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Erstelldatum:24.01.2018

Sexismus-Debatte

Aus Hollywood, der westlichen Traumfabrik, ist eine Welle nach Europa gelangt, die Sexismus-Welle, unter dem Motto: "MeToo". Frauen erinnern sich medienwirksam, dass bestimmte Personen des Show-Business sie sexistisch belästigt haben. Und diese Welle führt zur Verallgemeinerung der Praktiken der "widerlichen Kerle". Eigentlich wollte ich dazu nichts schreiben, weil ich dachte, diese Welle ebbt schnell wieder ab, doch offenbar soll sie am köcheln gehalten werden, denn RP-Online(1) erinnert unter dem Titel "Fünf Jahre nach dem #Aufschrei über Sexismus in Deutschland" an eine ähnliche, aber wesentlich kleinere Welle, die vor 5 Jahren (einzelne) Gemüter erregte. Damals habe ich über die in der RP-Online angeführten Geschichte meine Meinung(2) geäußert und an dieser Meinung hat sich nichts geändert, außer dem Personenkreis.

Doch halten wir zunächst fest, dass für diese übliche Verallgemeinerung, wie sie nun erneut vonstattenging, eigentlich nur ein Platz geeignet ist: "Die Mülltonne"! Ich möchte gar nicht wissen, wie viele so genannte Sternchen zu allen "Opfern" bereit waren, incl. körperlichem Einsatz, um eine Rolle mit der Aussicht, in die Riege der Stars aufzusteigen, zu bekommen. Wenn sie sich dann Jahre später "erinnern", dass sich die männlichen Filmgrößen an ihnen auf die eine oder andere Weise vergriffen haben, gehe ich eher davon aus, dass es mit dem Aufstieg zum Star zumindest da noch nicht geklappt hat. Weiterhin gehe ich davon aus, dass die Flüsterpropaganda an den Filmsets ganz sicher darüber informierte, um was es bei den Besuchen bei den Herren im Hotelzimmer wirklich ging.

Doch diese "Eigenheiten" in diesem Milieu auf die Allgemeinheit zu übertragen, ist mehr als dreist. Es ist eine der üblichen Diffamierungen aus dem Kreis der Gender-Aktivisten, den Mann zum Täter gegen die ach so "unschuldigen Frauen" zu stempeln.

Ja, es gibt sexistische Ausfälle, aber bleiben die wirklich auf die Männer beschränkt? Ist es nicht eine sexistische und herabwürdigende Darstellung, wenn immer wieder in Film und Presse seitens der Weiblichkeit behauptet wird, Männer könnten im Gegensatz zu den Frauen nicht 2 Dinge auf einmal tun? Auf welchem Stand stünde die Menschheit heute, wenn da was dran wäre? Auch die ständig angeführte Floskel "Männer wollen nur das eine" ist so dämlich und abgedroschen, das es fast schon weh tut, denn Frauen wollen "das Eine" doch in gleichem Maße. Das ist ein genetisches Programm, gegen das alle Gruppen incl. der Schwulen und Lesben machtlos sind. Wie viele Filme habe ich schon gesehen, in denen Freundinnen sich unterhalten und die eine der anderen rät, endlich mal wieder Sex zu haben?

Und es gibt seitens der Frauen sexistische Auswüchse, die weitaus gravierender sind, als eine Hand auf dem Knie oder eine vielleicht primitive Anmache. Es gibt keine Statistik, die Zahlen liefert, wie viele Frauen ihrem Mann ein oder sogar mehrere Kinder untergeschoben haben, die nach außerehelichem Sex entstanden.

Davon, welche Mühe Frauen dafür aufwenden, "sexy" zu wirken, will ich erst gar nicht reden. Der zu tiefe Ausschnitt, die durchsichtige Bluse, der zu kurze Rock, der Tanga in der Badeanstalt, der quasi nichts mehr verhüllt, wofür das alles? Wenn ich durch eine Einkaufsstraße gehe, sehe ich mir die Auslagen in den Schaufenstern an und wenn ich Frauen in gewagter Kleidung sehe, schaue ich hin, denn darauf sind wir Männer programmiert. Und ja, nicht alle Männer sind fähig, eine Anmache so geschickt zu machen, dass die Frau sich dadurch eher geschmeichelt als belästigt fühlt und wenn sie sich belästigt fühlt, reicht fast immer eine laut geäußerte Abwehr, um den Betroffenen zu verscheuchen und in seine Schranken zu verweisen.

Und ja, Frauen können fast alles, was Männer können. Aber es waren nicht die Männer, die das über die Jahrhunderte verhindert haben, sondern immer die, die geherrscht haben und darunter waren durchaus auch Frauen. Es waren vor allem Frauen der Herrschenden, die die als Gesinde bezeichneten Hausangestellten ausgebeutet haben. Und es gab sie immer, die Frauen, von denen man umgangssprachlich sagte, dass sie zuhause die Hosen anhatten. Unterdrückung war zu allen Zeiten vor allem eine gesellschaftliche Angelegenheit, daran hat sich bis heute nichts geändert. Und dazu zähle ich auch die kleinsten gesellschaftlichen Gruppen, die Familien. Doch auch dort ist die Dominanz nicht nur bei den Männern und jeder Mann und jede Frau hat es selbst in der Hand, ob er oder sie es zulässt, dominiert zu werden.

Schuldzuweisungen an vergangene Ereignisse sind sinnlos, denn die Entwicklung hat immer zu Auswüchsen geführt, wenn die Gesellschaft als Ganzes nichts dagegen unternommen hat. Deutschland hat solche Auswüchse im zweiten Weltkrieg zugelassen, doch schaut man sich die anderen Staaten an, haben sie alle ihre dunklen Flecken. Und immer geht es dabei um Macht und die ist immer in den Händen Einzelner.

Schaue ich nach Schweden und einem in der Presse verkündeten Vorhaben der rot-grünen Regierung(3) dort, kann ich den schwedischen Männern nur raten, sich einen Abrissblock drucken zu lassen, in dem sie alle Einzelheiten vor jedem sexuellen Kontakt mit einer Frau anführen und vorher unterschreiben lassen. Doch was macht nun Inga Lindström? Sie muss nun ihre ausschließlich in Schweden handelnden Liebesfilme wohl gewaltig umgestalten.

Ich glaube, dass solche Themen von den wirklichen Problemen ablenken sollen, z. B. von dem wachsenden Reichtum der so genannten Superreichen (siehe aktuelle Oxfam-Studie vor dem Gipfel in Davos) oder auch von dem "harten Ringen" um eine erneute Große Koalition, eine pressewirksame Show-Veranstaltung. Sie soll ablenken von den wirklichen Problemen, z. B. den erneuten Kriegshandlungen in Syrien, dieses Mal seitens der Türkei, aber auch von der vergangenen aktiven Mitwirkung der Deutschen an dem geplanten Regime-Change in Syrien, ein völkerrechtswidriger Vorgang von Politikern, die anderen gerne völkerrechtswidrige Handlungen unterstellen, aber selbst das Völkerrecht brechen.

Fußnoten

(1) Fünf Jahre nach dem #Aufschrei über Sexismus in Deutschland RP-Online v. 23,01,2018
(2) Sexismus Flegel-g.de v. 27.01.2013
(3) Neues Vergewaltigungs-Gesetz: Schweden müssen sich vor Sex Genehmigung einholen Focus v. 20.12.2017