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Stand:06.2004

Europäische Union, etwas Geschichte, Mitgliedsstaaten

1946 fordert Winston Churchill in einer Rede an der Universität Zürich die Schaffung "einer Art Vereinigte Staaten von Europa".

Mai 1948
Der Koordinierungsausschuss für die europäische Einheit beruft den Kongress von Den Haag unter dem Vorsitz von Winston Churchill ein. Die 800 Delegierten fordern eine Europäische beratende Versammlung und einen Europäischen Sonderrat zur Vorbereitung der politischen und wirtschaftlichen Integration der europäischen Staaten, die Verabschiedung einer Menschenrechtscharta und die Schaffung eines Gerichtshofs, um die Beachtung dieser Charta zu gewährleisten.

Januar 1949 Frankreich, Großbritannien und die Benelux-Staaten beschließen die Einrichtung eines Europarates und bitten Dänemark, Irland, Italien, Norwegen und die Schweiz, bei der Erarbeitung des Statuts mitzuwirken.
Im Mai 1949 wird der Europarat gegründet, im August treten seine Statuten in Kraft und es erfolgt die erste Sitzung der beratenden Versammlung des Europarates in Straßburg. Föderalistische Abgeordnete verlangen die Einrichtung einer politischen Instanz auf europäischer Ebene.

1950 schlug der französische Außenminister Robert Schuman die Integration der westeuropäischen Kohle- und Stahlindustrie vor. 1951 gründeten Belgien, Deutschland, Luxemburg, Frankreich, Italien und die Niederlande die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Die Befugnis, Entscheidungen über die Kohle- und Stahlindustrie in diesen Ländern zu fällen, hatte ein unabhängiges übernationales Gremium, die sogenannte "Hohe Behörde". Ihr erster Präsident war Jean Monnet.

April 1957
In Rom unterzeichnen die "Sechs" (Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande) die Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom), die als die "Römischen Verträge" bekannt geworden sind.

01.01.1958
Die Römischen Verträge treten in Kraft. Man kann dieses Datum als die Geburtsstunde der Europäischen Union bezeichnen.

1967 wurden die Organe der drei Europäischen Gemeinschaften vereinigt. Seitdem gibt es eine gemeinsame Kommission und einen gemeinsamen Ministerrat sowie das Europäische Parlament.

Ursprünglich wurden die Mitglieder des Europäischen Parlaments von den nationalen Parlamenten entsandt. Seit 1979 werden sie jedoch alle fünf Jahre direkt gewählt, was den Bürgern der Mitgliedstaaten ermöglicht, für den Kandidaten ihrer Wahl zu stimmen.

Der Vertrag von Maastricht von 1992 führte zu neuen Formen der Zusammenarbeit zwischen den Regierungen der Mitgliedstaaten - beispielsweise in der Verteidigungspolitik sowie im Bereich "Justiz und Inneres". Durch die Einbeziehung der Zusammenarbeit dieser Bereiche in das bestehende "Gemeinschaftssystem" begründete der Vertrag von Maastricht die Europäische Union in der heutigen Form.

Seit dem 01.05. 2004 sind 25 Staaten Mitglied der Europäischen Union. Drei weitere Staaten haben die Mitgliedschaft beantragt, Bulgarien, Rumänien und die Türkey.

In der folgenden Aufstellung stehen vor und nach dem Wort Abgeordnete Werte. Vor dem Wort beziffert der Wert die Zahl der Abgeordneten bis zur Wahl 2004, nach dem Wort die Zahl der Abgeordneten nach der Wahl. Die Veränderungen sind bedingt durch die EU-Erweiterung.


Belgien

    Hauptstadt: Brüssel
    Einwohner: 10,40 Millionen
    EU-Beitritt am 1.1.1951
    25 Abgeordnete 24
    EU-Ratspräsidentschaft:
    2. Halbjahr 2001
    Wahlbet. 1999 = 90%
    (Wahlpflicht)

Dänemark

    Hauptstadt: Kopenhagen
    Einwohner: 5,40 Millionen
    EU-Beitritt am 1.1.1973
    16 Abgeordnete 14
    EU-Ratspräsidentschaft:
    2. Halbjahr 2002
    Wahlbet. 1999 = 54%


Deutschland

    Hauptstadt: Berlin
    Einwohner: 82,55 Millionen
    EU-Beitritt am 1.1.1951
    99 Abgeordnete 99
    EU-Ratspräsidentschaft:
    1. Halbjahr 1999
    Wahlbet. 1999 = 45,2%
    offizielle Zahlen

Estland

    Hauptstadt: Tallinn
    Einwohner: 1,35 Millionen
    EU-Beitritt am 1.5.2004
    - Abgeordnete 6
    Neumitglied

Finnland

    Hauptstadt: Helsinki
    Einwohner: 5,22 Millionen
    EU-Beitritt am 1.1.1995
    16 Abgeordnete 14
    EU-Ratspräsidentschaft:
    2. Halbjahr 1999
    Wahlbet. 1999 = 30,1%


Frankreich

    Hauptstadt: Paris
    Einwohner: 1,35 Millionen
    EU-Beitritt am 1.1.1951
    87 Abgeordnete 78
    EU-Ratspräsidentschaft:
    2. Halbjahr 2000
    Wahlbet. 1999 = 46,8%

Griechenland

    Hauptstadt: Athen
    Einwohner: 11,05 Millionen
    EU-Beitritt am 1.1.1981
    25 Abgeordnete 24
    EU-Ratspräsidentschaft:
    1. Halbjahr 2003
    Wahlbet. 1999 = 75,3%

Großbritannien

    Hauptstadt: London
    Einwohner: 59,52 Millionen
    EU-Beitritt am 1.1.1973
    87 Abgeordnete 78
    EU-Ratspräsidentschaft:
    1. Halbjahr 1998
    Wahlbet. 1999 = 23,0%


Irland

    Hauptstadt: Dublin
    Einwohner: 4,03 Millionen
    EU-Beitritt am 1.1.1971
    15 Abgeordnete 13
    EU-Ratspräsidentschaft:
    1. Halbjahr 2004
    Wahlbet. 1999 = 50,5%

Italien

    Hauptstadt: Rom
    Einwohner: 57,48 Millionen
    EU-Beitritt am 1.1.1951
    87 Abgeordnete 78
    EU-Ratspräsidentschaft:
    2. Halbjahr 2003
    Wahlbet. 1999 = 75,3%

Lettland

    Hauptstadt: Riga
    Einwohner: 2,32 Millionen
    EU-Beitritt am 1.5.2004
    - Abgeordnete 9
    Neumitglied

Litauen

    Hauptstadt: Vilnius
    Einwohner: 3,45 Millionen
    EU-Beitritt am 1.5.2004
    - Abgeordnete 13
    Neumitglied

Luxemburg

    Hauptstadt: Luxemburg
    Einwohner: 0,45 Millionen
    EU-Beitritt am 1.1.1951
    6 Abgeordnete 6
    EU-Ratspräsidentschaft:
    2. Halbjahr 1997
    Wahlbet. 1999 = 85,8%

Malta

    Hauptstadt: Valletta
    Einwohner: 0,40 Millionen
    EU-Beitritt am 1.5.2004
    - Abgeordnete 5
    Neumitglied


Niederlande

    Hauptstadt: Amsterdam
    Einwohner: 16,26 Millionen
    EU-Beitritt am 1.1.1951
    31 Abgeordnete 27
    EU-Ratspräsidentschaft:
    1. Halbjahr 1997
    Wahlbet. 1999 = 29,9%

Östereich

    Hauptstadt: Wien
    Einwohner: 8,09 Millionen
    EU-Beitritt am 1.1.1995
    21 Abgeordnete 18
    EU-Ratspräsidentschaft:
    2. Halbjahr 1998
    Wahlbet. 1999 = 49,0%

Polen

    Hauptstadt: Warschau
    Einwohner: 38,19 Millionen
    EU-Beitritt am 1.5.2004
    - Abgeordnete 54
    Neumitglied

Portugal

    Hauptstadt: Lissabon
    Einwohner: 10,48 Millionen
    EU-Beitritt am 1.1.1986
    25 Abgeordnete 24
    EU-Ratspräsidentschaft:
    1. Halbjahr 2000
    Wahlbet. 1999 = 40,4%


Schweden

    Hauptstadt: Stockholm
    Einwohner: 8,98 Millionen
    EU-Beitritt am 1.1.1995
    22 Abgeordnete 19
    EU-Ratspräsidentschaft:
    1. Halbjahr 2001
    Wahlbet. 1999 = 38,7

Slowakei

    Hauptstadt: Bratislava
    Einwohner: 5,38 Millionen
    EU-Beitritt am 1.5.2004
    - Abgeordnete 14
    Neumitglied

Slowenien

    Hauptstadt: Ljubiljana
    Einwohner: 1,99 Millionen
    EU-Beitritt am 1.5.2004
    - Abgeordnete 7
    Neumitglied


Spanien

    Hauptstadt: Madrid
    Einwohner: 40,98 Millionen
    EU-Beitritt am 1.1.1986
    64 Abgeordnete 54
    EU-Ratspräsidentschaft:
    1. Halbjahr 2002
    Wahlbet. 1999 = 64,3%

Tschechische Republik

    Hauptstadt: Prag
    Einwohner: 10,21 Millionen
    EU-Beitritt am 1.5.2004
    - Abgeordnete 24
    Neumitglied

Ungarn

    Hauptstadt: Budapest
    Einwohner: 10,12 Millionen
    EU-Beitritt am 1.5.2004
    - Abgeordnete 24
    Neumitglied

 

Zypern

    Hauptstadt: Nikosia
    Einwohner: 0,73 Millionen
    EU-Beitritt am 1.5.2004
    - Abgeordnete 6
    Neumitglied