Europäische Union, etwas Geschichte, Mitgliedsstaaten
1946 fordert Winston Churchill in einer Rede an der Universität Zürich die Schaffung "einer Art Vereinigte Staaten von Europa".
Mai 1948
Der Koordinierungsausschuss für die europäische Einheit beruft den Kongress von Den Haag unter dem Vorsitz von Winston Churchill ein. Die 800 Delegierten fordern eine Europäische beratende Versammlung und einen Europäischen Sonderrat zur Vorbereitung der politischen und wirtschaftlichen Integration der europäischen Staaten, die Verabschiedung einer Menschenrechtscharta und die Schaffung eines Gerichtshofs, um die Beachtung dieser Charta zu gewährleisten.
Januar 1949 Frankreich, Großbritannien und die Benelux-Staaten beschließen die Einrichtung eines Europarates und bitten Dänemark, Irland, Italien, Norwegen und die Schweiz, bei der Erarbeitung des Statuts mitzuwirken.
Im Mai 1949 wird der Europarat gegründet, im August treten seine Statuten in Kraft und es erfolgt die erste Sitzung der beratenden Versammlung des Europarates in Straßburg. Föderalistische Abgeordnete verlangen die Einrichtung einer politischen Instanz auf europäischer Ebene.
1950 schlug der französische Außenminister Robert Schuman die Integration der westeuropäischen Kohle- und Stahlindustrie vor. 1951 gründeten Belgien, Deutschland, Luxemburg, Frankreich, Italien und die Niederlande die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Die Befugnis, Entscheidungen über die Kohle- und Stahlindustrie in diesen Ländern zu fällen, hatte ein unabhängiges übernationales Gremium, die sogenannte "Hohe Behörde". Ihr erster Präsident war Jean Monnet.
April 1957
In Rom unterzeichnen die "Sechs" (Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande) die Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom), die als die "Römischen Verträge" bekannt geworden sind.
01.01.1958
Die Römischen Verträge treten in Kraft. Man kann dieses Datum als die Geburtsstunde der Europäischen Union bezeichnen.
1967 wurden die Organe der drei Europäischen Gemeinschaften vereinigt. Seitdem gibt es eine gemeinsame Kommission und einen gemeinsamen Ministerrat sowie das Europäische Parlament.
Ursprünglich wurden die Mitglieder des Europäischen Parlaments von den nationalen Parlamenten entsandt. Seit 1979 werden sie jedoch alle fünf Jahre direkt gewählt, was den Bürgern der Mitgliedstaaten ermöglicht, für den Kandidaten ihrer Wahl zu stimmen.
Der Vertrag von Maastricht von 1992 führte zu neuen Formen der Zusammenarbeit zwischen den Regierungen der Mitgliedstaaten - beispielsweise in der Verteidigungspolitik sowie im Bereich "Justiz und Inneres". Durch die Einbeziehung der Zusammenarbeit dieser Bereiche in das bestehende "Gemeinschaftssystem" begründete der Vertrag von Maastricht die Europäische Union in der heutigen Form.
Seit dem 01.05. 2004 sind 25 Staaten Mitglied der Europäischen Union. Drei weitere Staaten haben die Mitgliedschaft beantragt, Bulgarien, Rumänien und die Türkey.
In der folgenden Aufstellung stehen vor und nach dem Wort Abgeordnete Werte. Vor dem Wort beziffert der Wert die Zahl der Abgeordneten bis zur Wahl 2004, nach dem Wort die Zahl der Abgeordneten nach der Wahl. Die Veränderungen sind bedingt durch die EU-Erweiterung.

Belgien
Hauptstadt: Brüssel
Einwohner: 10,40 Millionen
EU-Beitritt am 1.1.1951
25 Abgeordnete 24
EU-Ratspräsidentschaft: 2. Halbjahr 2001
Wahlbet. 1999 = 90%
(Wahlpflicht) |
 Dänemark
Hauptstadt: Kopenhagen
Einwohner: 5,40 Millionen
EU-Beitritt am 1.1.1973
16 Abgeordnete 14
EU-Ratspräsidentschaft: 2. Halbjahr 2002
Wahlbet. 1999 = 54%
|
 Deutschland
|

Estland
Hauptstadt: Tallinn
Einwohner: 1,35 Millionen
EU-Beitritt am 1.5.2004
- Abgeordnete 6
Neumitglied
|
 Finnland
Hauptstadt: Helsinki
Einwohner: 5,22 Millionen
EU-Beitritt am 1.1.1995
16 Abgeordnete 14
EU-Ratspräsidentschaft: 2. Halbjahr 1999
Wahlbet. 1999 = 30,1%
|
 Frankreich
Hauptstadt: Paris
Einwohner: 1,35 Millionen
EU-Beitritt am 1.1.1951
87 Abgeordnete 78
EU-Ratspräsidentschaft: 2. Halbjahr 2000
Wahlbet. 1999 = 46,8%
|

Griechenland
Hauptstadt: Athen
Einwohner: 11,05 Millionen
EU-Beitritt am 1.1.1981
25 Abgeordnete 24
EU-Ratspräsidentschaft: 1. Halbjahr 2003
Wahlbet. 1999 = 75,3% |

Großbritannien
Hauptstadt: London
Einwohner: 59,52 Millionen
EU-Beitritt am 1.1.1973
87 Abgeordnete 78
EU-Ratspräsidentschaft: 1. Halbjahr 1998
Wahlbet. 1999 = 23,0%
|

Irland
Hauptstadt: Dublin
Einwohner: 4,03 Millionen
EU-Beitritt am 1.1.1971
15 Abgeordnete 13
EU-Ratspräsidentschaft: 1. Halbjahr 2004
Wahlbet. 1999 = 50,5%
|

Italien
Hauptstadt: Rom
Einwohner: 57,48 Millionen
EU-Beitritt am 1.1.1951
87 Abgeordnete 78
EU-Ratspräsidentschaft: 2. Halbjahr 2003
Wahlbet. 1999 = 75,3% |

Lettland
Hauptstadt: Riga
Einwohner: 2,32 Millionen
EU-Beitritt am 1.5.2004
- Abgeordnete 9
Neumitglied
|

Litauen
Hauptstadt: Vilnius
Einwohner: 3,45 Millionen
EU-Beitritt am 1.5.2004
- Abgeordnete 13
Neumitglied
|

Luxemburg
Hauptstadt: Luxemburg
Einwohner: 0,45 Millionen
EU-Beitritt am 1.1.1951
6 Abgeordnete 6
EU-Ratspräsidentschaft: 2. Halbjahr 1997
Wahlbet. 1999 = 85,8% |

Malta
Hauptstadt: Valletta
Einwohner: 0,40 Millionen
EU-Beitritt am 1.5.2004
- Abgeordnete 5
Neumitglied
|

Niederlande
Hauptstadt: Amsterdam
Einwohner: 16,26 Millionen
EU-Beitritt am 1.1.1951
31 Abgeordnete 27
EU-Ratspräsidentschaft: 1. Halbjahr 1997
Wahlbet. 1999 = 29,9%
|

Östereich
Hauptstadt: Wien
Einwohner: 8,09 Millionen
EU-Beitritt am 1.1.1995
21 Abgeordnete 18
EU-Ratspräsidentschaft: 2. Halbjahr 1998
Wahlbet. 1999 = 49,0%
|

Polen
Hauptstadt: Warschau
Einwohner: 38,19 Millionen
EU-Beitritt am 1.5.2004
- Abgeordnete 54
Neumitglied |

Portugal
Hauptstadt: Lissabon
Einwohner: 10,48 Millionen
EU-Beitritt am 1.1.1986
25 Abgeordnete 24
EU-Ratspräsidentschaft: 1. Halbjahr 2000
Wahlbet. 1999 = 40,4%
|

Schweden
Hauptstadt: Stockholm
Einwohner: 8,98 Millionen
EU-Beitritt am 1.1.1995
22 Abgeordnete 19
EU-Ratspräsidentschaft: 1. Halbjahr 2001
Wahlbet. 1999 = 38,7
|

Slowakei
Hauptstadt: Bratislava
Einwohner: 5,38 Millionen
EU-Beitritt am 1.5.2004
- Abgeordnete 14
Neumitglied |

Slowenien
Hauptstadt: Ljubiljana
Einwohner: 1,99 Millionen
EU-Beitritt am 1.5.2004
- Abgeordnete 7
Neumitglied
|

Spanien
Hauptstadt: Madrid
Einwohner: 40,98 Millionen
EU-Beitritt am 1.1.1986
64 Abgeordnete 54
EU-Ratspräsidentschaft: 1. Halbjahr 2002
Wahlbet. 1999 = 64,3%
|

Tschechische Republik
Hauptstadt: Prag
Einwohner: 10,21 Millionen
EU-Beitritt am 1.5.2004
- Abgeordnete 24
Neumitglied |

Ungarn
Hauptstadt: Budapest
Einwohner: 10,12 Millionen
EU-Beitritt am 1.5.2004
- Abgeordnete 24
Neumitglied
|
| |

Zypern
Hauptstadt: Nikosia
Einwohner: 0,73 Millionen
EU-Beitritt am 1.5.2004
- Abgeordnete 6
Neumitglied
|
|