Navigation aus    Navigation an
Erstelldatum: 31.05.2018

Alkohol und Nikotin

Heute ist Nichtrauchertag, den kann ich als Raucher nicht unkommentiert lassen. Im Spiegel(1) wurde schon vorab am 28.05.2018 mit der Überschrift "Zigaretten So stark profitiert der Körper vom Rauchstopp" berichtet und ich konnte es nicht lassen, ich habe einen Kommentar verfasst:

    Alkohol und Nikotin

    rafft die halbe Menschheit hin! Doch nach gutem alten Brauch, stirbt die andere Hälfte auch (alte Binsenwahrheit). Ich hatte mit 18 Jahren erstmalig eine Magenschleimhautentzündung (Ulcus) und diagnostiziert wurde als Ursache das rauchen. Unbelehrbar, wie ich bin, habe ich weiterhin geraucht und mir ca. 2 Mal im Jahr die teuren Säureblocker verschreiben lassen. Ende der 90er Jahre wurde auch in Deutschland bekannt, dass die hauptsächliche Ursache für Ulcus-Erkrankungen so fiese kleine Biester mit dem Namen Ulcus Diodeni waren, die man mit einer 14-tägigen Kur durch Einnahme eines Wismut-Präparats in Verbindung mit einen Säureblocker abtöten kann. Diese Kur habe ich gemacht und bin nun seit gut 20 Jahren trotz rauchen frei von jeglichen Ulcus-Beschwerden. 49 Jahre lang habe ich somit immer wiederkehrende Beschwerden ertragen müssen, wegen falscher ärztlicher Diagnosen, die aber als allgemeingültig galten. Mit 12 habe ich angefangen, kontinuierlich zu rauchen, Passivraucher war ich von Geburt an, weil beide Elternteile geraucht haben. Vor wenigen Tagen bin ich 80 geworden, rauche nach wie vor ca. 20 Fluppen am Tag (nur in meiner Wohnung, die ich alleine bewohne). Mein letzter Arztbesuch (wegen einer ziemlich großen Fleischwunde) war 2014, seit dem Millennium war ich insgesamt 3 Mal beim Arzt (ausgenommen Zahn- und Augenarzt)und keiner meiner Besuche hatte was mit dem rauchen zu tun.

Die im Spiegelbericht geäußerten Behauptungen über die positiven Folgen eines Stopps des Rauchens sind aus meiner Sicht völlig aus der Luft gegriffen. Woher die angeführten Statistiken kommen, bleibt wohl ein Rätsel, denn ich kann mir kaum vorstellen, dass auf all den Totenscheinen ehemaliger Raucher als Todesursache das rauchen eingetragen ist. Da lese ich z. B. in dem Bericht diesen Absatz des DKFZ (Deutsches Krebsforschungszentrum):

    Schon drei Tage nach der letzten Zigarette verbessert sich nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) die Funktion der Atemwege. Nach einer Woche sinkt der Blutdruck. Nach einem bis neun Monaten gehen Hustenanfälle, Verstopfungen der Nasennebenhöhlen und Kurzatmigkeit zurück. Die Lunge wird allmählich gereinigt, indem Schleim abgebaut wird. Die Infektionsgefahr verringert sich.

Ich hatte zeitlebens einen zu niedrigen Blutdruck, was allerdings mein Wohlbefinden zu keiner Zeit negativ beeinflusst hat. Es war, wenn ich mich recht erinnere 1973/74, als ich wegen eine eitrigen Nebenhöhlenentzündung aufgehört habe, zu rauchen. Nach einem Jahr, ich war inzwischen geschieden, hatte aber noch Kontakt zu meiner Ex, hat diese mich animiert, Pfeife zu rauchen, weil das so sexy sei. Einmal sexy zu wirken, das konnte ich mir nicht entgehen lassen, also habe ich angefangen, Pfeife zu rauchen und relativ schnell meinen Bestand an Pfeifen auf 20 angehoben, so wie das im Handbuch von Pfeifenrauchern zu lesen war. Es war beruflich bedingt, dass ich knapp 10 Jahre später wieder auf Zigaretten umgestiegen bin. In dieser Zeit wurde mein Blutdruck bei jedem Arztbesuch gemessen, doch es gab keine Veränderung, er war und bleib zu niedrig, was aber mit keinerlei Beschwerden verbunden war.

Ich hab keine Ahnung, wie mein Blutdruck heute aussieht, zuletzt wurde er 2014 gemessen und ich habe nicht nach den Werten gefragt. Wenn ich also die Auffassung des Deutschen Krebsforschungszentrums ernst nehmen würde, wäre es für mich vermutlich sehr gefährlich, mit dem Rauchen aufzuhören, weil dann ein zu niedriger Blutdruck noch weiter abgesenkt würde, was sicherlich nicht ohne negative Folgen bleiben würde.

Aber unsere Ärzte können ja offensichtlich bis auf die letzte Person genau definieren, welche Folgen das rauchen hat. Ich führe daher mal 3 Zeitungsartikel verschiedener Gazetten an, die über Sterbefälle berichten, die nicht vom rauchen herrühren, sondern von Behandlungsfehlern (Frankfurter Rundschau) aufgrund der Privatisierung(2) und von Krankenhaustoten dank mangelnder Hygiene(3) (Stuttgarter Zeitung) und zum Schluss noch die FAZ(4), weil diese anführt, wie schwankend die vermeldeten Zahlen dazu sind.

Ich finde es schon merkwürdig, dass man bei den Toten aufgrund der Rauchgewohnheiten seitens der Todeszahlen mit derart genauen Zahlen aufwartet, das aber bei den Sterbefällen wegen Pfusch in den Krankenhäusern nicht hinbekommt und auch bei den Sterbefällen aufgrund von Krankenhauskeimen mit deutlich schwankenden Zahlen aufwartet. Und wenn nun die WHO und die Ärzteschaft den Rauchern alles Übel der Welt anzuhängen versucht, kann ich mir eine kleine Retourkutsche nicht verkneifen indem ich die Frage aufwerfe, wie hoch die Zahl der bewusst verschwiegenen Todesfälle aus den vorgenannten Gründen wirklich ist und ob nicht ein ziemlich großer Teil der vertuschten Fälle einfach als Tote dank Rauchens deklariert werden.

Um nicht falsch verstanden zu werden, wenn ich Beschwerden habe, die ich nicht mit Hausmitteln aus der Welt schaffen kann, gehe ich zum Arzt und wenn der mir erklärt, dass ich für die Gesundung mich im Krankenhaus einer Operation unterziehen muss, dann gehe ich ins Krankenhaus und mache mir keine Gedanken darüber, ob die Operation evtl. schief läuft. Ich weiß, das kann passieren, ist aber trotz der genannten hohen Zahlen eher selten der Fall. Ich denke, wenn ich mich in den Straßenverkehr begebe, ist das gefährlicher, als wenn ich mich in die Hände eines Teams aus Ärzten begebe, die mich operieren. Allerdings gehe ich nur zum Arzt, wenn ich Beschwerden habe, die ich nicht selbst kurieren oder zuordnen kann. Und damit, so denke ich, bin ich in meinem Leben bisher gut gefahren.

Lese ich dann aber Berichte wie die über die Tödlichkeit des Rauchens und die angeblich genau bezifferten Todesfälle, Folgekrankheiten etc., dann macht mich das wütend, denn es gibt noch massenhaft Krankheiten, deren eigentliche Auslöser auch den Ärzten und Forschungseinrichtungen unbekannt sind, z. B. Krebs, Alzheimer usw. und schon immer werden dann als Auslöser Ursachen benannt wie der Nikotinverbrauch, weil das mal irgendwelche Forschungseinrichtungen angeblich herausgefunden und darüber Studien verfasst haben. Aber wo bleiben eigentlich die Studien von Forschungseinrichtungen, die sich wirklich ehrlich mit den Lebensmittelzusatzstoffen befassen, ganz zu schweigen, von den Wechselwirkungen, die entstehen können, wenn in einem Produkt gleich mehrere Zusatzstoffe enthalten sind?

Aber es gab Studien, die den Genuss von Eiern schädlich fanden und nun gibt es neue Studien, dass Eier gesund sind. So war es auch beim Kaffee und etlichen anderen Dingen. Aber Studien dienen den meisten Herausgebern vor allem dazu, Geld locker zu machen und wenn z. B. Monsanto großzügig zahlt, dann werden plötzlich genetisch veränderte Lebensmittel oder sonstige genetisch veränderte Pflanzen (z. B. Baumwolle) mit positiven Studien bedacht. Und für mich ist die WHO eine US-Einrichtung, die Kampagnen initiiert und dabei gefälschte Statistiken und unsinnige Hochrechnungen verwendet. Ich habe keine Ahnung, welchem Zweck die Antiraucherkampagnen wirklich dienen, habe aber starke Zweifel, dass sie der Volksgesundheit gelten. Ich denke, der Abwurf einer Uranummantelten Bombe ist tödlicher und Krankheiten erzeugender, als 1 Million Zigaretten. Aber solche Vergleiche sind bei Nichtrauchern vermutlich verpönt.

Fußnoten

(1) Zigaretten So stark profitiert der Körper vom Rauchstopp Spiegel v. 28.05.2018
(2) Hohe Dunkelziffer - Tausende Patienten Opfer von Behandlungsfehlern FR v. 04.04.2018
(3) Krankenhauskeime - Mehr Tote durch Keime als durch Verkehrsunfälle Stuttgarter Zeitung v. 10.11.2017
(4) FAZ v. 20..11.2014