| Navigation aus Navigation an | Erstelldatum: 03.08.2007 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Eckdaten ArbeitsmarktMonat Juli: Vergleicht man die veröffentlichten Daten der Bundesagentur für Arbeit mit denen des Vormonats, werden teilweise unterschiedliche Daten angezeigt. Tabelle 1 verdeutlicht die Unterschiede. Die farbig unterlegten Felder sind im jew. Monat nicht existent, da immer nur die letzten 3 Monate angezeigt werden. Die Daten wurden den Eckdaten des Arbeitsmarktes der BA für die Monate Mai bis Juli entnommen. Tabelle 1
In der gleichen Mappe findet man die Zahlen der Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und von Sozialgeld. Ein s vor der Zahl kennzeichnet, dass es sich um eine Schätzung handelt, ein p vor der Zahl ist der Hinweis darauf, dass es sich um eine vorläufige Zahl handelt. In den Fußnoten werden die folgenden Aussagen gemacht: Fußnoten: 1) Statistisches Bundesamt Tabelle 2
Vergleicht man die Zahlen. stellt man fest, dass im Monat der Verkündung durch die BA, die Zahlen niedriger angegeben sind, als im nächsten Monat (dort als Vormonat definiert). Werden hier Erfolge verkündet, die nicht stattgefunden haben? Lässt Weise in der gleichen Art die Daten manipulieren wie seinerzeit Jagoda? Aber das ist ja nur die Hälfte der Wahrheit. Jetzt ist noch die Zahl der Arbeitslosen zu suchen, die aus der Statistik herausfallen. Die Gründe dafür sind:
An dieser Stelle ist eine Anmerkung zu Langzeitarbeitslosen angebracht, die einen Deal mit der BA eingegangen sind (§ 428 SGB III). Dieser Deal sichert ihnen zu, dass sie nicht mehr den Tortouren der BA ausgeliefert werden, wenn sie Aber diese Regelung läuft im Dezember des Jahres aus und soll nicht verlängert werden. Weil Arbeitslose alles zu tun haben, was ihren Leistungsanspruch mindern kann, bedeutet das ab 2008, dass jeder Leistungsempfänger von den Behörden in die Frührente geschickt wird, trotz der hohen Abschläge, die mit dieser Frühverrentung verbunden sind. Die Daten für die Arbeitslosen, die unter den § 428 (ältere Arbeitnehmer ab dem 58. Lebensjahr) fallen stehen nur für Mai (und früher) zur Verfügung. Unter "Insgesamt" finden wir die Zahl 255.937, "darunter: nach § 428 SGB III" 229.966 Teilnehmer (Mappe 12-1§428) In Mappe 16 (der Statistik nach SGB III) finde ich die Tabelle mit den Sperrzeiten und den Sperrgründen. Insgesamt 49.958 Sperren wurden verhängt. Ob berechtigt oder unberechtigt, mag dahingestellt bleiben. Aber sind die Gesperrten nicht trotzdem arbeitslos? Zurück zu den Eckdaten vom Juli. In Mappe 9 stehen die Daten über die Instrumente.Tabelle 3
Fußnoten Mappe 9 Allmählich verdichtet sich mein Eindruck, dass die Zahlen eher mit einem Zufallsgenerator erzeugt denn auf realen Arbeitsmarktdaten beruhen. Die folgenden Instrumente sagen mir nur bedingt was. Wie sie sich auf die Statistik, ob arbeitslos oder nicht, auswirken, weiß ich nicht. Deshalb habe ich diese Daten nicht mit den Vormonaten verglichen.
Ebenfalls in Mappe 9 stehen die Daten über das Instrument Arbeitsgelegenheiten. Während ich bei der Beauftragung Dritter bzw. bei der Beauftragung von Trägern mit Eingliederungsmaßnahmen nur vermuten kann, dass sie nicht als Arbeitslose in der Statistik erscheinen, weiß ich das bei den Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) genau. Tabelle 4
Zwar sind die Abweichungen hier nicht so gravierend, aber eine Übereinstimmung gibt es auch hier nicht. Nun interessiert die Frage, wie hoch der Anteil von Jungen und Alten an der Arbeitslosigkeit ist. Diese Informationen finde ich unter "Bestand Arbeitslose", im Mai ab Mappe 40, im Juni und Juli ab Mappe 39. Die Daten der Mappen 42 (Mai) bzw. 41 (Juni und Juli) haben im Mai und Juni ein anderes Format als im Juli. Im Juli enthält zusätzlich eine Spalte 1 (Gesamtbestand) und eine Spalte 2 (davon über 6 Monate arbeitslos). Die Spalte 3 (absolut) enthält vergleichbare Werte zu denen der Spalte 1 in den Monaten Mai und Juni. Wofür der Begriff "absolut" nun wirklich steht, wird nicht erklärt. Den Begriff als absoluten Bestand an arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren zu verstehen, verbietet der in der Kopfzeile der Mappe 41 vom Juli ausdrückliche Hinweis auf den Inhalt der Spalte 2. Da auch die Differenz der Zahlen in Spalte 1 und Spalte 2 der Mappe 41 vom Juli nicht mit dem Wert der Spalte 3 (absolut) übereinstimmt, kann ich diese Zahl nur als ein "BA-Mysterium" betrachten. Tabelle 5
Ab Mappe 60 sind Zeitreihen für Trainings- und ABM-Maßnahmen zu finden. Mich interessieren hier nur die Zahlen der letzten 3 Monate. Tabelle 6
Fußnote: Die nächste Auflistung enthält nur die Zahlen der Leistungsempfänger nach dem SGB II. Die mehr als 1 Million Empfänger von ALG I müssen noch hinzugezählt werden. Tabelle 7
Unverständlich ist die Mappe 56 aufgeführte Zahl der Arbeitsgelegenheiten, besser bekannt unter dem Namen Ein Euro Jobs, die erheblich von der in Mappe 9 angegeben Zahl der Arbeitsgelegenheiten abweicht. Handelt es sich dabei um zusätzliche, in Mappe 9 nicht augeführte Arbeitsgelegenheiten? Nochmals zur Klarstellung. Arbeitsgelegenheiten sind staatlich mit Steuermittlen finanzierte Zwangsarbeit. Teilweise bekommt der Zwangsarbeiter eine pauschale Aufwandsentschädigung. In der Öffentlichkeit wird diese Aufwandsentschädigung immer als zusätzliches Einkommen dargestellt. Das ist aber absolut falsch. Der Arbeitslose hat von dieser Mehraufwandsentschädigung alle mit der Aufnahme der Arbeitsgelegenheit anfallenden Kosten zu tragen. Eine Arbeitsgelegenheit ist auch kein Job, denn der Arbeitslose hat keinerlei Rechte, wie sie aus einem Arbeitsverhältnis resultieren, außer seiner Haftung für von ihm verschuldete Schäden, die in gleichem Maße anfallen, wie bei normalen Arbeitnehmern. Ein zu einer Arbeitsgelegenheit gezwungener Arbeitsloser kommt den Steuerzahler um bis zu 500 € teurer, weil der Staat dem Arbeitgeber oder besser Sklavenhalter bis zu 500 € für die Bereitstellung der Arbeitsgelegenheit zahlt. Der Bundesrechnungshof hat festgestellt, dass die Bedingungen der Zusätzlichkeit und Gemeinnützigkeit in den meisten Fällen ignoriert werden und Arbeitsgelegenheiten reguläre sozialversicherungspflichtige Jobs vernichten. Wer in eine Arbeitsgelegenheit gesteckt wurde, fällt aus der Statistik heraus. Hier nun die Zahlen über die Anzahl der Zwangsarbeiter. Tabelle 8
Natürlich enthält die Statistik noch weitere Daten. U. a. stehen auch die Daten je Kreis zur Verfügung. Manche Mappen sind so aufbereitet, dass vermutlich nur ein Insider sie versteht, wie z. B. die Mappe über behinderte Arbeitslose. Deshalb habe ich darauf verzichtet, sie in die Betrachtung einzubeziehen, ich verstehe den Aufbau einfach nicht. Obwohl Änderungen (echte Daten statt Hochrechnung oder Schätzung) frühestens erst nach 3 Monaten möglich sein sollen, sind Tabellen, die Vormonatsdaten enthalten, abweichend von der Veröffentlichung des Vormonats. Man sollte auch nicht vergessen, dass die Zahlen nur die Zahlen der ARGEn sind, weil von den Optionskommunen keine Daten vorliegen. Bis jetzt habe ich mich mit den Zahlen der Arbeitslosigkeit beschäftigt. Aber es soll ja auch noch Leute geben, die arbeiten. Laut BA hatten wir im Juni 39.683.000 Beschäftigte, immerhin fast die Hälfte der Bevölkerung. Aber was sagt das aus? In Mappe 25 finde ich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. In Mappe 33 stehen die Zahlen von ausschließlich geringfügig und im Nebenjob geringfügig Beschäftigten. Schauen wir uns die Zahlen einmal an:Tabelle 9
Was nun im "Nebenjob geringfügig Beschäftigte" genau bedeutet? Das können Leute sein, die wie in den USA mehr als einen Job machen müssen, um über die Runden zu kommen, das können auch Studenten, Hausfrauen, Rentner oder Leute mit normalen Jobs sein. Darüber steht nichts in der Statistik. Klar ist, dass von den über 39 Millionen genannten Beschäftigten nur knapp 27 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, davon fast 5 Millionen ausschließlich geringfügig Beschäftigte, was auch geringfügigen Lohn bedeutet.
Nicht aufgeführt ist die Dunkelziffer der so genannten "grauen Reserve", dass sind die Arbeitslosen, die statistisch nicht geführt werden, weil ein Partner noch Geld verdient oder Arbeitslose, deren "Vermögen" (beispielsweise eine private Alterssicherung, die aufgelöst werden musste) über den gesetzlich zulässigen Pauschalbeträgen liegt. Deutschland ist eben ein Rechtsstaat und bleibt es, weil unrecht in Gesetzen festgeschrieben wird. Worauf sind unsere Politiker eigentlich so stolz? Wo ist die Differenz zwischen den Beschäftigten und den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Sind das die Minijobs, bei denen sich das stat. Bundesamt so verrechnet hat? Machen wir zum Schluss einmal eine Rechnung über die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen auf:
Nicht berücksichtigt sind dabei die in Tabelle 57 aufgefühten Arbeitsgelegenheiten, nicht aufgeführt sind die Arbeitslosen, mit deren Betreuung und Vermittlung Dritte betreut wurden und nicht aufgeführt sind Arbeitslose in ABM-Maßnahmen, die oft nur für wenige Wochen Gültigkeit haben. Ich sehe diese Statistiken als eine einzige Quelle des Betrugs an, bewusst unübersichtlich angelegt, damit man sich mit den verkündeten Zahlen zufrieden gibt. Ab heute ist Weise für mich "Jagoda, der II." | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||