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Erstelldatum: 15.03.2006

Die Bilderberger
oder
was ist dran an Verschwörungstheorien?

Was besagt der Begriff "Verschwörungstheorie" eigentlich, bei dem so viele Menschen gleich verächtlich abwinken? Jemand oder eine Gruppe sieht in einer Gruppierung oder Verbindung Tendenzen, die diametral zu den gesellschaftlichen oder rechtlichen (oder beides) Normen stehen. Er oder sie bilden daraus eine Theorie, zeigen Fakten auf oder, was oft genug vorkommt, stellen Vermutungen als Fakten hin. Es ist eine Theorie, dass eine Gruppierung oder eine Verbindung verschwörerisch gegen die Allgemeinheit agiert, um imaginäre Ziele wie beispielsweise die Weltherrschaft zu erreichen.

Weltweit präsente Verschwörungstheorien gibt es zum Attentat auf das World Trade-Center am 11. September, zu den Illuminaten oder die Skull & Bones und die Bilderberger.

Ich möchte mich auf eine Gruppe beschränken: "Die Bilderberger". Auch möchte ich hier nicht nur bestehende Verschwörungstheorien zu den Bilderbergern aufgreifen, sondern meine eigenen Gedanken formulieren, in Form von nachweislichen Fakten und Rückschlüssen, die ich daraus ziehe, also eine eigene "Verschwörungstheorie!??".

Woher kommt der Name? 1954 traf sich eine Gruppe hochgestellter Persönlichkeiten in Oosterbeek (Holland) im Hotel Bilderberg zu einer Konferenz. Diese Konferenz findet seither jedes Jahr einmal an unterschiedlichen Orten mit unterschiedlichen Teilnehmern statt. Aber immer sind das so um die 100 hochgestellte Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Finanzkreisen, Verlagswesen und Politik. Die Konferenzen werden als private Treffen dieser Persönlichkeiten bezeichnet und haben lt. Teilnehmer keinerlei verschwörerischen Charakter. Allerdings mutet es da ein wenig seltsam an, dass diese Treffen immer in abgelegenen First-Class-Hotels stattfinden, die Presse immer außen vor bleibt und zur Sicherung die Konferenz durch staatliche und private Sicherheitskräfte hermetisch abgeriegelt wird. Alle Teilnehmer verpflichten sich, über die Gespräche nichts nach draußen verlauten zu lassen. Da stellt man sich schon einmal die Frage, warum dieses ganze Brimbamborium, wenn die Leute wirklich nur über zurzeit relevante politische und wirtschaftliche Fragen Meinungen austauschen?

Werfen wir einen Blick auf die Zusammensetzung. Die erste Konferenz 1954 wurde von Prinz Bernhard der Niederlande aufgrund der Idee von Józef Hieronim Retinger einberufen. Er hatte 22 Jahre den Vorsitz über die Konferenzen. Danach übernahm der frühere britische Premierminister Alec Douglas-Home für vier Jahre den Vorsitz, übergab dann den Vorsitz an den ehemaligen Bundespräsidenten Walter Scheel, der seinerseits den Vorsitz an Lord Roll of the Ipsden, einen der früheren Präsidenten des Bankhauses S.G. Warburg, übergab. Dieser wurde abgelöst von Peter Carington, dem früheren Generalsekretär der NATO, dann übernahm Victor Halberstadt, Professor am Lehrstuhl für Ökonomie an der Universität Leiden, den Vorsitz und übergab ihn danach an Etienne Davignon, einem früheren Mitglied der Europäischen Kommission. Der eigentliche Initiator, Józef Hieronim Retinger, galt als "brillantes Hirn", der durch die Lande huschte und anderen seine Ideen nahe brachte. Nach dem 2. Weltkrieg war er sehr früh einer der Wortführer einer Europäischen Einigung. Besondere Intensität verwandte er auf die Organisation der Bilderberg-Konferenzen. Diese Plattform sollte die führenden Politiker, Beamten, Bankiers und Industriellen beiderseits des Atlantiks zu einem so informellen wie diskreten Meinungsaustausch an einem Tisch zusammenbringen.

Die Auslagen für die Durchführung der Bilderberg-Konferenzen werden vollständig durch Spenden gedeckt, wenngleich die erste Konferenz indirekt durch Gelder des US-Geheimdienstes CIA zur Verfügung gestellt wurden; die Auslagen setzen sich zusammen aus den Kosten für das Sekretariat sowie die Druckkosten für die nicht-öffentlichen Protokolle der einzelnen Konferenzen. Die Kosten für die jeweilige Bilderberg-Konferenz werden vom gastgebenden Land getragen, die Anreise von jedem Teilnehmer selbst, ebenso die Verpflegung. Private Stiftungen, welche der Gruppe zur Verfügung gestellt werden, erleichtern die jährlichen Planungen erheblich (Alleine die Hotelkosten für die 3-tägige Konferenz in Wiesbaden 1966, beliefen sich auf 150.000.- DM). Allerdings haben sich etliche bundesdeutsche Politiker die ihnen entstandenen Kosten über ihr Landes- bzw. das Bundes-Parlament finanzieren lassen, in einigen Fällen wurden auch Studienreisen inoffiziell angeschlossen und über Steuergelder abgerechnet.).

Hier eine interessante Betrachtung der Bilderberger auf der Seite http://fosar-bludorf.com/bilderberger/

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Die Bilderberger
Hinter den Kulissen der Macht

von Grazyna Fosar und Franz Bludorf

Wenn es keine Bilderberger gäbe, müssten sie erfunden werden. Die Menschheit braucht sie – als Wirtschaftskapitäne, als Gesprächsstoff, als Global Players und als Stoff für so manche Verschwörungstheorien (sehr frei nach Erich Kästner).

Seit vielen Jahren bereits kursieren die abenteuerlichsten Legenden über eine geheimnisumwitterte Gruppe einflussreicher Politiker und Wirtschaftsmagnaten, die hinter den Kulissen der Weltpolitik operieren soll – die Bilderberger. Nahezu unbeachtet von der Öffentlichkeit sollen sie die Geschicke der Menschheit lenken, weder kontrolliert von den nationalen Parlamenten oder gar vom Wähler, noch kommentiert von der Presse. Erst in letzter Zeit fangen auch die seriösen Massenmedien an, sich der Thematik zuzuwenden. Fazit: Wir brauchen die Bilderberger nicht zu erfinden. Es gibt sie. Ob ihre Macht wirklich so allumfassend ist, wie manchmal behauptet wird, ist fraglich. Tatsache ist aber auch, dass sie auf wichtige Entwicklungen der Weltgeschichte nach dem zweiten Weltkrieg tatsächlich Einfluss genommen haben.

Eine interessante Begegnung

1993 veranstaltete die Potsdamer Fördergemeinschaft zur Gründung einer Friedensuniversität in Berlin einen Diskussionsabend. Im Haus der Weltkulturen trafen sich drei Politpensionäre besonderer Art – der ehemalige amerikanische Außenminister Henry Kissinger, der frühere sowjetische Botschafter in der DDR, Valentin Falin, sowie Egon Bahr, in den sechziger und siebziger Jahren persönlicher Berater und Chefunterhändler des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt. Thema der Diskussion waren die Erinnerungen der drei Herren an die große Zeit der deutschen Ostpolitik sowie an die Verhandlungen zum Abkommen über den Status Berlins. Als Moderator fungierte der Journalist Giovanni di Lorenzo, seinerzeit Chefredakteur des Berliner „Tagesspiegel“.

Abb. 1: 1993 in Berlin: Henry Kissinger (2. v. links), Valentin Falin (2. v. rechts) und Egon Bahr (rechts) diskutieren unter der Leitung von Giovanni di Lorenzo (3. v. rechts). Nach dieser Diskussion hatten die Autoren Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit Egon Bahr und Henry Kissinger. Foto: Franz Bludorf

Im Verlauf der - ansonsten gar nicht so besonders erhellenden - Diskussion sprach Henry Kissinger, fast beiläufig, einen vielsagenden Satz aus, dessen Tragweite wohl der Mehrheit der anwesenden Zuhörer nicht bewusst war: „Die vier Botschafter (der Siegermächte des zweiten Weltkrieges, Anm. d. Red.) brauchten über das Berlin-Abkommen nicht viel zu verhandeln. Sie brauchten nur den Text zu unterzeichnen, den die Bilderberger ausgearbeitet hatten.“

Wir jedenfalls wurden bei dieser Äußerung sofort hellhörig. Die Frage, wer die Bilderberger eigentlich sind, kam – natürlich – im weiteren Verlauf der Diskussion nicht mehr zur Sprache. Doch nach dem Ende der Veranstaltung hatten wir die Gelegenheit, mit Egon Bahr und Henry Kissinger noch ein persönliches Gespräch im kleinen Kreis zu führen. Dabei stellten wir den beiden Herren diese Frage direkt – gespannt auf ihre Reaktionen.

Wir wurden überrascht: Abseits des großen Auditoriums hob Egon Bahr zu einer längeren Rede an und erklärte uns ganz ruhig und sachlich, was wir wissen wollten. Nach dem zweiten Weltkrieg, so begann Willy Brandts ehemaliger Chefdiplomat, habe sich spontan ein Gesprächskreis aus europäischen und amerikanischen Spitzenkräften der Wirtschaft und Politik zusammengefunden, um in der Zeit des beginnenden kalten Krieges den transatlantischen Dialog zu beleben. Initiator dieser ersten Gesprächsrunde war Prinz Bernhard der Niederlande, der Ehemann der damaligen Königin Juliana, und folgerichtig fand das erste Treffen dann im Mai 1954 auch im Hotel Bilderberg in der niederländischen Stadt Oosterbeek statt, wodurch die Gruppe zu ihrem Namen kam.

Abb. 2: Das erste Bilderberger-Treffen 1954 in Oosterbeek (Niederlande). Auf dem Podium in der Mitte Prinz Bernhard der Niederlande.

Seither – so Bahr – treffen sie sich einmal im Jahr, jeweils in einer anderen Stadt. Prinz Bernhard fungierte bis 1976 als Chairman der Bilderberger. Es war ursprünglich tatsächlich vor allem eine europäische Initiative, die von niederländischen Industriellen an den Prinzen herangetragen worden war. Heute gehört seine Tochter, die niederländische Königin Beatrix, ebenfalls zu den regelmäßigen Gästen bei den Treffen. Die Bilderberger sind ein exklusiver und in sich geschlossener Kreis, zu dem man nur durch Einladung Zutritt erhält. Das Hotel, in dem sie sich jeweils treffen, nimmt während der Konferenzdauer keine anderen Gäste auf. Auch Journalisten werden weiträumig abgeschirmt, mit Ausnahme von ein paar Auserwählten, die ebenfalls zum erlauchten Kreis der Bilderberger gehören (derzeit u.a. Donald E. Graham, Chef der „Washington Post“, Hasan Cemal, Chefkolumnist der türkischen Tageszeitung „Milliyet“ und von deutscher Seite Matthias Naas, stellvertretender Chefredakteur der „Zeit“).

Abb. 3: Der erste Tagungsort, das Hotel „De Bilderberg“ in Oosterbeek, gab der Gruppe ihren Namen

Sie wirken im Hintergrund

Dass die Bilderberger-Treffen jährlich stattfinden, steht außer Frage. Wieso, so fragt man sich aber, hört man dann nie etwas darüber in den Nachrichtensendungen? Bei anderen Gelegenheiten, etwa bei den G8-Treffen oder Weltwirtschaftsgipfeln, scharen sich doch Tausende von Journalisten um die Teilnehmer. Wie gesagt, zum unmittelbaren Konferenzort erhält kein externer Journalist Zugang, und die Teilnehmer selbst verpflichten sich, über alles, was sie im Verlauf der Tagung hören oder sagen, Stillschweigen zu bewahren. Haben sie etwas zu verbergen? Insider wiegeln ab: Es gehe lediglich darum, dass im Verlauf der Konferenz jeder Teilnehmer die Chance haben soll, frei und manchmal auch unausgegoren seine Ideen zu äußern, ohne befürchten zu müssen, dies sofort am nächsten Tag in den Zeitungen zu lesen.

Das mag sein, aber wenn sich eine so große Gruppe bedeutender politischer und ökonomischer Spitzenkräfte trifft, sollte da nicht die Öffentlichkeit auch einen Anspruch auf Information haben?

Es ist unbestritten, dass wichtige Entwicklungen in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg auf Ideen und Initiativen der Bilderberger zurückgehen. Dazu gehört nicht nur das anfangs zitierte Berlin-Abkommen.

Als erstes Resultat dieses neuen Dialogs kam es 1957, drei Jahre nach Gründung der Gruppe, zum Abschluss der Römischen Verträge, also zur Gründung der EWG, dem unmittelbaren Vorläufer der Europäischen Union. Diesen Zusammenhang bestätigte George McGhee, früherer US-Botschafter in Bonn.

Der Club der „großen Grauen“

Vielfach wird spekuliert, in der Bilderberger-Gruppe träfen sich die bekannten Größen der Weltpolitik hinter verschlossenen Türen. Nichts könnte falscher sein als das.

Wenn man die Teilnehmerlisten der Jahre 2004 und 2005 liest, wird man Namen wie George W. Bush, Tony Blair, Gerhard Schröder oder Wladimir Putin vergeblich suchen. Nur in wenigen Fällen werden aktive Politiker während ihrer Amtszeit zu den Tagungen eingeladen (von deutscher Seite z. B. Bundesinnenminister Otto Schily und die CDU-Vorsitzende Angela Merkel). Es waren Wirtschaftsführer dabei wie z. B. David Rockefeller, Pepsi-Cola-Chef Indra K. Nooyi, Heather Reisman (Indigo Books & Music Inc.), Vertreter von Shell Oil und BP oder der Daimler-Chrysler-Vorsitzende Jürgen Schrempp, von politischer Seite dagegen eher ehemalige Größen wie Henry Kissinger oder Belgiens früherer Premierminister Jean-Luc Dehaene.


Königin Beatrix der
Niederlande

Henry Kissinger

Etienne Davignon

Otto Schily

Angela Merkel

David Rockefeller
Abb. 4: Einige prominente Bilderberger

Hinzu kommen vor allem „graue Eminenzen“ der Weltpolitik, z. B. Richard N. Perle vom American Enterprise Institute for Public Policy Research, eine der schillerndsten Figuren im Umfeld der Bush-Administration. Der bekennende „Falke“ Perle gilt als wichtigster Berater von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und dessen Stellvertreter Paul Wolfowitz und ist als solcher auch einer der Architekten des Irak-Krieges gewesen. Auch die Pläne zum NATO-Krieg gegen Serbien sollen im Kreis der Bilderberger entstanden sein. Es ist schon bemerkenswert, welch großen Einfluss auf wichtige Weichenstellungen der Weltpolitik dieser „Club der großen Grauen“ besitzt, dessen Mitglieder zum größten Teil keine gewählten Volksvertreter sind und über dessen Aktivitäten der Öffentlichkeit fast nichts bekannt wird.

Sprungbrett für politische Karrieren

Wenn auch die meisten Bilderberger selbst nicht in politischen Ämtern sitzen, gilt die Gruppe doch als wichtiges Sprungbrett für politische Karrieren. Einige Beispiele:

Bill Clinton war als Gouverneur von Arkansas Teilnehmer des Treffens von 1991 und wurde 1992 erstmals zum US-Präsidenten gewählt. Tony Blair wurde ein Jahr nach seiner Teilnahme am Bilderberger-Treffen 1993 in Griechenland Chef der Labour Party. 1997 erfolgte seine Wahl zum Premierminister. Romano Prodi war 1999 eingeladen und wurde noch im gleichen Jahr Chef der EU-Kommission. George Robertson nahm 1998 am Treffen in Schottland teil und wurde 1999 NATO-Generalsekretär. Diese Tatsache sorgte dafür, dass gerade das Jubiläumstreffen 2004 in Stresa (Italien) zum 50. Jahrestag der Gründung der Gruppe besonderes Interesse bei der Weltpresse erweckte. Auf dieser Tagung hielt nämlich der Senator des US-Bundesstaats North Carolina, John Edwards, eine vielbeachtete Rede. Nur einen Monat später berief ihn John F. Kerry zu seinem Vizepräsidentschaftskandidaten.

Die Bilderberger haben in ihrer fünfzigjährigen Geschichte nicht immer auf Sieger gesetzt, wie auch die New York Times konstatiert. Vielleicht muss man zur Durchsetzung bestimmter Ziele auch einmal jemand verlieren lassen?

Abb. 5: Die Tagungsorte 2004 und 2005 in Stresa (Italien, links) und Rottach-Egern (Oberbayern, rechts)

Zu den Delegierten der Konferenz von Stresa 2004 hatte auch Italiens Wirtschafts- und Finanzminister Tremonti gehört. Nur wenige Wochen später trat Tremonti von seinem Amt zurück, nachdem er sich in einem Koalitionsstreit um geplante Haushaltskürzungen von Ministerpräsident Berlusconi nicht hatte durchsetzen können. Auch die zwei Skull & Bones Logenbrüder George W. Bush und John F. Kerry veranstalteten für die Öffentlichkeit im Herbst 2004 ein riesiges Wahlspektakel, dessen Ergebnis wir alle kennen. Dies alles zeigt, dass keineswegs alle nationalen oder internationalen Entwicklungen von den Bilderbergern „vorausbestimmt“ werden. Zumindest scheinen ihre Mitglieder nicht unantastbar zu sein. Man findet also unter den Bilderbergern ehemalige Politiker, deren Aufgabe es zu sein scheint, zukünftige Politiker aufzubauen. Und wer kümmert sich um die Gegenwart? Die machen sie vermutlich selbst!

Der innere Kreis der Macht

Überhaupt wäre es grundfalsch, in den Bilderbergern eine Art von geheimer „Bruderschaft“ zu sehen. Die Mitgliederliste verändert sich von Jahr zu Jahr erheblich. Oft erhalten auch sehr prominente Politiker nur ein einziges Mal eine Einladung (Bill Clinton z. B. 1991, noch bevor er Präsident war, Helmut Kohl im Jahre 1988. Interessant: genau ein Jahr vor dem Fall der Mauer!). Institutionalisiert sind nur die Treffen, nicht jedoch die Gruppe an sich. Wer bestimmt die Auswahl der Teilnehmer? Hierzu muss man wissen, dass die Bilderberger eine pyramidenförmige hierarchische Organisation haben. An der Spitze steht ein Inner Circle („innerer Kreis“), der auch den Namen Advisory Group trägt. Diese kleine Gruppe kommt auch zwischen den jährlichen Treffen regelmäßig zusammen und bestimmt die Teilnehmerliste der nächsten Konferenz. Zu diesem inneren Kreis gehören zur Zeit David Rockefeller, der Brite Eric Roll of Ipsden, Mitglied des Oberhauses und Ex-Chef der Warburg-Bank, sowie der deutsche Industrielle Otto Wolff von Amerongen. Die nächste Ebene bildet das Steering Committee (Führungskomitee), auch Outer Circle („äußerer Kreis“) genannt. Ehren-Generalsekretär ist der Brite J. Martin Taylor von Goldman Sachs International, als sein Stellvertreter fungiert Etienne Davignon von der Societé Generale de Belgique. Hinzu kommt als Executive Secretary die Niederländerin Maja Banck-Polderman, die auch das ständige Bilderberger-Büro in Leiden leitet. Zusätzlich entsenden die Mitgliedsstaaten nationale Vertreter in dieses Gremium, das insgesamt 31 Mitglieder umfasst. Die große Gruppe der eigentlichen Mitglieder trifft sich, wie gesagt, in wechselnder Besetzung nur einmal im Jahr.

Verschwörung oder Lobby?

Man liest über die Bilderberger meist in der klassischen Verschwörungsliteratur. Das ist sicher kein Wunder, wenn eine Gruppe so einflussreicher Personen sich regelmäßig abgeschirmt von der Außenwelt trifft. Dennoch stellen die Bilderberger sicher keine Gruppe von Verschwörern im klassischen Sinne dar, die hinter verschlossenen Türen sinistre Pläne über unsere Zukunft machen. Es ist wesentlich subtiler. Die Bilderberger sind eher eine äußerst einflussreiche Lobby, die daran arbeitet, zusammen mit den eingeladenen Politikern eine Art Grundkonsens über bestimmte Werte herzustellen, die dann von den Politikern umgesetzt werden. Dass dies durchaus nicht immer gelingt, zeigt das Beispiel des Italieners Tremonti. Etwas ketzerisch könnte man jedoch sagen, die Bilderberger tagen nicht nur total abgeschottet von der Öffentlichkeit, sondern auch von der Realität. Zu ihren wichtigsten Grundüberzeugungen gehört natürlich die Globalisierung, und sie vertreten vehement den Standpunkt, es sei unbestreitbar, dass die Globalisierung für die gesamte Menschheit gut und auch populär sei.

Globalisierung und Global Players

Der britische Journalist Will Hutton vom Londoner Observer bezeichnete sie einmal als „Hohepriester der Globalisierung“, was inzwischen in Journalistenkreisen so etwas wie ein zweiter Name der Bilderberger geworden ist. Das bedeutet nicht, dass die Bilderberger amerikanische Hegemonialpläne fördern würden, wie sie etwa der Doktrin des Bush-Clans entsprechen. Sie propagieren zwar auch eine Weltregierung, aber eher als multilaterale Lösung, unter dem Dach einer gestärkten UNO.

So müssen die USA auf den Bilderberger-Treffen für ihre Politik durchaus auch manchmal „Prügel“ einstecken. Prominentester Kritiker der Bush-Politik im Outer Circle ist der Belgier Etienne Davignon. Auch Tony Blair wurde schon des Öfteren im Kreis der Bilderberger gescholten, zum Beispiel, weil er seine Zusage, in Großbritannien den Euro einzuführen, nicht einhalten konnte.

Abb. 6: Mögliches Modell einer neuen Weltordnung, wie sie die Bilderberger favorisieren

Über die Themen, die bei der diesjährigen Bilderberger-Konferenz im bayerischen Rottach-Egern diskutiert wurden, drang natürlich auch wieder nicht viel an die Öffentlichkeit. Hauptthemen sollen die europäisch-amerikanischen Beziehungen, Russland, Iran, Irak, der nahe Osten, Asien, ökonomische Probleme sowie die Nonproliferation von Atomwaffen gewesen sein. Die Bilderberger favorisieren als langfristiges Ziel, in den beiden Amerikas sowie in Asien Freihandelszonen nach Art der Europäischen Union zu schaffen. Am Ende soll dann die Welt im Grunde nur noch in drei große Machtblöcke aufgeteilt sein. Entsprechend soll es dann auch nur noch drei wichtige Währungen geben - den Dollar, den Euro und eine noch zu schaffende asiatische Einheitswährung. Wenn Sie sich fragen, wo bei diesen ganzen Sandkastenspielen eigentlich die Afrikaner bleiben - danach fragt bei den Bilderbergern offenbar niemand. Ihnen scheint nur die Dauerrolle des Käufers, Almosenempfängers und billigen Rohstofflieferanten zugedacht zu sein.

So wird es klar, dass man nicht alles glauben soll, was über die Bilderberger kursiert. Aber sie sind auf jeden Fall ein höchst schillerndes Element der Weltpolitik!

Die Herren der Zeit

Die Agendas der Bilderberger-Konferenzen seit 1954 lesen sich - naturgemäß - wie ein Geschichtsbuch europäischer und internationaler Nachkriegsgeschichte. Allerdings mit einer wichtigen Veränderung, wodurch die Bilderberger doch als Gestalter unserer Zukunft - als Herren der Zeit sozusagen – erscheinen (wenn natürlich auch einige Damen dabei sind!): Bei einigen wichtigen politischen und wirtschaftlichen Themen wird nämlich deutlich, dass die Bilderberger keineswegs nur auf historische Entwicklungen reagieren, sondern sie prägen und ausarbeiten, denn ihre Agenda läuft in diesen Fällen den äußeren Ereignissen voraus. Einige Beispiele haben wir schon im Artikel erwähnt, so etwa die europäische Einigung. Sie stand 1955 und 1956, also vor dem Abschluss der Römischen Verträge von 1957, auf der Tagesordnung. Aus deutscher Sicht ist auch die Tagung 1988 in Telfs-Buchen (Österreich) von großem Interesse. Zum ersten und einzigen Mal gehörte der langjährige Bundeskanzler Helmut Kohl zu den Teilnehmern, und zum ersten Mal seit den fünfziger Jahren wurde „die deutsche Frage wieder aufgegriffen“. Wohlgemerkt - 1988, nicht 1989, als die Berliner Mauer tatsächlich fiel! Was soll der äußere Anlass gewesen sein, 1988 über „die deutsche Frage“ zu reden? Das Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kamerun? Steffi Grafs zweiter Wimbledon-Sieg oder der sechste Europameistertitel für Katarina Witt? Nach einem Blick ins Geschichtsbuch würde man über 1988 eigentlich sagen: „Nothing important happened this year.“ Planten also die Bilderberger den Fall der Mauer?

Abb. 7: Diese unscheinbare und unauffällige Broschüre enthält gewaltigen Zündstoff – die Agendas der Bilderberger der letzten 50 Jahre!

Allerdings konnten wir inzwischen auch hochinteressante Verbindungen zum Vatikan recherchieren, über die wir in unserem Buch „Zeitfalle“ ausführlicher berichten. Danach stand die „deutsche Frage“ im Vatikan bereits 1987 auf der Tagesordnung!

„Wenn wir wirklich glauben würden, dass wir die Welt steuern, würden wir sofort in totaler Verzweiflung resignieren.“, sagte Bilderberger-Chairman Etienne Davignon in einem Interview der Financial Times. Vielleicht war das ja nur eine scherzhafte Bemerkung. Vielleicht aber ist es auch wahr. In diesem Falle allerdings wissen die Bilderberger genau, wer die Welt wirklich steuert, da sie auf seine Pläne reagieren...

* * *

Hier können sie die Deutschen Teilnehmer an Bilderberg-Konferenzen bis 2009 einsehen.

Nun meine Meinung zu den Bilderbergern. Sie werden oft als Geheimgesellschaft bezeichnet, aber das ist insofern unrichtig, weil ihr Bestehen kein Geheimnis ist und die Teilnehmer zu einem großen Teil aus ständig wechselnden Personen bestehen. Schaut man allerdings genauer hin, stellt man fest, dass sich zwar die Namen ändern, aber die Institutionen gleich bleiben. Einige Namen tauchen allerdings regelmäßig auf. So der Name Wolf von Amerongen, einer der einflussreichsten Wirtschaftsmanager, vom Bundestagspräsident Thierse 2003 geehrt, aber in einem Dokumentarfilm mit dem Titel Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen? (Deutschland 2005) wird sein Leben kritisch beurteilt. In diesem Film tauchen auch die Namen Flick, Strauß, Krupp, Oetker, Thyssen auf.

Stammgäste bei den Bilderbergern sind oder waren Leute wie Rockefeller (USA), Amerongen (D), Henry Kissinger (USA), Otto Schily (D), Matthias Naas (D), Josef Ackermann (D), Jürgen Schrempp (D), Hubert Burda (D) und einige dieser "Stammgäste" stoßen mir übel auf. Doch darauf komme ich noch, zunächst möchte ich die wenigen, aber nachprüfbaren Zitate anführen, bei welchen sich besonders Herr Rockefeller, der sich gerne den Nimbus eines Philanthropen gibt, ohne einer zu sein, besonders hervortut:
Zitate:

Da gibt es so einige Puzzle-Teile, die einfach zu gut zusammenpassen, um hier nicht eine Verschwörung zu vermuten.

  1. Die Bilderberger wiegeln immer ab. Sie treffen sich nur privat zu einem Meinungs- und Erfahrungsaustausch über aktuelle Geschehnisse von Wirtschaft und Politik. Wäre es nicht angebracht, nach erfolgtem Austausch andere an den Erkenntnissen teilhaben zu lassen? Stattdessen muss sich jeder Teilnehmer zu absolutem Stillschweigen verpflichten.
  2. Die Rockefeller Familie mischt seit über 150 Jahren in der amerikanischen Politik mit, direkt und indirekt. So ist die Rockefeller-Stiftung maßgeblich seit 20 Jahren daran beteiligt, dass in Drittweltländern Genmanipulierte Pflanzen angebaut werden. Offiziell natürlich, um den Hunger in der Welt zu besiegen, aber real wird der Hunger größer, weil Genmanipuliertes Saatgut Lizenzpflichtig ist. Gewinnen Bauern also das Saatgut aus Anbau von Genmanipuliertem Material, müssen sie dennoch Lizenzgebühren dafür zahlen, für immer und drei Tage. Rockefeller macht kein Hehl daraus, dass er eine neue Weltordnung will und darauf arbeitet er seit Jahrzehnten hin. Das von Rockefeller verfolgte Konzept wurde bereits 1915 von Nahum Goldmann in dem Buch "Der Geist des Militarismus" zum Ausdruck gebracht (Siehe neue Weltordnung). Der Wunsch Rockefellers nach einer Krise ist seit dem 11.9. ja hervorragend aufgegangen. Krisen haben wir seit dieser Zeit genug.
  3. Henry Kissinger, Inhaber des Friedensnobelpreises ist ein Mann, der eigentlich eine Gänsehaut verursacht. Den Friedensnobelpreis, verliehen für seine Friedensbemühungen in Vietnam, bekam er zu Unrecht. Er hat den Friedensprozess hinausgezögert, weil er bei anstehenden Wahlen in den USA nicht opportun war. Weiterhin soll er verantwortlich für den Mord an dem Chilenischen Präsidenten Allende sein, wie ARTE in einer Reportage berichtete. Von ihm stammt das Strategie-Papier "National Security Study Memorandum 200, (NSSM 200)". 1974 reichte Kissinger das NSSM-200-Memorandum bei Präsident Nixon ein und nannte das Bevölkerungswachstum in wichtigen, rohstoffreichen Entwicklungsländern eine «Bedrohung der Staatssicherheit» Amerikas. Seit dieser Zeit ist die Kontrolle der Wirtschaftswachstumsrate und des Bevölkerungswachstums in den wichtigen Entwicklungsländern zur Angelegenheit erster Priorität der amerikanischen Staatssicherheit geworden. NSSM 200 und das Biotech-Engagement der Rockefeller-Stiftung in Verbindung mit dem führenden US-Konzern Monsanto auf diesem Gebiet passen hervorragend zusammen. Auch die Unterstützung der USA für Diktaturen in Drittwelt- oder Schwellenländern passt in dieses Bild.
  4. Es wird immer betont, dass maßgebliche Politiker gar nicht (z. B. Bush) oder nur einmal (z. B. Kohl) an der Bilderberg Konferenz teilnahmen. Doch das besagt nichts, denn welche Politik gemacht wird, dass bestimmen letztendlich schon seit längerer Zeit die so genannten Wirtschaftskapitäne und die Presse und da sind die maßgeblichen Leute der Deutschen Bank, von DaimlerChrysler, Thyssen-Krupp, Telekom oder Postbank immer zu finden, ebenso wie die wichtigen Leute aus dem Pressewesen immer da sind.
  5. Schily war ein häufiger Gast bei Bilderberg. Schily, ein Mann, der seine Gesinnung wechselt, wie andere Leute das Hemd. War er in den 60ger Jahren noch weit links angesiedelt, gehört er heute zum äußerst rechten Flügel der SPD (der, so scheint mir manchmal, noch recht von der NPD angesiedelt ist) und hat uns in seiner Zeit als Innenminister eine Volkskontrolle beschert, effektiver und intensiver als in der Nazi- oder DDR-Zeit. Unterstützt wurde er dabei von Brigitte Zypries, seine ehemalige Staatssekretärin und jetzige Ministerin für Justiz.
  6. bei der Bilderberg-Konferenz 2005 waren Angela Merkel und Gerhard Schröder zu Gast. Obwohl Schröder nicht auf der offiziellen Einladungsliste stand, wurde seine Teilnahme in zwischen bestätigt. Es mutet schon seltsam an, dass Schröder 2 Wochen nach dieser Konferenz quasi "gekündigt" hat.

Wie sagte schon 1915 Nahum Goldblum über eine neue Weltordnung?

"Man kann den Sinn und die historische Mission unserer Zeit in einem zusammenfassen: Ihre Aufgabe ist es, die Kulturmenschheit neu zu ordnen, an die Stelle des bisher herrschenden gesellschaftlichen Systems ein neues zu setzen. Alle Um- und Neuordnung besteht nun in zweierlei: In der Zerstörung der alten Ordnung und im Neuaufbau der neuen.

Zunächst einmal müssen alle Grenzpfähle, Ordnungsschranken und Etikettierungen des bisherigen Systems beseitigt und alle Elemente des Systems, die neu geordnet werden sollen, als solche, gleichwertig untereinander auseinander gelegt werden. Sodann erst kann das zweite, die Neuordnung dieser Elemente, begonnen werden. Sodann besteht denn die erste Aufgabe unserer Zeit in der Zerstörung: Alle sozialen Schichtungen und gesellschaftlichen Formungen, die das alte System geschaffen hat, müssen vernichtet, die einzelnen Menschen müssen aus ihren angestammten Milieus herausgerissen werden; keine Tradition darf mehr heilig gelten; das Alter gilt nur als Zeichen der Krankheit; die Parole heißt; was war, muss weg.

Die Kräfte, die diese negative Aufgabe unserer Zeit ausführen, sind auf wirtschaftlich-sozialen Gebiet der Kapitalismus, auf dem politisch-geistigen die Demokratie. Wie viel sie bereits geleistet haben, wissen wir alle; aber wir wissen auch, dass ihr Werk noch nicht ganz vollbracht ist. Noch kämpft der Kapitalismus gegen die Formen der alten, traditionellen Wirtschaft, noch führt die Demokratie einen heißen Kampf gegen alle Kräfte der Reaktion. Vollenden wird das Werk der militärische Geist. Sein Uniformierungsprinzip wird die negative Aufgabe der Zeit restlos durchführen: Wenn erst alle Glieder unseres Kulturkreises als Soldaten unseres Kultursystems uniformiert sind, ist diese Aufgabe gelöst.

Dann aber erhebt sich die andere, die größere und schwierigere Aufgabe: Der Aufbau der neuen Ordnung. Die Glieder. Die nun aus ihren alten Verwurzelungen und Schichtungen herausgerissen sind und ungeordnet, anarchisch herumliegen, müssen zu neuen Formungen und Kategorien geschlossen werden. Ein neues, pyramidales, hierarchisches System muss errichtet werden.

(Nahum Goldmann: Der Geist des Militarismus, Stuttgart/Berlin, Deutsche Verlagsanstalt; 1915, Seite 37 f)

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Die Zerschlagung der alten Ordnung ist in vollem Gange. Die Uniformierung der maßgeblichen Akteure ist erfolgt. Bilderberg ist aus meiner Sicht das Militärhauptquartier. Der Generalstab, bestehend aus dem inneren Zirkel beruft die Stäbe (Politiker, Konzernbosse, Presse) zur Strategiebesprechung ein und verkündet die Befehle für das weitere Vorgehen auf dem Weg zur neuen Weltordnung. Die Waffensysteme sind FED, Weltbank, IWF, WTO, Nato, Biotechnologie, Europäische Union und als eine der mächtigsten Waffen die Globalisierung. Dabei gibt es eine Aufstellung in 4 Sektionen:

Das Zusammenspiel der Aufstellung funktioniert beinahe reibungslos. Der am weitesten auf dem Weg des Werteabbaus fortgeschrittene Sektor (USA) übernimmt das Krisenmanagement und sorgt dafür, dass die Flammen (Krisen) nicht erlöschen. der zweite Sektor (Europa) forciert die Anpassung an Sektor 1.

Die Masse, genannt Bevölkerung? Sie ist wie seit jeher das Manipuliergut. Indem man sie ähnlich dem indischen Modell in Kasten aufteilt, wird Einigkeit und Widerstand verhindert, indem man die einzelnen Kasten gegeneinander aufbringt. Parallel werden sie nach altrömischem Modell mit Spielen abgelenkt (Sport, Fernsehen) und mit Meldungen konfrontiert, die sie das Geschehen als unabwendbar sehen lässt. Pausenlos werden sie auf die für ihre Sektion gültigen Grundvoraussetzungen eingestimmt, in Sektion 1 ein fundamentalistischer Religions-Nationalismus, in Sektion 2 die Auflösung der nationalen Wertvorstellungen und in Sektion 3 durch die Hoffnung auf die kapitalistischen Werte Wohlstand bis Reichtum, im vorderasiatischem Raum (naher Osten) durch Aufruhr und Krisen die Veränderungsprozesse in Sektion 1 und 2 unterstützend. Sektion 4 ist schon lange in dem Stadium, in völliger Abhängigkeit der Sektionen 1 und 2 zu stehen.

Sind alle Sektionen im geplanten Zustand, wird durch die Zerstörung des Finanzsystems ein Zustand absoluter Verwirrung geschaffen, in welchem die neue Weltordnung bedingungslos akzeptiert wird.

Die Gefährlichkeit der Bilderberger ist augenscheinlich, trotzdem weigert man sich, das zu erkennen, weil nur die Eingeweihten wirklich wissen, was sich dort abspielt. Niemanden verwundert es, dass auch die Presse absolut nichts berichtet, außer kurzen, kaum beachteten Informationen trivialer Art. Das als Zeichen zu werten, dass die Presse in das Geschehen involviert ist, weigert sich die Masse, zu erkennen. Obwohl jeder sieht, was geschieht, jeder in der einen oder anderen Weise betroffen ist, werden diejenigen, die ihre Stimme warnend erheben, als Verschwörungstheoretiker belächelt und verspottet. Globalisierung wird als unvermeidbares Übel hingenommen, nicht als Waffe, welche der Zerschlagung ideeller Werte dient. So wird die weltweit fortschreitende Armut und ausufernde Arbeitslosigkeit mit einem Achselzucken als Folgen der Globalisierung abgetan. Die naive Vorstellung, dass die Globalisierung ein Zusammenrücken der Völker sei, verhindert bei den meisten, über die Prozesse nachzudenken. Niemand macht sich Gedanken, warum im Zuge der Globalisierung nicht die armen Länder auf das Wohlstandsniveau der reichen Länder gehoben werden, sondern das genaue Gegenteil passiert Niemand denkt darüber nach, warum der so genannte freie Markt nicht für eine breite Streuung des Angebots sorgt, anstatt der real erfolgenden Konzentration der Marktsegmente auf immer weniger große und multinationale Konzerne. Niemanden stört, dass viel von Freiheit geredet, dabei aber existierende Freiheit permanent abgebaut wird, nicht nur hier, sondern in allen westlichen Ländern. Niemanden stört, dass Banken immer mächtiger werden und damit immer mehr Kontrolle über den angeblich freien Markt erringen. Und viele werden insgeheim denken, dass es doch gut wäre, wenn z. B. die UNO eine Weltregierung bilden würde, ohne allerdings einen Gedanken daran zu verschwenden, dass die UNO auch dann nur die Marionette des dann noch existierenden Großkapitals wäre, das mit Banken und einer Handvoll großer Konzerne die wahre Herrschaft hätte.

Also lächeln Sie getrost über diesen Beitrag. Er ist nur eine Verschwörungstheorie, angereichert mit ein paar Fakten. Aber es ist einfach zu mühsam, diese Fakten mal im Kontext zu betrachten, außerdem kommt ja gleich ein Thriller im Fernsehen.

Europäisches Bilderberg-Büro:

European Office (Location: Leiden University)
Maja Banck-Polderman (Executive Secretary)
PO Box 3017
2301 DA Leiden
The Netherlands
Phone +31 71 5280 521
Fax +31 71 5280 522