Navigation aus    Navigation an
Erstelldatum: 02.10.2016

Gender, ein Konzept des Wahnsinns?

Gender wurde in den Rang einer Wissenschaft gehoben, aus meiner Sicht zu Unrecht, denn es ist keine Wissenschaft, sondern eine einseitig dominierte Rollenverteilung der Geschlechter, die eine Gleichstellung der Geschlechter eher verhindert, weil sie überproportional auf geschlechtlichen Sonderfällen basiert, wie Transsexualität und Homosexualität. Schlimmer noch, diese angebliche Wissenschaft versucht, die naturgegebenen körperlichen Unterschiede der Geschlechter als irrelevant hinzustellen(1).

Schon an dieser Stelle werde ich wohl mit erheblichem Widerspruch zu rechnen haben, weil ich diese Geschlechterrollen als Sonderfälle bezeichne. Doch aus Sicht der natürlichen Vorgaben aller Lebewesen sind es Sonderfälle, weil die Natur bei allen Lebewesen, also Flora und Fauna den Schwerpunkt ausschließlich auf die Erhaltung der Art gelegt hat. Nun stellt sich natürlich schon hier die Frage, wie denn meine Einstellung zu Schwulen, Lesben, Transsexuellen usw. ist. Ich könnte lügen und behaupten, ich hätte persönlich keine Probleme damit. Fakt ist aber, dass ich ein ambivalentes Verhältnis in dieser Frage habe. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, als der 175 die Homosexualität noch unter Strafe stellte und von der Rechtsprechung auch angewendet wurde. Es folgte eine Zeit, in der er noch im Gesetzbuch stand, aber nicht mehr (vollumfänglich) angewendet wurde und erst 1994 (nach dem Beitritt der Länder der DDR zur BRD) wurde er ersatzlos gestrichen. Der Hinweis auf die so genannte Wiedervereinigung ist dabei wichtig, denn die DDR hatte diesen Paragraphen schon erheblich früher gestrichen und im 2+4-Vertrag wurde dieser Paragraph explizit von der westlichen Rechtsprechung ausgenommen, obwohl ansonsten mit dem Beitritt auch das StGB für die Ex-DDR-Länder gültig wurde.

Wenn ich nun sage, dass ich ein ambivalentes Verhältnis zu Fragen einer anderen sexuellen als der heterogenen habe, liegt das daran, dass ich sie nicht verstehe und ich denke, dass geht auch heute noch vielen Heteros so. Dabei gehe ich davon aus, dass auch Homosexuelle nicht wirklich verstehen, was in den Hirnen von Heteros abläuft. Und hier ist aus meiner Sicht auch der Wahnsinn der Gender-Philosophie. Sexualität ist eine Sache der Empfindungen, Empfindungen, die uns die Wissenschaft so gerne mit dem Ausstoß verschiedener chemischer Substanzen erklärt, aber bisher nicht wirklich erklären kann, welche Auslöser im Gehirn für diesen Ausstoß verantwortlich sind. Am Beispiel Hetero ist z.B. die Frage, warum bei dem Mann nicht jede Frau ein sexuelles Verlangen auslöst und manche schon beim ersten Anblick. Im umgekehrten Fall wird gerne erklärt, dass dabei vor allem Pheromone eine entscheidende Rolle spielen. Ich frage mich allerdings, ob diese Pheromone bei der überproportionalen Anwendung künstlicher Duftstoffe bei Männlein und Weiblein überhaupt noch wahrnehmbar sind. Das nicht begreifen, was und unter welchen Umständen der sexuelle Trieb egal welcher Ausrichtung ausgelöst wird, ist der Grund für Verständnislosigkeit gegenüber anderer Geschlechtsorientierung. Man kann sie akzeptieren, aber nicht wirklich begreifen.

Aus meiner Sicht sind es vor allem die Grünen, aber verstärkt auch die Linken, die sich dieser "Pseudowissenschaft" zugewendet haben. Und die Schwarzen und die Sozis sind auf diesen Zug aufgesprungen, weil das Thema schließlich bei Koalitionsverhandlungen eine erhebliche Rolle spielen kann.

Warum greife ich nun das Thema auf? Nun, es ist nicht das erste Mal, dass ich auf Aktivitäten von Gender-Aktivisten hinweise, die mir persönlich gegen den Strich gehen, vor allem deshalb, weil sie mit gesellschaftlichen Konsequenzen verbunden sind, die ich als schädlich empfinde. Schon 2014 machte die GEW BW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) mit einem Pamphlet auf sich aufmerksam, Gender-Themen in die Schulen zu bringen, ein Thema, dass Aufsehen und vor allem viel Widerspruch hervorbrachte. Das Pamphlet war von lesbischen Gewerkschafterinnen aufgestellt worden und nannte sich "Lesbische und schwule Lebensweisen - ein Thema für die Schule". Ich weiß nicht, ob es im Netz noch zu finden ist und hatte auch keine Lust, lange zu suchen, schließlich habe ich es noch als PDF-File(2).

Nun will ich kein altes Thema aufwärmen, sondern auf die Landesregierung in Hessen aufmerksam machen; die einen L E H R P L A N SEXUALERZIEHUNG(3) herausgebracht hat, der nicht nur diese Thematik bereits ab dem ersten Grundschuljahr verpflichtend einführen will, sondern eine zusätzliche Komponente enthält, die Eltern als Erziehungsberechtigten die Möglichkeiten nimmt, ihre Kinder von diesen Lehrinhalten zu suspendieren. Ob das mit dem Grundgesetz vereinbar ist, wage ich zu bezweifeln. Aber mit fehlt es auch am Vertrauen in das BVerfG, ein Urteil im Sinne der Eltern und der wörtlichen Aussage des GG zu fällen, weil das BVerfG nur zu gerne im Sinne der Politik urteilt und dabei ausgesprochen flexibel in der Auslegung der GG-Artikel ist. Da Hessen eine eigene Landes-Verfassung hat, wäre dieses vermutlich dafür zuständig und müsste entscheiden, ob das Vorhaben der Hessischen Landesregierung mit dem GG vereinbar wäre. Inwieweit dann die Entscheidung des zuständigen Gerichts in Hessen nach vor dem BVerfG anfechtbar wäre, kann ich nicht beurteilen.

Warum rege ich mich über dieses Vorhaben auf, obwohl es für mich keinerlei Änderungen bedeutet? Das ist wohl ein generelles Problem in Deutschland. Man regt sich auf, wenn man von einer Regelung betroffen ist, aber viele lässt es kalt, wenn etwas sie nicht persönlich betrifft. Diese Gleichgültigkeit seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts hat sicherlich mit dazu geführt, dass unsere Politik längst jegliche Beziehung zur Bevölkerung verloren hat. Otto Normalverbraucher grummelt vielleicht ein wenig, aber wird selten laut. Ein verhängnisvoller Fehler. Das die unter der CDU geführte Landespolitik eine solche Regelung verabschiedet, wundert mich weniger, denn das "C" vor "du" hat schon lange keine Bedeutung mehr für diese Partei und ihre Schwester.

Was habe ich an diesem Vorhaben auszusetzen? Ich habe mein ambivalentes Verständnis zur Schwulen- und Lesben-Szene erklärt, aber wie verhält es sich umgekehrt, vor allem, wenn Lehrkräfte einen solchen Unterrichtsstoff vermitteln sollen? Kann ein Schwuler sich in die Gefühlswelt von Heteros oder Lesben überhaupt einfühlen, oder bleibt ihm lediglich das, was man in der Literatur zu dem Thema findet? Gleiches gilt für Lesben, Heteros beiden Geschlechts oder Transsexuellen. Doch es geht noch weiter. Kann man z. B. von Lehrkräften, die einer völlig anderen Glaubensgemeinschaft angehören (bspw. dem Islam), überhaupt verlangen, dass sie Lehrinhalte vermitteln, die völlig konträr zu ihren religiösen Überzeugungen und ihrer Glaubenslehre stehen? Oder will man mit diesem Vorhaben gar das Lehrpersonal "eindeutschen"?

Davon abgesehen ignoriert man einen Punkt völlig, die Fragen der Kinder. Kinder werden Fragen aufwerfen, für die die Literatur keine Antworten weiß, sie werden Dinge fragen, die jede Lehrkraft überfordern, selbst dann, wenn die Frage die eigene sexuelle Präferenz der Lehrkraft betrifft.

Und ich stelle mir noch eine Frage, ob damit sexuellen Übergriffen von Lehrkräften bei den Schülern nicht Vorschub geleistet wird. Ich betone ausdrücklich "Lehrkräfte", denn auch wenn über Verfehlungen von Lehrerinnen fast nichts bekannt ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sie gibt, denn ich glaube nicht, dass es nur Männer sind, die die Naivität und das Vertrauen von Kindern ausnutzen. Und wann dann die ersten Forderungen nach praktischen Übungen kommen, steht in den Sternen, aber kommen wird es, schließlich reicht rein theoretische Arbeit hier nicht aus.

Es gibt Dinge, die jeder für sich entscheiden muss und da steht für mich die Selbstfindung an Stelle 1. Diesen Selbstfindungsprozess darf, soll und kann die Schule bei sexualen Themen nicht beeinflussen. Sie soll Wissen vermitteln und versagt bereits dabei schmählich. Doch wenn die Gender-Entwicklung nicht endlich als reine Scharlatanerie entlarvt wird, werden wir dahin kommen, dass demnächst auch Quotenregelungen für Homosexuelle eingeführt werden und für mich ist jede Quotenregelung eine falsche Regelung, denn seinen Platz im Leben muss sich jeder selbst erarbeiten und nicht dank Quote zugewiesen bekommen.

Für mich ist die Gender-Thematik keine Wissenschaft, sondern Hokuspokus, von Feministen erfunden, und absolut kein Zeichen von Emanzipation. Feministen sind in meinen Augen Feinde der Emanzipation, denn sie streben eine ihnen nicht zustehende gesellschaftliche Dominanz an und Gender ist ein Thema, das verdächtig an die Lehren der Scientology erinnert, die auch behaupten, ihre Lehre beruhe auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fakten.

Doch noch ein anderes Thema. Da wurden in der letzten Woche wieder verzweifelt klingende Beiträge in der Presse zum Thema Brexit geäußert. Auch die Tagesschau(4) (sie wissen schon, das ist die Sendung im Fernsehen, die uns in 15 Minuten die Welt erklärt, nicht wie sie ist, sondern wie wir sie gefälligst wahrnehmen sollen) berichtete auf ihrer Webseite zu diesem Thema. Sehen wir mal vom "bla bla" der Tagesschau ab, war für mich zumindest ein Satz dabei, der wirklich der Aufmerksamkeit bedurft hätte, doch bei all den Kommentaren habe ich keinen gefunden, der auf diesen Satz reagiert hätte. Bei der Suche nach Reaktionen bin ich auf dem Weltenbummler-Blog(5) gestoßen, auf dem sich der Autor Till sehr elegisch über die dummen Briten ausließ. Wie konnten sie nur aus dieser herrlichen EU austreten.

Nun, mir ging das Geschreibsel richtig auf den Wecker und ich habe einen Beitrag im Kommentarbereich des Blogs verfasst, der aber bisher noch nicht freigeschaltet ist.

Meine Meinung zum Blogbeitrag von "Till":

    Zuvorderst habe ich den Netzbeitrag zum Brexit bei der ARD(4) und die dort gemachten Kommentare gelesen.

    Nachdem ich dann die Kommentare (bei der ARD) gelesen habe, kann ich nur staunen, was die Leser so alles wissen. Nur einen entscheidenden Satz kommentierte niemand: "Ein Großbritannien, das weltweit bilaterale Freihandelsverträge anstrebt mit China und den USA, mit Australien, Neuseeland und Singapur - und natürlich mit der EU."

    Bilaterale Handelsverträge?? Folglich will sich GB mit dem Brexit vor allem vor CETA und TTIP schützen, "Freihandelsverträgen", mit denen Konzernen Staatsmacht verliehen wird, weil diese Verträge nicht bilateral, sondern supranational aufgestellt sind und mit ISDS ein eigenes Rechtssystem bekommen. Doch auf diesen Unterschied verweisen keine Politiker und auch Fernsehen und Presse hüllen sich darüber in Schweigen, wobei ich mir die Frage stelle, ob eigentlich die Fraktionen des Bundestages und die Abgeordneten der EU sich alle dieser Unterschiede bewusst sind.

    Niemand hat was gegen Freihandelsverträge, wohl aber gegen Verträge, mit denen Konzerne Staaten knebeln können, mit denen sie am staatlichen Rechtssystem vorbei ihre Forderungen durchsetzen und damit Gesetze zum Schutz der Bürger aushebeln können. NAFTA ist da ein probates Beispiel.

    Eines der Hauptargumente der Verfechter von TTIP und CETA ist immer der Investitionsschutz. Klauseln dieser Art wurden in der Vergangenheit bei Abkommen mit unsicheren Drittweltstaaten beschlossen. Doch selbst da frage ich mich, was das soll.

    Einer Investition gehen in der Regel Überlegungen voraus, ob mit der Investition auch Gewinne erzielt werden können. In diese Überlegungen müssen aber auch die rechtlichen Voraussetzungen einfließen. Dennoch ist JEDE Investition zunächst ein Risiko, ob das Produkt auch von den Konsumenten angenommen wird. Wenn ich einen Lottoschein ausfülle und ihn auch abgebe, investiere ich Geld in der Hoffnung auf einen Profit. Stellt der sich nicht ein, war meine Investition ein Fehlschlag (Dennoch kann ich die Lottogesellschaft nicht verklagen, weil sie andere als meine Zahlen gezogen hat). Bei wirtschaftlichen Investitionen ist die Wahrscheinlichkeit eines "absoluten" Fehlschlags wesentlich geringer, wenn alle rechtlichen Voraussetzungen eingehalten wurden. Dennoch kann ein Unternehmen mit seiner Einschätzung danebenliegen, hat also eine Fehlinvestition betrieben. Doch das ist das Unternehmerrisiko und nicht das der Bevölkerung des Staates, in dem das Unternehmen investiert hat. Doch davor sollen TTIP, CETA usw. die großen Konzerne bewahren, indem sie dann den Staat verklagen und dank eines jeglicher rechtlichen Basis baren Systems wie ISDS auch noch Recht zu bekommen. Zahlen werden dann, wie immer, die Bürger.

    Und noch ein Hinweis. Das großartige "Friedensprojekt" EU hat etliche Lecks. Oder hat man die NATO, den Kosovo, Afghanistan, den Irak und nun Syrien vergessen? Man hat den Krieg zu einem Exportartikel gemacht und die Friedensinitiativen der EU halten sich in engen Grenzen.

    Sorry, aber Ihre Sicht auf die EU ist die eher eingeschränkte Sicht eines Menschen, der offenbar von der EU profitiert. Doch das tun nur wenige der mehr als 500 Millionen "EU-Bürger". Mit der Demokratie ist es in der EU nicht weit her. Es gibt zwar ein "gewähltes Parlament", doch lassen wir die stark eingeschränkten Rechte dieses Parlaments (kein Initiativrecht, teilweise kein Abstimmungs- sondern reduziert auf ein Anhörungsrecht) mal außen vor, ist schon die EU-Wahl ein geschicktes Täuschungsmanöver, denn ich kann nicht die Abgeordneten wählen, sondern ausschließlich die Abgeordneten meines Landes. Wer ansonsten in dieses Parlament einzieht, darauf habe ich keine Einflussmöglichkeit. Das ist Scheindemokratie allererster Güte.

    Sie erinnern sich an die Agenda 2010, die Deutschland zum Niedriglohnland der EU gemacht hat? Sie war eine Folge der Lissabon-Agenda 2010, mit der die EU bis 2010 zur stärksten Wirtschaftsmacht der Welt werden sollte. Die EU-Bürger spielten in diesem Konzept keine Rolle, sondern nur die Wirtschaft.

    Was ist mit dem Euro? Eine glanzvolle Fehlleistung, denn wo weder die Wirtschaft noch die die Finanz-Wirtschaft einheitlich gehandhabt werden, ist eine Einheitswährung zum Scheitern verurteilt, weil dank der EZB (dazu noch mit einem Goldmann-Sachs-Banker an der Spitze) als Notenbank damit allen Euro-Staaten die Möglichkeit genommen wird, individuell auf Währungsschwankungen zu reagieren.

Wie bereits erwähnt, ist mein Kommentar nicht freigeschaltet und ich habe in einem 2. Kommentar darauf reagiert. Doch als ich diesen Kommentar dann abgeschickt hatte, wurde mein 1. Kommentar als noch auf die Freischaltung wartend angezeigt. Eigentlich ist es mir auch egal, denn nun habe ich es ja auf meiner Seite niedergeschrieben.

Inzwischen habe ich auch die Übersetzung des Kürzels "ISDS" gefunden. An sich müsste das erste S und das D kleingeschrieben werden, den die (etwas freie) Übersetzung lautet: "Ich schere dumme Schafe". Aber vielleicht wird es auch großgeschrieben, weil es eine staatlich geförderte Massen-Schur sehr Dummer Schafe ist.

Fußnoten

(1) eine wissenschaftliche Meinung Gender-Maintreaming.dissens-e-v.pdf
(2) Lesbische und schwule Lebensweisen GEW
(3) Hessischer Lehrplan für die Sexualerziehung Hessischer Lehrplan
(4) Die Angst der EU vor dem harten Brexit ARD
(5) Till zum Brexit auf dem weltenbummlerblog