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Elite: Was ist das?Spricht man von einer Elite-Einheit, bei Polizei, Bundesgrenzschutz oder Bundeswehr, ist die Begriffsbestimmung noch ziemlich klar. Es ist eine Einheit, die durch besondere Erfolge auf ihrem Tätigkeitsfeld hervorsticht. Was aber sind Elite-Universitäten, die derzeit von der Politik so sehr angestrebt werden und durch die Einführung von Studiengebühren diese Bezeichnung dann auch verdienen sollen? Reicht es, dass solche Unis nur von Leuten mit Geld besucht werden können, um damit eine elitäre Ausbildung zu gewährleisten? Professor Heise spricht in einem Buch von der Revolte der Elite und meint damit die Zerschlagung eines Wirtschaftssystems, das gut funktioniert hat zugunsten einer unbewiesenen Marktfokussierung. Dabei ist für ihn die Elite der Misch-Masch aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die nur eines im Sinn habe: Kapitalvermehrung, koste es, was es wolle. Aber ist das eine Elite? Ist der Besitz von Geld und Macht das Indiz für eine Elite? Ich stütze mich auf den zweiten Punkt: auserlesen! Darunter verstand man in früheren Zeiten das Besondere, die Besten der Besten. Aber kann man behaupten, dass unsere Politiker, unsere Wissenschaftler, die im Dienste der Politik und Wirtschaft agieren und unsere Wirtschaftsgrößen und Reichen einer Elite angehören? Aus meiner Sicht wäre das eine Umkehrung des Begriffs Elite. Was die selbst ernannte Elite zurzeit veranstaltet, ist eine Mischung aus Verantwortungslosigkeit und Maßlosigkeit und stellt sich mir als das Schlechteste vom Schlechten dar.Zur Elite zu gehören bedeutet, dem Allgemeinwohl verpflichtet zu sein, Verantwortung zu übernehmen und sie im ethischen und moralischem Sinne zu praktizieren. Millionen Menschen in Armut zu stürzen, ihnen jegliche Perspektive zu nehmen, nur um den eigenen Wohlstand über Gebühr zu steigern, ist nicht das Werk einer Elite. Eine gute Ausbildung auf Menschen zu reduzieren, die nur aufgrund ihrer finanziellen Mittel, nicht aber aufgrund ihrer intellektuellen Fähigkeiten an dieser Art der Ausbildung partizipieren, ist das Werk von Schwachköpfen, die jeden Wertbegriff auf rein pekuniäre Erfolge reduziert haben. Jedes Kind, das geboren wird, ist wie ein ungeschliffener Diamant. Nur der Schliff dieses Diamanten bringt den wirklichen Glanz und die Reinheit ans Licht. Diesen Schliff so behutsam und so perfekt wie möglich zu realisieren, wäre die Aufgabe einer echten Elite. Eine Gruppierung von Menschen, die diese Diamanten nur aus einer einzigen Fundstelle (der selbsternannten Elite) verwenden will und den Rest achtlos in die Gosse wirft, beraubt sich selbst ihrer Perspektiven. Die Geschichte hat bewiesen, dass aus dem Kleinbürgertum immer wieder große Männer und Frauen hervorgegangen sind, aber aus einer Mischung von Inzucht, Egoismus und missverstandener Wichtigkeit der eigenen Existenz der so genannten Elite gezeugte und bestens ausgebildete Menschen sich oftmals durch Idiotie, Charakterlosigkeit und Grausamkeit auszeichneten (man betrachte nur die Zeit der Feudalherrschaft). Schauen wir auf die drei Säulen der Eliten. Beginnen wir bei der Wissenschaft. Der Name drückt den Auftrag dieser Menschen aus.
All diese Negativmerkmale dominieren heute das Bild der westlichen Zivilisation. In der Vergangenheit haben diese Negativmerkmale zur Zerstörung der jeweiligen Zivilisationen geführt und es ist vermessen, anzunehmen, das würde heute nicht mehr möglich sein. Man verwendet bei einer Kriminalisierung der Massen gerne den Ausdruck Mob und ignoriert die Tatsache, dass dieser Mob von den Eliten heutiger Prägung regelrecht gezüchtet wird. Fazit: Das, was sich heute Elite nennt, hat mit einer echten Elite wenig gemein. Die Menschen, die dieses Privileg für sich in Anspruch nehmen können, werden bestenfalls ignoriert, meist aber verspottet und verhöhnt und als Looser hingestellt. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, wann sich herausstellt, wer die wirklichen Looser sind. |