| Navigation aus Navigation an | Erstelldatum: 26.09.2009 |
Was kommt nach der Wahl am 27.09.2009Schwarz-Gelb Starker Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Mit der Einführung der Kurzarbeit hat man Massenentlassungen auf die Zeit nach der Wahl verschoben. Unternehmen wie Daimler weisen noch die Verlagerung von Produktionen zurück und behaupten, es würden nur Optionen überprüft. Aber solche Optionen werden nach Wahlen dann sehr schnell Realität und wenn Daimler dann die Produktion der C-Klasse in die USA verlegt, kostet das einige tausend Arbeitsplätze. Aber nicht nur Daimler wird Leute entlassen. Schwarz-Gelb wird den öffentlichen Dienst weiter ausdünnen und das Auslaufen des Hilfspakets für Kurzarbeit wird voraussichtlich zu Entlassungen im 5-stelligen Bereich führen. Hier zeigt sich die fehlende Kompetenz der derzeitigen Koalition, die noch bis 2009 die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung stark abgesenkt und bis 2010 festgeschrieben hat. Es sei denn, das ist keine Inkompetenz, sondern soll zur Vertiefung der Krise beitragen. Weiterhin ist es das Anliegen dieser 3 Parteien, endlich die Deregulierung des Arbeitsmarktes zu verwirklichen und den ohnehin schon nicht mehr sonderlich starken Einfluss der Gewerkschaften weiter einzuschränken. Das aber schafft kein Wachstum, wie behauptet wird, sondern das Gegenteil, denn es schwächt den Binnenmarkt durch Kaufkraftverluste weiter, obwohl der Export durch die Krise erhebliche Einbußen zu verzeichnen hat, die sich noch ausweiten werden. Außerdem sinken die Einnahmen der Beiträge für die Solidarsysteme, was zusätzliche Steuermittel für die Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung bedeutet Privatisierung und PPP Weitere Privatisierungen werden durch den Verkauf oder die Bewirtschaftung von Autobahnen kommen. Für die Bewirtschaftung in Form von PPP-Modellen (PPP = Public Private Partnership) können dann die Privaten zusätzliche Mautgebühren fordern. Das Modell und die rechtliche Grundlage wurde bereits von Rot-Grün mit dem ÖPP-Beschleunigungsgesetz geschaffen. ÖPP ist nur die deutsche Übersetzung von PPP (Öffentlich Private Partnerschaft). PPP bzw. ÖPP ist nur eine Umschreibung für den Aufbau von Schulden, die nicht als Kredite ausgewiesen werden, obwohl die Verträge langfristige Zahlungsverpflichtungen zur Folge haben, die im Laufe der Zeit sogar anwachsen können. So funktioniert PPP! Alle 3 Parteien brillieren immer wieder mit der Aussage: "Arbeit muss sich wieder lohnen!" Ersetzt man das Wörtchen "Wieder" mit "endlich", stimme ich dem völlig zu. Aber alle Parteien haben in den letzten Jahren alles getan, Löhne zu drücken, die Zeitarbeit und den Niedriglohnsektor auf unerträgliche Weise auszuweiten und die Arbeitslosigkeit auszuweiten. Wenn dann das typische Beispiel eines Herrn Westerwelle, Rüttgers, Müntefering, Clement, Pofalla oder zu Guttenberg kommt. dass es nicht tragbar wäre, dass ein Empfänger von Arbeitslosengeld II ein höheres Einkommen als andere habe, die voll arbeiten, dann ist das erstens falsch, denn dann bekämen diese voll arbeitenden Menschen ergänzendes ALG II und wirft zweitens die Frage auf, warum dann diese Parteien nicht einem Mindestlohn zustimmen. Zumindest CDU/CSU hatten die letzten 5 Jahre Zeit, dafür zu sorgen, dass sich Arbeit wieder lohnt. Aber das kann wohl kaum dadurch geschehen, dass man andere unter ein Existenzminimum drückt, um so einen Unterschied in den Bezügen zwischen Niedriglöhnern und Arbeitslosen zu erreichen. Die wahre Antwort müsste sein, dass man menschenwürdige Löhne zahlt. Aber Herr Westerwelle drückt sich ein wenig klarer aus, wenn er meint, die Leistungsträger müssen wieder mehr verdienen. Man muss sich fragen, ob Herr Westerwelle Leistungsträger kennt. Leistungsträger, das sind nicht die Herren in den Chefetagen, nicht die Politiker, nicht die Experten, sondern die Leute, die Tag um Tag dieses System am Laufen halten, Arbeiter, Angestellte, Bäcker, Metzger, Verkäufer und Verkäuferinnen, Ingenieure usw. Vorstände von Konzernen können offenbar problemlos ausgetauscht werden, wie sich immer wieder zeigt, wenn ein Vorstandmitglied von einem Konzern zu einem anderen abwandert. Mitunter ist das für ein Unternehmen sogar von Vorteil. Wenn z. B. ein Herr Schrempp in den Ruhestand geht (oder ist er mehr oder weniger gegangen worden?), ist das gut für den Konzern, denn dieser Herr hat einige Milliarden des Daimler- und später DaimlerChrysler-Konzerns in den Sand gesetzt und selbst kräftig abkassiert. Das kann kein Arbeiter und auch kein Angestellter dieses Konzerns. Das bringen nur machtbesessene bis größenwahnsinnige Vorstandsmitglieder unter Beteiligung von Aufsichtsratsmitgliedern fertig. Ein Facharbeiter, der lange in einem Unternehmen gearbeitet hat, ist oftmals wesentlich schwerer zu ersetzen, als ein Vorstandsmitglied. Wo also sind die Leistungsträger? Wirklich in den Chefetagen? Betrachtet man die Einkommen dieser Herrschaften, kann man die Gier und die Rücksichtslosigkeit dieser Damen und Herren erkennen, denn niemand kann das Hundertfache und mehr dessen "verdienen", was ein durchschnittlicher Arbeiter an Einkommen hat. Man kann es sich höchstens nehmen, ohne Rücksicht darauf, ob das Unternehmen das auch verkraftet. Das ist die wahre Leistung dieser Herrschaften.
Es gibt noch eine Menge anderer Gründe, diese Parteien nicht zu wählen, z. B. die Einstellung zur Kernkraft, zur Gentechnik, zum Lissabonvertrag und der EU, zur Stasi.2 durch Schäuble (siehe das gerade aufgetauchte Positionspapier, dem BND noch weitreichendere Rechte zuzugestehen), zur Bildung und Familienpolitik (nur für Eliten) usw. Wenn Sie ernsthaft darüber nachdenken, fallen Ihnen sicherlich noch weitere Gründe ein, die gegen dieses Parteienbündnis sprechen, z. B. durch das Lesen dieser Aussagen von ver.di. Die SPD Hier spare ich mir den Kommentar und verweise auf einen Beitrag in den Nachdenkseiten.. Nur so viel: Eine Fortführung der großen Koalition ist genau so wenig wünschenswert, wie Schwarz-Gelb. Die Grünen Sie versprechen heute Mindestlohn und Jobs und haben offenbar verdrängt, was sie in 7 Jahren Rot-grün mit verbrochen haben. Sie haben zusammen mit der SPD die Agenda 2010 verwirklicht und damit die Grundlagen für die heutige Situation auf dem Arbeitsmarkt, im Rentenwesen und beim Gesundheitswesen geschaffen. Ihre Argumente waren die gleichen, wie sie von den anderen Parteien ständig zu hören waren und nach wie vor sind. Heute behaupten sie, wie auch die SPD, die Arbeitslosigkeit wäre ja gesunken, also hätten die Hartz-Gesetze ja Erfolg gehabt. Aber Statistik ist nicht gleich Realität. Mit statistischen Tricks wurden permanent falsche Zahlen über die Arbeitslosigkeit ausgegeben (siehe Wahlaufruf von ver.di). Die Hartz Gesetze haben für die Ausweitung des Niedriglohnsektors, die Ausweitung der Zeitarbeit mit wesentlich niedrigerem Einkommen, als der mit der gleichen Arbeit Betraute im festen Arbeitsverhältnis, für Mini-Jobs, für Verkürzungen der Laufzeiten von ALG I, für die Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe unter schlechtesten Bedingungen, für ein massives Ansteigen der Kinderarmut und für die Vernichtung von Vermögenswerten als Sicherung für das Alter, die von Arbeitnehmern angespart wurden. Sie haben mitgewirkt an der Rentenreform, den mehrjährigen Nullrunden für Rentner bei gleichzeitiger Mehrbelastung durch die volle Beitragspflicht in der Pflegeversicherung und bei den Firmenrenten, haben zugestimmt bei der Rente mit 67, bei der Einführung des Riester-Faktors, mit der das Rentenniveau weiter abgesenkt wurde und fröhlich eingestimmt in den Chor der Marktschreier, das alles sei wegen des demographischen Faktors unumgänglich (TINA-Prinzip). Würde die Mehrheit der Bevölkerung ein wenig mehr darüber nachdenken, käme eine andere Rechnung zustande, die den ganzen Demographieschwindel ad absurdum führt.Die Behauptung, vor allem von Rürup und Raffelhüschen aufgestellt, lautet, dass durch die niedrigere Geburtenzahl weniger Einzahler in die Rentenkassen nachwachsen und damit die Rentenhöhe über das Umlageverfahren nicht mehr zu gewährleisten ist. In der Argumentation spielen Begriffe wie Generationenvertrag und Generationengerechtigkeit eine große Rolle. Auch die Aussage, dass unsere Kinder die Renten der Alten bezahlen müssen. Hier mal eine Kleine Auflistung der fehlerhaften Aussagen.
Bei einer Gesamtbevölkerung von derzeit ca. 82 Millionen (es waren auch 2003 kaum mehr) gibt es nach Aussagen der BA und des Stat. Bundesamtes 40 Millionen Arbeitnehmer, aber nur 27 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, von denen wiederum 6 Millionen nur geringfügig Beschäftigte sind. Bei der Rentenversicherung Bund bekommen wir Zahlen über die Versicherten und den Rentner-Bestand und die Einnahmen und Ausgaben der RV geliefert. Nach der ersten Tabelle steht der derzeitige Bestand an Rentnern bei 20,32 Millionen, während die Zahl der Renten 24,8 Millionen beträgt. Folglich zahlen die aktiv-Versicherten, das sind 34,99 Millionen, bzw. die 26,13 versicherungspflichtig Beschäftigten (nach Rechnung der Politiker und Rentenexperten) mit ihren Beiträgen bereits für die Zahlung von 24,8 Millionen Renten. Doch bei den Zahlen müsste die Zahl der Arbeitslosen eigentlich abgezogen werden, weil die gezahlten Beiträge derart gering sind, dass sie kaum ins Gewicht fallen. Das bedeutet, das bereis heute 1,41 Personen für eine Rente zahlen, das, was die Experten erst für 2030 vorgesehen haben. Aber das liegt nicht an zu wenigen Kindern, sondern an zu vielen Arbeitslosen. Das ganze Gerede um den Generationenvertrag ist Schwindel, denn mit Ungeborenen kann kein Vertrag abgeschlossen werden. Zwar ist das Umlagenprinzip darauf ausgelegt, dass die Einnahmen aus der Rentenversicherung unmittelbar für die Auszahlung der Renten verwendet werden, dennoch bleibt die Rente eine ausschließlich auf eigene Beitragsleistung ausgelegte Versicherung, deren Anspruch erst mit Erfüllung der Anwartschaft (60 Monate) erreicht wird und deren Höhe sich ausschließlich aus der Höhe der Beitragszahlungen bis zum Erreichen der Altersgrenze ergibt. Erwerbsminderungsrenten sind dabei Renten, die sich durch eine vorzeitige Inanspruchnahme aufgrund von Erwerbsminderung bzw. Erwerbsunfähigkeit ergeben. Anders ausgedrückt, der Beitragszahler leiht dem Staat sein Geld, um es im Alter oder bei vorzeitiger Invalidität als monatlichen Beitrag zurückgezahlt zu bekommen. Was der Staat solange mit seinem Geld macht, muss ihn nicht interessieren. Er hat ausschließlich durch seine Beitragszahlung Anspruch auf eine aus der Gesamtsumme der eingezahlten Beiträge errechnete Rente. Prinzipiell ist das der gleiche Vorgang wie bei Staatsobligationen oder anderen Wertpapieren des Staates, mit denen der Staat die Neuverschuldung betreibt und bestehende Kredite durch neue Kredite ablöst. Die Aussagen über die Ausbeutung der Jungen durch die Alten dient nur einem Zweck: "Der Desinformation und dem Ausspielen der Generationen gegeneinander." Wie zuvor erklärt, sind Rentenbeiträge eine Leihgabe an den Staat. Es sind immer die werktätigen Generationen zwischen 20 und 65 Jahren, die für die nachwachsende Generation (Kinder von 0 bis 20 Jahren) und für die Alten (65 Jahre bis Lebensende) die Mittel aufbringen müssen (Mackenroth-Prinzip). Die Alten, zumindest die aus der gesetzlichen Rentenversicherung haben allerdings in der Zeit ihrer Arbeitsphase mit ihren Beiträgen dem Staat das Geld geliehen, mit dem sie ihre späteren Altersbezüge vorfinanziert haben. Der Unterhalt der Folgegeneration (Kinder) war seit jeher Aufgabe der Eltern (und Großeltern), wird aber inzwischen über steuerliche Vergünstigungen und das Kindergeld teilweise auch aus Steuermitteln finanziert. Wenn von Ausbeutung der Jugend und von Generationengerechtigkeit gesprochen wird, wird stets diskret verschwiegen, dass Politiker und das Beamtenwesen ohne Eigenbeiträge in die Alterssicherung weitaus höhere Altersbezüge erhalten, als es bei den Beitragszahlern der gesetzlichen Rentenversicherung der Fall ist. Wenn ein Roman Herzog, ehemals Verfassungsrichter und Bundespräsident eine solche Aussage macht, ist das mehr als unverschämt. Alleine durch seine Zeit als Bundespräsident bekommt er zeitlebens eine als Ehrensold bezeichnete Vergütung. Dieser Ehrensold umfasst die vollen Bezüge eines Bundespräsidenten und beinhaltet zusätzlich ein Büro mit Sekretärin und einen Dienstwagen mit Chauffeur. Dieser Ehrensold darf nicht besteuert und nicht gegen andere Alterseinkünfte aufgerechnet werden. Das bedeutet, dass er aus seiner Zeit als Richter und als Verfassungsrichter zusätzlich eine fette Alterspension bezieht, ohne jemals auch nur einen Penny Eigenleistung für seine Alterssicherung aufgebracht zu haben. Eltern beschweren sich, dass ihre Kinder später die Rente von Kinderlosen bezahlen müssen. Dass das falsch ist, habe ich bereits zuvor dargelegt. Aber die Polemik dieser Aussage wird bei genauerer Betrachtung erst richtig deutlich. Wer heute Kinder in die Welt setzt, hat damit nicht automatisch Beitragszahler in die Rentenversicherung in die Welt gesetzt. Wenn sie aber wirklich eine Arbeit aufnehmen, die Beitragszahlungen in die GRV abverlangt, dann sind es zukünftige Rentner, die ihre Beiträge für ihre eigene spätere Alterssicherung abführen, so, wie es die jetzigen Alten auch gemacht haben. Jedes Kind, dass später in die GRV einzahlt und damit angeblich die Kinderlosen finanziert, ist nichts anderes, als ein zukünftiger Rentner, dessen Beiträge später über die eigenen Rente und deren Höhe entscheidend sind Aber Kinderlose finanzieren durch und mit höherem Steueraufwand das Kindergeld und alle staatlichen Aufwendungen für die Kinder mit. Kinderlose belasten nicht die Eltern, sondern unterstützen sie. Alle diese Negativaussagen über die GRV wurden von allen etablierten Parteien, also auch von den Grünen im Zuge der Rentenreform nicht nur mitgetragen, sondern bei jeder Gelegenheit mit verbreitet und hier ist auch keine neue Einsicht bei den Grünen zu erwarten. Aber die Grünen sind "flexibel", wenn es um die Macht geht. Konsequent sind sie lediglich bei der Atomkraft und ein wenig bei der Gentechnik. Alles andere tragen sie mit und wenn sie einen ökologischen Einwand haben, dann unterstützen sie nicht etwa die Beseitigung der Ursache, sondern die zusätzliche Besteuerung (siehe Ökosteuer). Als Partner einer starken Linken könnte ich sie mir vorstellen, weil sie sich dann den Forderungen der Linken anschließen würden, so, wie sie es bei der SPD unter Schröder gemacht haben oder derzeit in Hamburg mit der CDU machen. Eine Partei der Chamäleons und deshalb nicht wirklich wählbar. Morgen ist Wahl. GEHEN SIE WÄHLEN!!! Wählen sie die Linke, mit beiden Stimmen (Erst- und Zweitstimme) denn das ist derzeit die einzige Alternative mit der Gewissheit, dass sie auch in den Bundestag kommt. |
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