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Ende September/Anfang
Oktober haben schon 3.000 Gewerkschaftsmitglieder, Mitglieder
der SPD und der AfA, Jugendliche, Hausfrauen, Arbeitslose, Rentnerinnen
und Rentner traditionelle SPD-Wählerinnen und Wähler
mit ihrer Unterschrift erklärt:
Schröder
muss gehen ob er will oder nicht!
Intensivieren
wir die Kampagne: Nutzt die Unterschriftensammlung (siehe PDF - Download),
sammelt selber, sprecht Kolleginnen und Kollegen in Betrieb und Stadtviertel
an. Organisieren wir den Dialog und die Diskussion (siehe: Soziale
Politik & Demokratie).
Die Unterschriftensammlung ist
erfolgreich und wird fortgesetzt: Organisieren wir uns für die
erste bundesweite Konferenz am 9. Oktober in
Köln. In zahlreichen Städten finden regelmäßige
Treffen zur Vorbereitung dieser Konferenz statt.
Informationen (u.a.
über die Konferenz): info@alarmaufruf-schroeder-muss-gehen.de
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Erklärung
von Initiatoren des Alarmaufrufs Schröder muß gehen
ob er will oder nicht! anlässlich der Versammlung am 17.09.2004
in Köln:
Nichts ist dringender als Schröder
davonzujagen!
Vor einem Monat haben wir Sozialdemokraten,
Mitglieder und ehemalige Mitglieder der SPD, Gewerkschafter, Arbeitnehmer
auf einer Pressekonferenz in Köln unseren Aufruf Schröder
muss gehen ob er will oder nicht an die Öffentlichkeit gebracht.
Nach wie vor läuft die Unterschriftenaktion. Deshalb kann die Unterschriftenliste aus dem nachfolgend angehängten PDF-File ausgedruckt und mit Unterschrift an uns weitergeleitet werden.
Aufruf mit Unterschriftenliste zum Download
Heute, am 17. September, zählen wir am Tag unserer Versammlung mehr
als 600 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner unter diesem Aufruf in Köln
und weitere 350 in Düsseldorf. Zusammen mit den Antworten aus anderen
Städten in Ost und West haben 2500 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner
unseren Aufruf unterstützt. Wir haben über die Situation diskutiert
und rufen alle auf, die unsere Meinung teilen, am kommenden 9. Oktober
auf einer bundesweiten Konferenz zusammenzukommen, um unsere Kräfte
überall, in allen Bundesländern zu bündeln und die politische
Schlacht zu organisieren, die es einz ig und allein erlaubt, für
die Arbeitnehmer und ihre Organisationen einen Ausweg zu finden: Schröder
muß davongejagt werden!
Über Monate hinweg erleidet die
SPD eine Wahlniederlage nach der anderen.
Nach dem Saarland sind am kommenden Wochenende Sachsen und Brandenburg
dran. Selbst hier in NRW, im Herzen der historischen Basis der SPD, in
ihrem Stammland, droht dieser großen alten Arbeitnehmerpartei bei
den Kommunalwahlen am 26. September ein Desaster.
Eines muß
klar sein:Es
ist Schröder, der die Verantwortung für diese Niederlagen trägt.
Es ist Schröder - und er alleine - der der CDU den Weg zur Macht
ebnet.
Warum? Lassen wir doch die Leute sprechen:
- Eine 17-jährige Kollegin hat uns berichtet, daß sie eine
Maßnahme mit wild zusammengewürfelten Jugendlichen
gemacht hat, die völlig sinnlos war; danach hat sie einen Job bekommen
für 5 Monate, wo sie von einer Kollegin eingearbeitet wurde, die
hinterher selber den Arbeitsplatz verlor.
- Eine Mutter von 5 Kindern, deren Mann verstorben war, hat uns erzählt,
daß sie 481,- € Witwenrente und Waisengeld bekommt; weil es
für sie hinten und vorne nicht reicht, kann sie die 10,-
€ Praxisgebühr nicht bezahlen.
- Eine Schwester aus der Uniklinik verwies auf den Abbau von 300 Betten
und die Schließung einer 60 Betten Station, um Personal abzubauen.
Wer ist dafür verantwortlich, wenn nicht Schröder, der beschlossen
hat, daß Arbeitslose jede Arbeit annehmen müssen, daß
die Budgets der Krankenhäuser gekürzt und die Renten eingefroren
werden?
Und immer und immer wieder erklärt er auf provokatorische Art und
Weise, daß sich an dieser Politik nichts ändern wird.
Wer hat Bundespräsident Köhler, dem ehemaligen IWF-Präsidenten,
ermutigt, die weitere Ungleichheit, die soziale Spaltung in Ost und West
in Deutschland für die Gegenwart und die Zukunft zu rechtfertigen?
Wer, wenn nicht Schröder, dessen Politik den Osten bereits abgehängt
hat.
Wer hat beschlossen, mit der Drohung gesetzlicher Öffnungsklauseln
alle Möglichkeiten des Drucks auf die Gewerkschaften, die er zur
Verfügung hatte, auszunutzen, damit sie freiwillig die
Flächentarifverträge fallen lassen? War das nicht Schröder
unter dem Vorwand, daß er den Erhalt von Arbeitsplätzen in
Deutschland unter den Bedingungen der Erweiterung der EU der 25 verteidigen
wollte? War es nicht Schröder, der damit gestern den Chefs von Siemens
und heute denen von VW und anderen die Möglichkeit gegeben hat, unverschämte
Forderungen an die Gewerkschaften zu richten, bis dahin, daß in
Wolfsburg heute mit dem Verlust bis zu 30.000 Arbeitsplätzen gedroht
wird, wenn die Gewerkschaften keiner Lohnkürzung zustimmen?
Wo marschieren wir also hin? Was bleibt von der Industrie und den Arbeitsplätzen
in Deutschland?
In was für einem Land sollen wir denn nach dem Willen von Schröder
eigentlich leben?
Weil wir alles das nicht wollen, weil wir nicht wollen, daß die
CDU an die Macht zurückkehrt, weil wir die Grundwerte der Sozialdemokratie
nicht fallen lassen wollen, sagen wir: Schröder muss jetzt
gestürzt werden! Das ist der erste Schritt, um das Land, die Arbeitnehmer,
die SPD und die Gewerkschaften aus der Sackgasse herauszuführen!
Deshalb rufen wir zur weiteren Unterzeichnung des Alarmaufrufs auf!
Deshalb rufen wir dazu auf, überall Treffen und Versammlungen
zu organisieren und Delegierte zur bundesweiten Konferenz am 9. Oktober
2004 Köln zu wählen.
Für die Initiatoren
des Alarmaufrufs: Eva Gürster (SPD/ver.di), Henning Frey (SPD/ver.di),
Paul Paternoga (SPD/IGM) Angaben in Klammern nur zur Information.
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Grußbotschaft
an Oskar Lafontaine ausgehend von der Versammlung am 17. September 2004:
Lieber Genosse,
auf der Versammlung am 17. September in Köln zu dem Aufruf Schröder
muß gehen - ob er will oder nicht bestätigen wir in aller
Öffentlichkeit unseren Standpunkt, den wir in den letzten Wochen
ständig bekräftigt haben: Schröder ist allein der politisch
Verantwortliche für das Desaster, in das wir hineingerissen werden.
Wir wenden uns in aller Entschiedenheit gegen die Kampagne gegen Dich
und gegen den schändlichen Versuch, Dich zum Sündenbock für
das Debakel der SPD an der Saar zu machen.
Zurecht hast Du schon im August den Rücktritt von Schröder in
Deinem »Spiegel«-Interview gefordert: Schröder
hat sich durch die Ergebnisse seiner Politik diskreditiert. Wenn er Anstand
im Leib hätte, würde er zurücktreten. Nicht ist heute
dringlicher, als Schröder davonzujagen.
Wir unterstützen auch Deine jüngsten Aussagen, die - im Gegensatz
zu dem was Schröder und die seinen glauben machen wollen - bestätigen,
daß es für Dich nicht die Frage ist, die SPD zu verlassen.
Wir unterstützen Dich in deinem Kampf, den Du in der SPD führen
willst.
Sei Dir unserer solidarischen Unterstützung gewiß, die auf
der gemeinsamen Verteidigung unserer Grundwerte und der besten Traditionen
der SPD beruht, mit der die Arbeitnehmer in Deutschland große soziale
Errungenschaften errungen hat.
Wir wollen Dich im gleichen Zuge auch wissen lassen,daß wir die
Entscheidung getroffen haben, am 9.Oktober eine bundesweite Konferenz
in Köln einzuberufen, auf der wir Dich selbstverständlich gerne
begrüßen würden.
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Alarmaufruf
an alle SPD-Mitglieder, an alle Ortsvereine, alle Gremien der Partei und
die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA),
an Arbeitnehmer und Gewerkschafter
Um die Fundamente des Sozialstaats, der nach
dem Krieg aufgebaut wurde, zu bewahren,
um SPD und Gewerkschaften, die in ihrer Existenz
bedroht sind, zu retten,
um zum Wahlauftrag von 2002 zurückzukehren und die SPD-Abgeordneten
im Bundestag zum Umsteuern zu verpflichten, indem an erster Stelle Hartz
IV zurückgenommen wird,
um das Land vor dem Verfall zu retten,
kommt es auf uns an, auf die übergroße Mehrheit der SPD, auf
die Partei!
Sagen wir klar und deutlich:
Schröder muss gehen
- ob er will oder nicht !
Wir sind SPD-Mitglieder, Gewerkschafter, traditionelle SPD-Wähler
und treue Anhänger der Partei. Vier Wochen nach der historischen
Niederlage der SPD am 13. Juni und zweieinhalb Monate vor dem sich abzeichnenden
Desaster bei den Kommunalwahlen in NRW war es für uns ein dringendes
Anliegen, uns in Köln zu versammeln. Denn für uns ist es unerträglich,
tatenlos zuzusehen, daß die Partei endgültig in die Katastrophe
geführt wird. Aus diesem Grund wenden wir uns an Euch:
Die Partei gehört nicht Schröder!
Wir sind die Partei !
Wir lehnen es ab, daß jetzt ein unfaßbarer sozialer Rückschritt
über uns hereinbrechen soll.
Wir leisten Widerstand dagegen, daß die SPD, die traditionsreiche
Arbeitnehmerpartei verschwinden soll, mit deren Existenz alle sozialen
Errungenschaften unseres Landes verbunden sind.
Der verantwortungslose Starrsinn unserer Parteiführung wird die SPD
unausweichlich zum Untergang verurteilen, wenn wir, wenn die Partei ihr
nicht in den Arm fällt!
Das Wahldebakel am 13. Juni markiert eine Wende:
Die Mehrheit der Partei, ihre Mitgliederbasis, ihre Anhänger, die
sozialdemokratischen Gewerkschafter haben der Politik, die sich in der
Agenda 2010 konzentriert, eine Absage erteilt.
Bis heute wurde diese Mehrheit unter dem Druck einer fehlgeleiteten Disziplin
zum Schweigen verurteilt.
Aber daß 10,5 Millionen traditionelle Wähler der SPD demonstrativ
die Politik von Schröder am 13. Juni zurückwiesen, indem sie
der SPD ihre Stimmen verweigert und sich enthalten haben, zeigt auch einen
Ausweg !
Geben wir dieser Mehrheit das Wort, organisieren wir den Kampf, damit
die Mehrheit der Partei ihre Forderung nach einem grundsätzlichen
Kurswechsel durchsetzt, der schon lange von allen Seiten gefordert wird
- an erster Stelle auch von der AfA auf ihrer Bundeskonferenz im März
in Erfurt.
Wie soll der Kurswechsel möglich
sein ?
Lassen wir uns nicht weiter von den endlosen Hin und Her über die
Korrekturen, die man an der Regierungspolitik vornehmen müsse,
ablenken: Es geht um einen grundsätzlichen Kurswechsel, der jetzt
vollzogen werden muß!
Wie soll das gehen?
Schröder selbst gibt uns darauf eine Antwort. Auf die Fragen, die
an ihn von innerhalb und außerhalb der Partei gerichtet werden,
entgegnet er: Ich kann nur diese Politik führen, ich will nur
diese Politik weiterführen. Es gibt keine wirklich vernünftige
Alternative zur Agenda 2010.
Auf der einen Seite steht also die übergroße Mehrheit der Parteibasis,
die die Ängste und Sorgen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,
der Jugendlichen, der Studierenden, der Rentner, er Empfänger von
Arbeitslosenhilfe und Patienten teilt.
Auf der anderen Seite eine Parteispitze, die unter dem Bruch jeglichen
Mandats, das der SPD 2002 gegeben wurde, geradezu wütend darauf versessen
ist, die Politik der Agenda 2010 bis zu Ende durchzuführen.
Haben wir nicht alles Recht, wie Oskar Lafontaine, zu sagen: ....
wenn das Volk eine Politik ablehnt, muss man die Politik ändern.
Wenn man dies nicht kann, muss man gehen, weil man in einer Demokratie
das Volk nicht auflösen kann.! (STZ, 10.07.2004)
Gibt es irgendeinen anderen Ausweg, der der Demokratie und den Traditionen
der SPD gerecht würde? Gibt es einen anderen Weg für einen wirklichen
Kurswechsel? Ist es jetzt nicht an uns, den Mitgliedern der SPD und den
Gewerkschaftern, Schröder abzulösen, um ihn daran zu hindern,
seine zerstörerische Offensive weiterfortzuführen?
Es ist höchste Zeit !
Man muß kein Prophet sein, um die Zukunft vorherzusagen:
Entweder kann Schröder bis zum Ende seiner Politik gehen und die
sozialen Errungenschaften der Arbeitnehmer eine nach der anderen zerstören
... wobei der CDU/CSU bei der Wahl 2006 oder schon früher der Weg
zur Macht gebahnt wird,
oder die Partei steht auf, jagt gestützt auf die Gewerkschaften Schröder
und seine Führung davon und setzt gegenüber der Bundestagsfraktion
der SPD einen vollständigen Bruch mit der Politik von Schröder
durch, beginnend mit der Aufhebung von Hartz IV und der Gesundheitsreform.
Das ist die Alternative! Das ist die Auseinandersetzung, vor der wir stehen.
Aber wir lassen uns nicht beirren, denn wir wissen: Die Mehrheit steht
hinter uns. Noch ist nichts verloren, aber die Zeit drängt.
Noch bedrückender als die Wahlniederlagen, die von der Schröder-Führung
vorprogrammiert werden, ist der beängstigende Einschnitt, der sich
mit dem Datum des 1. Januar 2005 ankündigt:
Kann man es zulassen, daß Schröder-Clement-Müntefering
unter dem Applaus des Unternehmerpräsidenten Rogowski vom BDI Millionen
unserer Kolleginnen und Kollegen ihrer Arbeitslosenunterstützung
berauben und in Verelendung stürzen?
Kann man es noch länger zulassen, daß Schröder sich mit
der Bezeichnung Sozialdemokrat schmückt, ein Schröder, der im
Bundesrat die Hartz IV-Reform gegen die Vertreter der ostdeutschen
Bundesländer und die Ministerpräsidenten der eigenen Partei
mit der Unterstützung eines Stoiber und der anderen CDU-Ministerpräsidenten
der westdeutschen Bundesländer durchpaukt?
Kann man es zulassen, daß durch die Abfertigung mit Billigjobs und
durch Hartz IV die der Bevölkerung im Osten ihrer Einkommen beraubt
wird und unser Land Tag für Tag weiter auseinanderdriftet?
15 Jahre nach dem Sturz der Mauer wird die Spaltung zwischen Ost und West
durch Schröder wieder vertieft.
Ist nicht der Augenblick für uns gekommen, um uns zusammenzutun und
gemeinsam durchzusetzen, daß Schröder geht?
Die Linkspartei soll eine
Alternative sein ?
An die, die uns als Alternative die Gründung einer Linkspartei
vorschlagen, die sich zum Ziel setzt, im Jahre 2006 die 5%-Hürde
zu überwinden, antworten wir:
Heute stehen unsere Zukunft, unsere sozialen Rechte, unsere soziale
Existenz auf dem Spiel, nicht erst im Jahr 2006 ! Wenn Schröder so
weitermacht, dann ist 2006 alles zerschlagen und wird die CDU/CSU an der
Macht sein!
Brauchen wir eine zusätzliche Spaltung anstatt der Erfüllung
des klaren Wahlauftrags an die SPD?
Sollen wir die Erfüllung des Wahlauftrags fallen lassen, nur
weil Schröder es will, anstatt die immense Kraft außerhalb
und innerhalb der SPD zu organisieren? Damit die SPD-Mehrheit im Bundestag
gezwungen wird, sofort eine Wende herbeizuführen und die Aufhebung
des Hartz IV Gesetzes als ersten Akt der Rückkehr zu dem Mandat von
2002 zu beschließen!
Sollen wir den Bruch zwischen Gewerkschaften und SPD hinnehmen
oder sogar noch vertiefen, um damit die politische Interessensvertretung
der Arbeitnehmer in Deutschland noch mehr zu erschweren, anstatt ihn rückgängig
zu machen, indem man den Willen der großen Mehrheit der SPD Parteibasis
nach einer Rückkehr zu den sozialdemokratischen Grundwerten durchzusetzen
hilft?
Soll man auf den Kampf dafür verzichten, nur um sich auf die
altbekannte Position einer PDS zu begeben, die Schröder kritisiert
solange sie eine kleine, unbedeutende Minderheit ist, und die die Agenda
2010 mit umsetzt, wenn sie sich an den Hebeln der Macht befindet, wie
es in Berlin und Mecklenburg geschieht.
Warum? Etwa nur deshalb, weil es Schröder so will?
Wir haben uns die Entscheidung nicht
leicht gemacht !
Ein Teil von uns hat die Partei bereits mit früheren Initiativen
gewarnt. Andere haben an dem Mitgliederbegehren teilgenommen, das unglücklicherweise
von seinen Initiatoren eingestellt wurde. Wieder andere haben auf der
Basis von Hunderten von Unterschriften unter das »Chemnitzer Manifest«
an der Konferenz von Sozialdemokraten und Gewerkschaftern in Halle »Für
die wirkliche, soziale Einheit Deutschland« am 17. April teilgenommen.
In den Kommunalwahlen in Sachsen und Sachsen-Anhalt haben Genossinnen
und Genossen auf der Grundlage der Beschlüsse der AfA gegen die Linie
von Schröder kandidiert und von der Bevölkerung ein positives
Echo erhalten. Wir haben Genossinnen und Genossen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt
und Thüringen nach Köln eingeladen, um mit ihnen über ihre
Erfahrungen zu diskutieren, die sie im Osten in einer desaströsen
Situation gemacht haben. Jetzt haben wir beschlossen, uns an Euch zu wenden:
Wir haben lange diskutiert und abgewägt. Wir haben uns die Entscheidung
nicht leicht gemacht, aber wir sind der festen Überzeugung, daß
es keinen anderen Ausweg aus der Krise der Partei, keine andere Möglichkeit
für einen Kurswechsel zu einer wirklich sozialdemokratischen Politik
gibt als zu sagen:
Schröder muß gehen - ob er
will oder nicht !
Wenden wir uns an die große Mehrheit der Partei, die zu Schröder
und zu seiner Politik Nein gesagt hat. Die Partei gehört nicht ihm.
Die Partei, das ist die Mehrheit. Wir sind die Partei.
Schließen wir uns zusammen und schlagen in den Gremien der Partei
Alarm !
Sorgen wir dafür, daß die Demokratie wieder zählt!
Organisieren wir uns, um die Partei von dem Bleideckel zu befreien, der
sie mit Schröder und seiner Politik zu ersticken droht. Organisieren
wir uns, um Schröder davonzujagen und die Partei zu retten.
Retten wir auf diesem Weg den Sozialstaat gegen die Forderungen der EU
und des IWF. Der Druck des IWF wird heute von dessen ehemaligem Präsident
und dem jetzigen Bundespräsident, Köhler, formuliert. Er bestärkt
Schröder und fordert noch eine Verschärfung der Reformtempos
durch die Streichung von Urlaubstagen und die Verlängerung der Arbeitszeit.
Gehen wir zu den SPD-Kandidaten für die Kommunalwahl in NRW, für
die Landtagswahlen in Brandenburg, im Saarland und Sachsen, damit sie
einen Bruch mit der Politik vollziehen.
Unterstützen wir die SPD-Kandidaten, die sich für die Verteidigung
der sozialdemokratischen Grundwerte und für einen Bruch mit der Politik
von Schröder aussprechen.
Versammeln wir die große Kraft, die es für einen Kurswechsel
der SPD gibt!
Sammeln wir Unterschriften unter diesen Aufruf. Schickt sie uns zu. Wir
werden Euch antworten!
Tauschen wir uns aus, mobilisieren wir für die Vorbereitung einer
bundesweiten Konferenz Ende September für dieses Ziel.
Dieser Aufruf geht aus von einer Diskussion auf einem regionalen Treffen,
zu dem die regionale Redaktion der Zeitung »Soziale Politik &
Demokratie« am 10. Juli 2004 in Köln eingeladen hatte.
ErstunterzeichnerInnen in Köln:
Eva Gürster (SPD, ver.di), Kerstin Bunz (ver.di), Hans-Peter Keul
(AfA-BG Vorsitzender), Anneliese Wolff (SPD), Regina Jikeli, Henning Frey
(SPD, ver.di), Ellen Engstfeld (SPD, ver.di), Günther Jikeli (SPD/IG
BAU), Paul Paternoga (SPD, AfA-UB-Vorsitzender, IG Metall)
- Angaben in Klammern zur Information.
Unter den ersten 100 UnterzeichnerInnen des Alarmaufrufs
sind u.a. aus:
NRW:
Ellen Nellissen (SPD); Ingeborg Kanparan; Caruso (SPD); Monika Schmidt;
Brune; Markus Westerbeck; Stefanie Westerbeck; Erich Moncken; Heinz Schultes
(ver.di); Otto Herrmann; B. Pauly; Johann Kaltner; Collert; Ahmadi (ver.di);
Christa Ehlen (ver.di); Wolfgang Ehlen; Thomas Elter; Ralf Pütz;
B. Suschla; Hannelore Gerards; Cortina Weber; Elke Happ (ver.di); H.-W.
Schuster (SPD, AfA-UB-Vors., ver.di); Inge Steinebach (SPD, Mitglied im
AfA Regionalvorst., ver.di); Bodo Schoo (SPD, AfA-UB-Vorst., IGMetall);
Günter Schwefing (ver.di-VM); Danuta Riemer (ver.di); Anna Schuster
(ver.di-BR); Beate Sieweke (SPD, ver.di); Peter Nowinski (IG Metall);
Günter Loesa (ver.di); Daniel Baller (IG Metall); Ronja Schuster
(ver.di); Hans-Jürgen Mees (ver.di, Mitgl.Vorst. FB 3); Wolfgang
Harich (ver.di); Bruno Schlösser (SPD); Dirk Weiß (SPD, IG
BCE); Benjamin Schuster; Helmut Gottfried (IG Metall; aus der SPD ausgetreten);
Gereon Falck (SPD, ver.di); Dr. Dr. Joachim Stephan; Olaf Quasdorff (SPD);
Milan Napravnik (SPD); Bernd Kirschner (ver.di, VM); Stefan Stoffel (ver.di,
VM); Karl C. Fischer (SPD); Helmut Dittrich (ver.di);
Baden-Württemberg/ Bayern/Hessen
Hans-Werner Rosenboom (SPD, ver.di); Theodora Rosenboom (SPD, ver.di);
Walter Epple (ver.di); Kurt Brommi (IG Metall); Georg Buchholz (ASG);
Bernd Hoffmann (ver.di, Betriebsrat); Karl Holzmann (SPD, ver.di); Michael
Koball; Gerhard Kroball (ver.di); Michael Futterer (SPD, GEW); Dr. Roland
Mackert (Zwangsauschluß aus SPD durch Ute Vogt); Jürgen Michels;
Herbert Pommer; Heike Runge (SPD); H.-D. Runge (SPD); Michel Sauner (ASG,
IG Metall); Peter Schleifenbaum; Peter Schröder (SPD); Steinhauser;
Jürgen Kluge; Andreas Koch (Frankfurt/M); Klaus Wesemann (stellv.
SPD-OV-Vors., AfA-UB-Vorst.); Lothar Ott (SPD-OV-Vorst., GEW); Heinrich
Becker (GEW-Bezirksvorstand); Michael Altmann (SPD, AfA-Bezirksvorst.,
ver.di Bezirksfachbereichsvorstand. 03);
Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern:
Volkmar Schöne (SPD, AfA-Kreisvors., Ver.di-Bezirksvorst.); Helmut
Ludwig (SPD); Axel Zutz (SPD, AfA- Landesvorst., IG BAU); Volker Prasuhn
(Vorst. Bezirkserwerbslosenausschuss ver.di); Udo Eisner (IG Metall);
Bodo Fast (SPD, ver.di); Gisela Fast (SPD, ver.di); Ute Grahl (SPD); Tanja
Wadle (ver.di); Hubertus Klatte (ver.di); Manfred Birkhahn (ver.di); Monika
de Neve; Gotthard Krupp (SPD, AfA-Landesvorst., ver.di-Bezirksvorst.);
Carla Boulboullé (ehem.MdL, GEW) ; Heinke Först (SPD); Birgit
Schöller (SPD); Winfried Lätsch (NGG, Erwerbslosenausschuss);
Klaus D. Steinicke (ver.di); Bernd Hoffmann (ver.di); Bernd Marx (ver.di);
Dietmar Ilarius (IG Metall); Harald Prenzlow (ver.di); Reinhard Schulz;
Christel Bernhard; Peter Wittig; Lothar Hesse (ver.di, Gewerkschaftssekretär);
Wilfried Noack (SPD, 1. Vors. ver.di Bezirkserwerbslosenausschuss); Olaf
Zygalski (Vorst. Bezirkserwerblosenausschuss, ver.di);
Thüringen/Sachsen/Sachsen-Anhalt:
Klaus Schüller (SPD, Mitgl. AfA-Landesvorstand, DGB-Gewerkschaftssekretär);
Andreas Hähle (SPD); Klaus Hering (SPD, AfA, IG BAU); Volker Matthes
(SPD, AfA-Kreisvors.); Peter Lückmann; H.-Joachim Seider; Thomas
Elstner (ver.di-Landesvorst.); Ralf Elster; Hartmut Dressel (GEW); Reinhardt
Beike (ver.di FB8, SoVD); Evelyn Perthes (Rentnerin); Sabine Hähle;
Gaby Hahn (SPD, AfA-Landesvorst.); Christian Fischer (SPD, AfA); Elke
Franke; Heinz Franke; Katrin Franke (SPD/AfA); Silly Grumm (SPD, ver.di);
Axel Bachner (ver.di, VL-Specher, PR); Stefan Börner (SPD, AfA, ver.di);
Karlheinz Gerhold (SPD, AfA-Landesvorstand, ver.di.-Gewerkschaftssekretär);
); Peter Türke (SPD, AfA); Manfred Ernst (SPD, AfA); Frank Egerland
(ver.di); Udo Heinz (AfA, ehem. SPD-Mitglied); Ulrich Weiser (IG Metall);
Anna Aurich;
- Angaben in Klammern zur Information.
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| Pressegespräch am 9.8.04 im Kölner Hotel Esplanade:
Eva Gürster (SPD, Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten im
Gesundheitswesen ASG; ver.di), Henning Frey (SPD; ver.di) und
Paul Paternoga (SPD, Vorsitzender der AfA im Unterbezirk Siegburg;
IGM - v.l.n.r.) nehmen als Initiatoren und Träger des Alarmaufrufs
zur politischen Begründung und den Zielen der Initiative Stellung.
(Zum Vergrößern bitte auf das jeweilige Bild klicken) |
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| Düsseldorf-Flingern, eine traditionelle SPD-Hochburg:
SPD-Mitglieder und Gewerkschafter in der Diskussion mit Unterzeichner/-innen
des Alarmaufrufs. Zahlreiche traditionelle SPD-Wähler/-innen
unterzeichnen und geben ihrer Empörung über den Kurs Schröders
Ausdruck. (Zum Vergrößern bitte auf das jeweilige Bild
klicken) |
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Düsseldorf: Schadow Platz ---------------------------------------------Köln-Mülheim:
Wiener Platz ------- (Zum Vergrößern
bitte auf das jeweilige Bild klicken)
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