lesen muss das Menschen die sowieso schon im Geld schwimmen auch noch billig Energie beziehen, ich weiß nicht hat denn keiner von den betreffenden Herren und Damen ein Gewissen? Genauso wenn Minister gehen oder gegangen werden, mit welcher Berechtigen erhalten die Menschen ihre kaum gesenkten Bezüge weiter? Nun wieder zum Knackpunkt, mit all diesen schönen Programmen, 1-Euro-Job, Hartz 4, Eingliederungshilfen etc. wird in keinster Weise die Arbeitslosigkeit bekämpft, sondern den Arbeitslosen, also Menschen, wird die Schuld an der ganzen Misere zugeschoben, (das hatten wir denk ich schon mal, damals waren es die Juden) Blüht den Arbeitslosen nun auch eine „Endlösung“? Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren! Vielleicht nicht so drastisch, eher durch psychologisches Vorgehen, funktioniert genauso. Jemand der mit dem Rücken zur Wand steht und als Ausweg nur ein Fenster, oder eine Axt hat, ... Die einen nutzen das Fenster, die anderen die Axt. Beim Fenster hat sich die Sache gleich erledigt, naja und die Axt = Gefängnis, also auch raus aus der Arbeitslosenstatistik, immer ein Erfolg. Unser Land, ich vergleiche es mit einem Baum, (vielleicht etwas Milchmädchenhaft, kann sein) das Volk der kleinen Leute, die Arbeiter, kleinen Geschäftsleute, Kinder, Senioren, das was ein Volk ausmacht, sind die Wurzeln, der Stamm. Die wenigen die sehr gut Reibach machen, Politiker, Manager usw., sind die Spitze, und nun überlegen Sie bitte einmal logisch, ohne was kommt ein Baum aus??? Das Volk wird abgesägt, verbrannt, das Wasser wird abgegraben. Naja dieser Baum wird sterben, so einfach, denn ohne Wurzeln? Ohne Spitze oder Krone lebt ein Baum weiter, die kann gestutzt werden, sie sollte es sogar. Tatsache ist, daß ein Konsument ohne Geld kein Konsument ist, und Eine Gesellschaft in der nicht konsumiert wird kein Wirtschaftswachstum das solide ist erreichen wird. Es darf sich nicht nur auf den Export konzentriert werden. Wichtig ist es die Inlandswirtschaft anzukurbeln, was mit ALG 2 nicht gelingen wird. Es ist ganz einfach und logisch. Jemand der kein Geld hat, oder auch ALG 2, wird sich sicher kein neues Auto, Fernseher, geschweige denn deutsche Markenartikel (egal welche Sparte, ob Lebensmittel oder Kleidung) leisten können. Dadurch gehen Abnehmer (Konsumenten) verloren, und es muss weniger produziert werden, durch die rückläufige Produktion werden weniger, und vor allem billigere Arbeitnehmer gebraucht (denn der Gewinn soll ja stimmen) und die Artikel werden noch teurer. Die wenigen Arbeitnehmer müssen an Abgaben das bezahlen was die, die nicht arbeiten, nicht bezahlen können. Somit wären wir wieder am Anfang, zu teure Arbeitnehmer und zuwenig Umsatz. Sollten sie nun mit dem Argument kommen das die Menschen die arbeiten ja auch nicht viel mehr zu Verfügung haben an Mitteln, das ist richtig, aber auch wieder falsch gedacht. Nicht die AlG 2 Opfer haben zu viel Geld, sondern die Arbeitenden haben zu wenig. Arbeit sollte sich lohnen, und man sollte auch davon leben können ohne zusätzliche Mittel von Staat in Anspruch nehmen zu müssen (Niedriglohn).Es ist ein Teufelskreis, wer wird ihn durchbrechen? Vermutlich keiner der daran verdient und seine Schäfchen im Trockenen hat, also sprich Wirtschaftsfunktionäre oder Vorstandsmitglieder, oder Politiker, denn von denen muss sich keiner darum Gedanken mache wie er die Miete, Essen, Energie etc, bezahlen soll.(die Spitze des Baums). Der im Moment gültige Regelsatz für Hartz 4 wurde nach dem unteren Einkommen-/Lebenshaltungskosten von 1998 berechnet, welches durch Einführung des Euro im Jahr 2000 nur noch Makulatur ist. Ich glaube nicht, dass Sie wissen was heute ein 2 Pfund Brot kostet, geschweige denn eine Monatskarte für den Bus. Damit ist ein selbstbestimmtes Leben nicht möglich, der Mensch wird handlungsunfähig gemacht. Was aus meiner Erfahrung das Schlimmste ist was man einem Menschen antun kann, ihm die Möglichkeit zu geben sich zu wehren, oder zu handeln. Mit freundlichen Grüßen |