| Navigation aus Navigation an | Erstelldatum: 11.11.2006 |
Gerechtigkeit jetztGerechtigkeit jetzt ist eine überregionale Organisation, die sich vor allem dem Kampf gegen die WTO verschrieben hat und überregional tätig ist. Bei Veranstaltungen wie z. B dem Gipfel der G8-Staaten machen Sie mit Aktionen auf den von der WTO und den zur WTO gehörenden oder mit ihr zusammen arbeitenden Institutionen (Weltbank, IWF) aufmerksam und prangern dabei die Methoden der Welthandelsorganisation an. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Staaten der dritten Welt, weil diese mit der Politik der WTO gnadenlos ausgebeutet werden. Es mag ein Fehler der Organisation sein, diese Schwerpunkte so stark herauszustellen, weil damit die Aktionen oft auf den üblichen Egoismus stoßen, der leider zu vielen Menschen innewohnt. "Ich habe genug eigene Probleme, da kann ich mich nicht noch um die Probleme in der Dritten Welt kümmern" mag die Ansicht vieler Menschen sein. Aber diese Sicht ist schlicht falsch, denn die WTO bedroht nicht nur die Länder der dritten Welt. Dort werden die Bedrohungen durch vorgenannte Institutionen nur deutlicher sichtbar. Wer genauer hinschaut, wird schnell erkennen, dass die Bedrohung der Industriestaaten durch die WTO, den IWF und die Weltbank keineswegs geringer sind. Sie werden nur viel besser kaschiert. Die derzeit in Europa von der EU vertretene Politik ist in maßgeblichen Teilen eine Politik der WTO. Am Beispiel Deutschland ist die Kampagne wegen der "so dringend erforderlichen Senkung der Lohnnebenkosten" nichts als Politik der WTO. Es geht dabei um die bisher staatlichen Sozialversicherungen, die in private Sozialabsicherung abgeleitet werden soll. Die Privatisierung der Telekommunikation, der Bahn, der Post, der Universitäten, der Krankenhäuser, der Verkauf der Wohnungen bzw. Wohnungsbaugesellschaften in Staatsbesitz, die geplanten PPP-Finanzierungen, das CBL sind alles Aktionen, die dem Anforderungskatalog der WTO, genannt GATS entspringen. Leidtragende sind wir alle. Es ist falsch, dass private Unternehmen mehr leisten können als die Staatlichen. Politisch wird nur der Eindruck erweckt, indem bewusst bürokratische Hürden aufgebaut werden, um die Bereitschaft der Menschen zur Akzeptanz der Privatisierungsmaßnahmen zu steigern, Dazu gehört auch, dass man in staatlichem Besitz befindliche Immobilien und Einrichtungen verwahrlosen lässt und dann das bessere Management der Privaten anpreist. Bestes Beispiel ist die derzeitige Privatisierung der Bahn und die Aussagen der Politiker zu diesem Thema. Die von den Politikern abgeschlossenen Verträge über die Anforderungen von GATS werden bar aller demokratischen Regeln hinter verschlossenen Türen durch den jeweiligen EU-Ministerrat und die EU-Kommissare getroffen und den Bevölkerungen verheimlicht. Aber die vielen Dienstleistungsrichtlinien, die mehr und mehr die Rechtsbasis der regionalen Staaten unterhöhlen, können ur deshalb verabschiedet und regional in Kraft gesetzt werden, weil die dazu gehörenden Verpflichtungen aus GATS von unseren Ministern, meist ohne parlamentarische Kontrolle, abgeschlossen wurden. Die WTO hat nur ein Ziel, die Wirtschaft und hier nicht den Mittelstand oder die Kleinindustrie, sondern die großen multinationalen Konzerne, Banken und Versicherungen. Alles was in den offiziellen Verlautbarungen dieser Institutionen über Gerechtigkeit und das Wohl der Menschen steht, sind Worthülsen, gefüllt mit heißer Luft und stehen in krassem Widerspruch zu den Aktivitäten dieser Institutionen und Handlungen. Das Wirken der WTO in den Industrienationen ist absolut intransparent und die politischen Aktivitäten auf der Basis der mit der WTO geschlossenen Verträge werden vor der Bevölkerung geheim gehalten. Bald ist wieder ein Gipfel der G8 in Heiligendamm und Gerechtigkeit jetzt plant wieder Aktionen. Darüber sollten Sie sich informieren, denn Sie sind genau so betroffen, wie die Bewohner der Dritten Welt. Wer die Möglichkeit hat, sollte die Aktionen aktiv unterstützen. Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, der G8-Gipfel rückt näher: Nur noch ein gutes halbes Jahr liegt zwischen uns und dem Treffen der acht Staats- und Regierungschefs vom 6.-8. Juni 2007 in Heiligendamm. Wir wollen den Wind rund um den Gipfel nutzen und deutlich machen: Viele Menschen setzen sich ein für eine andere internationale Handelspolitik und lassen sich nicht mit dem Verweis auf Sachzwänge abspeisen. Das erste Aktionswochenende der Aktion WTO - Weltweit Taube Ohren? und die Aktionskonferenz HANDEL GERECHT WELTWEIT im Oktober haben die große Unterstützung bereits gezeigt. Berichte, Fotos und die Rede von Walden Bello, Träger des Alternativen Nobelpreises von den Philippinen, finden Sie hier http://wto.gerechtigkeit-jetzt.de/content/view/67/82/. Wir freuen uns jederzeit über weitere Berichte und Fotos von stattgefundenen Aktionen. Außerdem finden Sie in dieser Mail: Termine
Aktuelles
Herzliche Grüße, Nina Sachau Termine Workshops politisches Großpuppenbauen Berlin Mehr dazu: http://wto.gerechtigkeit-jetzt.de/content/view/ 19/34/ Saarbrücken Anmeldungen: sachau@gerechtigkeit-jetzt.de Hannover Das Wochenende dient dem Einstieg in vielfältige Aktionsmethoden und der kreativen Entwicklung von Aktionen, die in Angriff genommen werden sollen. Auch inhaltliche Inputs kommen nicht zu kurz. Von Gerechtigkeit jetzt! werden an dem Wochenende v.a. Großpuppen gebaut. Der Workshop findet in Kooperation mit Attac und dem Jugendumweltnetzwerk Janun statt. Mehr dazu: http://wto.gerechtigkeit-jetzt.de/content/view/19/34/ Wann: 3. bis 4. März 2007 Wo: Köln, Jugendgästehaus Köln-Kalk Der Workshop findet in Kooperation mit der BUNDjugend NRW statt. Mehr dazu: http://wto.gerechtigkeit-jetzt.de/content/view/19/34/ Zweites Kölner Handelsforum VERRATEN UND VERKAUFT Armut und Umweltprobleme im Schatten der Welthandelsorganisation (WTO) Moderation: Monika Hoegen, freie Journalistin Mehr dazu: http://wto.gerechtigkeit-jetzt.de/content/view/19/34/ WTO - Weltweit Taube Ohren? Politisches Kino zum G8-Gipfel Wann: Januar bis Mai 2007 Filme: Chinatown mit Jack Nicholson, The Take von Naomi Klein, The Cooperation, Septemberweizen, Darwins Alptraum und Leben außer Kontrolle. Gäste: Pia Eberhardt (Attac), Erich Fritz (MdB CDU/CSU), Jürgen Knirsch (Greenpeace), Werner Rügemer (Publizist und Berater), und viele andere. Ein Kooperationsprojekt von Gerechtigkeit jetzt!, dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) und der Kinemathek Bonn. Mehr dazu: http://wto.gerechtigkeit-jetzt.de/content/view/19/34/ Aktuelles Brief an Bundeskanzlerin jetzt online Gerechtigkeit jetzt! hat eine Petition an die Bundeskanzlerin formuliert. In dem Brief steht, an welchen Zielen eine gerechte Welthandelspolitik ausgerichtet sein sollte. Ziel ist es, der Regierungschefin klarzumachen, dass dieser politische Kurswechsel von zahlreichen Organisationen in Deutschland und im Ausland, hinter denen mehrere Millionen Menschen stehen, gefordert wird. Den Brief gibt es ab nächster Woche auch in Englisch und Spanisch. PraktikantIn ab Januar 2007 gesucht Zur Unterstützung der zwei MitarbeiterInnen des Koordinierungsbüros sucht Gerechtigkeit jetzt! ab Januar 2007 eine Praktikantin oder einen Praktikanten für mindestens drei Monate, gerne auch länger (idealerweise bis zum G8-Gipfel im Juni 2007).Wir bieten eine abwechslungsreiche und eigenverantwortliche Arbeit sowie die Möglichkeit eigene Ideen einzubringen und das Organisationsvermögen zu schulen. Hauptaufgaben werden sein: Unterstützung bei der Planung und Durchführung von einem bundesweiten Aktionstag, zwei Kölner Handelsforen, zwei Regionalkonferenzen und einer Aktion während des G8-Gipfels. Wir erwarten Begeisterung für die Aktion und die Bereitschaft auch andere dafür zu begeistern, Kommunikationsstärke, Organisationstalent und einen eigenständigen Arbeitsstil. Vergütung 400 Euro monatlich. ewsletter Infos rund um internationale Handelspolitik Zusätzlich zu dem vorliegenden aktionsorientierten Newsletter gibt es ab Januar 2007 leicht verständliche Infos rund um die Lage in der internationalen Handelspolitik. Fotos und Berichte, Aktionstipps und Mitmachmöglichkeiten, Hintergrundinfos und Pressetipps sowie aktuelle Termine. Nina Sachau | |