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Die WASG und die Bundestagswahl

Die WASG wurde vor gut einem Jahr als Verein gegründet. Die Gründer waren vornehmlich Gewerkschafter und ehemalige SPDler, die sich mit der Politik von Rot/Grün nicht identifizieren konnten und wollten und deshalb die SPD verlassen und sich mit den ebenso unzufriedenen Gewerkschaftern zusammengeschlossen haben.

Ihr Aufruf, sich dem Verein anzuschließen, war sehr erfolgreich, denn bereits bei der im Januar 2005 erfolgten Abstimmung, ob der Verein eine Partei werden soll, hatte sie über 4.000 Mitglieder und mit überwältigender Mehrheit wurde einer Parteigündung zugestimmt.

Erstmals 4 Monate nach der Parteigründung in NRW angetreten, hat sie aus dem Stand heraus 2,2% der Stimmen erreichen können, wurde damit in NRW zur fünftstärksten Partei. Und das, obwohl sie von der Presse weitgehend ignoriert, wenn nicht sogar boykottiert wurde. So wurde in der Presse allenfalls über interne Querelen geschrieben, die es natürlich gab. Die WASG ist eine Sammelbewegung, in der sich Menschen aus allen, nicht radikalen politischen Strömungen fanden. Dass es da Gegensätzlichkeiten gab, ist selbstverständlich, denn jedes Mitglied ist mit eigenen Vorstellungen eingetreten. Trotzdem hat sie durch das Engagement ihrer Mitglieder, trotz einem noch relativ geringen Bekanntheitsgrad, auf Anhieb 2,2% in NRW erreicht, der Hochburg der SPD, bei einer Wahl, bei der es für die SPD um alles ging.

Der Coup von Schröder, den Bundestag aufzulösen und im September Bundestagswahlen abzuhalten, bringt für die WASG natürlich immense Probleme mit sich. Einerseits hat sie durch die von Oskar Lafontaine ausgelöste Debatte über ein Linksbündnis und durch den Erfolg bei der NRW-Wahl auch die Aufmerksamkeit der Medien erlangt, andererseits ist bisher noch völlig unklar ob aus dem Linksbündnis etwas wird und wie es aussehen könnte. Da die Mitglieder dabei ein Wörtchen mizureden haben, bin ich sicher, dass die Eigenständigkeit der WASG gewahrt bleibt.

Sie ist eine Partei der "Habenichtse", hauptsächlich Arbeitslose und Arbeitnehmer, die teilweise schon Mühe haben, den durchaus moderaten und an ihre Möglichkeiten angepassten Mitgliedsbeitrag zu entrichten. Natürlich werden sich die Mitglieder im Rahmen ihrer Möglichkeiten wieder voll engagieren, um im Bundestagswahlkampf die Menschen von den Zielen der WASG zu überzeugen. Aber ganz ohne Geld geht es nicht.

Deshalb meine Bitte an die besser Betuchten meiner Leser:
Unterstützen Sie uns durch eine Spende. Jeder Cent hilft uns!
An alle ist der Aufruf gerichtet:
Werdet Mitglied in der WASG, aktiv oder passiv
Helft mit, die Ziele der WASG zu gestalten und zu fördern
und natürlich:
Gebt am 18. September Eure Stimmen der
Partei Die Linke - bzw. - Die Linke.PDS
denn dort sind für dieses Wahljahr die WASG-ler in einer offenen Liste aufgestellt.