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Erstelldatum: 01.04.2016

Modifikationspresse

Eigentlich müsste man ja jeden Artikel der deutschen Presse kommentieren, der sich mit globalen Themen befasst, doch das übersteigt nicht nur meine Möglichkeiten, sondern würde sich auch in ständigen Wiederholungen äußern.

Andererseits gibt es Wahrheiten, die ständig wiederholt werden müssten, so wie auch die Presse sich bei vielen Themen in mehr oder minder gleichlautenden Aussagen wiederholt. Das Thema Assad in Aussagen über Syrien(1) und die dortigen "Kämpfe" gehört dazu.

Im heutigen Tagesspiegel(2) (01.04. 2016) hat mich ein Artikel mal wieder richtig verärgert, obwohl er eigentlich nur eine Wiederholung in einer neuen Facette ist. Dabei kommt einem dann schon mal wieder der inzwischen verpönte Begriff "Lügenpresse" in den Sinn, den ich aber lieber nicht nutzen, sondern stattdessen lieber von einer Modifikationspresse reden möchte, was aus meiner Sicht auch stimmiger ist, weil mit solchen Berichten die Wahrheit im Sinne politischer Ansprüche "modifiziert" wird und das sicherlich nicht nur bei rein politischen Themen.

Im Tagesspiegel habe ich dann 2 Kommentare platziert, die im Grunde auch nur Wiederholungen dessen sind, was ich in anderen Berichten bereits ausgesagt habe.

Der erste Kommentar:

    Erst denken, dann schreiben

    Mal ein kleiner Hinweis an den Autor. Wenn die deutsche Presse den Moralapostel spielt, steht ihr das schlecht zu Gesicht. Deutschland ist mit Ramstein Teil einer Mörderbande, die permanent gegen die Menschenrechte, das Völkerrecht, den Lissabonvertrag und das Grundgesetz verstößt.

    Die Drohnenaktivitäten der USA sind durch kein Rechtssystem der Welt zu legalisieren und Deutschland kann sich auch nicht herausreden, Ramstein sei per Vertrag territoriales US-Gebiet, denn die Aktivitäten der USA in Ramstein machen jeden solcher Verträge nichtig.

    Noch ein kleiner Hinweis. Die "Fassbomben", die Assad eingesetzt haben soll, sind eine Erfindung der USA, die erstmalig in Vietnam eingesetzt wurden. Der Hinweis auf die von Assad eingesetzten Fassbomben kam von der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die oft bei Berichten über Syrien von Amnestie International als Quelle angegeben wird. Es lohnt, sich darüber bei Wikipedia zu informieren.

    Noch ein Hinweis, Assad ist ein gewählter Präsident und es liegt an den Syrern, ihn abzuwählen, nicht an den USA und schon gar nicht an uns. Dazu eine Stimme aus dem Vatikan:

    "Für uns", so Bischof Abou Khazen, "wäre dies ein Traum. Leider wissen wir nicht, was die dschihadistischen Gruppen tun. Wir wissen, dass es sich größtenteils um ausländischen Kämpfer handelt: Wer hat das Kommando über sie? Wem gehorchen sie? Werden sie sich der Feuerpause anschließen?".

    Der Apostolische Vikar von Aleppo erläutert abschließend die aktuelle Lage:

    "Die syrische Arme ist mit Unterstützung der Russen auf dem Vormarsch und in den befreiten Teilen der Stadt gibt es wieder Wasser und Strom. Die Schulen werden wieder geöffnet. An vielen Orten finden Initiativen der Aussöhnung mit den Syrern statt, die sich den Rebellen angeschlossen hatten.

    Die kämpfenden Gruppen werden aus dem Ausland kontrolliert und diese leisten weiterhin Widerstand. Unter der Bevölkerung überwiegt unterdessen die Zustimmung zum Vorgehen Russlands".

    (GV) (Fides 12/2/2016)

Dem Kommentar habe ich dann, als ich einige andere Leserkommentare gelesen hatte, einen weiteren Kommentar hinzugefügt. Dabei hat mich angenehm überrascht, dass etliche Leser mit den inhaltlichen Aussagen im Artikel des Tagesspiegel ebenso wenig wie ich konform gingen. Ich werte das als Zeichen, dass es die "Modifikationspresse" inzwischen auch nicht mehr so leicht hat, wie mitunter angenommen wird.

Mein 2. Kommentar:

    Immer die böse USA?

    Ja, ganz sicher

    Ich empfehle mal das Video auf YouTube von Wesley Clark (ehemaliger Oberbefehlshaber der Nato, u. a. im Kosovo-Krieg) anzusehen, welches nicht nur seine Aussagen, sondern auch eine von Obama und besonders interessant, die von Georg Friedmann, Gründer der Stratfor über den Anspruch und die Aktivitäten der USA, die er in einer Rede vor dem Council on Forgeign Relations Chicago gehalten hat.

    Text

    Noch ein Auszug aus einer Analyse der AG Friedensforschung zu den Standards in Libyen, als noch Gaddafi das Sagen hatte:

    In seinem Beitrag über die Sozialstruktur und soziale Entwicklung Libyens schreibt der Mitarbeiter des Deutschen Orient-Instituts Hanspeter Mattes schon 1992: "Libyen ist das nordafrikanische Land mit dem geringsten Wohlstandsgefälle und, abgesehen von der weißen Minderheit in Südafrika, das Land mit dem höchsten Lebensstandard in Afrika. Es nimmt hinter den Golfstaaten auf der UNDP-Skala des Human Development Index einen arabisch-afrikanischen Spitzenplatz ein. Die Einkommensverteilung wurde durch die seit 1969 ergriffenen sozialpolitischen Maßnahmen (Subventionierung der Grundnahrungsmittel, von Strom, Benzin und Gas, Wohnungsbauprogramme, Erhöhung der Mindestlöhne, seit 1973 Beteiligung der Arbeitnehmer an den Unternehmensgewinnen) nivelliert. Libyen ist mit Tunesien der Maghrebstaat mit der höchsten Einschulungsrate und das medizinisch am besten versorgte Land. Die Analphabetenrate konnte von 78 Prozent (1966) auf unter 40 Prozent (1990) gesenkt werden." (Mattes, S. 230 f). Die Zahl der Studenten verzehnfachte sich von 1970 bis 1990. Die Medikamentenabgabe erfolgt kostenlos. Mattes schreibt 1992 von einer "im internationalen Vergleich hervorragende(n) Sozialversicherung". (Mattes, S. 232)
    Komisch, so was konnte man in der deutschen Presse nur selten lesen.

Nun ist ja der BND (Bundesnachrichtendienst) 60 Jahre alt geworden, ein Umstand, der in der Presse natürlich gewürdigt werden muss und eine sich ständig wiederholende Aussage des BND-Chefs Gerhard Schindler als Titel trägt und so auch bei Heise(3) mit den Worten: - "BND-Chef für mehr Geheimdienstkooperation gegen den Terror" - überschrieben ist. Auch hier konnte ich mir einen Kommentar nicht verkneifen und auch hier haben mit etliche Kommentar positiv überrascht. Mein Kommentar ist auch wieder nur eine Wiederholung von Aussagen, die ich in ähnlicher Form auch in vergangenen Beiträgen bereits gemacht habe. Aber vielleicht verirren sich ja auch neue Leser auf meine Seite oder "Gelegenheitsleser" verirren sich gerade heute mal wieder auf meine Seite.

Mein Kommentar:

    Vertrauensvoll??

    Vertrauensvolle Zusammenarbeit? Das ist eigentlich starker Tobak, denn, soweit ich das sehe, vertrauen Geheimdienstmitarbeiter nicht einmal den neben ihnen sitzenden Kollegen. Dennoch könnte es teilweise stimmen, wenn meine Theorie stimmt und davon gehe ich aus.

    Meine Theorie ist, dass BND, BfV und MAD nur nebenberuflich für Deutschland arbeiten, weil sie als trojanisches Pferd von den USA aufgebaut und dann an uns übergeben wurden. Dabei gehe ich davon nicht nur deshalb aus, weil die USA nie etwas ohne Hintergedanken schenken (auch der Marshallplan war vor allem im Interesse der USA, nicht nur zur Belebung der US-Außenwirtschaft, sondern vor allem wegen der Schaufensterfunktion Westdeutschlands im kalten Krieg), sondern auch deshalb, weil diese Geheimdienste mit hochrangigen Nazi-Größen besetzt waren, die u. a. bereits direkt nach WKII für die CIA tätig waren (Kommando Gehlen).

    Die wirkliche Affinität der USA zu den Nazis kann man erahnen, wenn man die Berichte über die Rattenlinie bei Wikipedia studiert und sich über die lange Zusammenarbeit amerikanischer Großkonzerne mit deutschen Konzernen der Nazi-Ära (z. B. die Standard Oil mit den IG-Farben und ähnlichen Unternehmen) informiert.

    Natürlich meine ich mit USA nicht die Bevölkerung allgemein, denn die wird, ähnlich wie bei uns, möglichst dumm gehalten.

Aus den Aussagen Schindlers entnehme ich schon einige merkwürdige Details. So verträgt sich eine "Kooperation mit anderen Diensten, mit denen der BND "vertrauensvoll seit Jahren zusammenarbeitet" nicht wirklich mit den Aufgaben von Geheimdiensten, denn wie schon der Name besagt, sollen bestimmte Erkenntnisse "geheim" bleiben (was eine "vertrauensvolle Zusammenarbeit mit anderen Diensten schon ad absurdum führt) , aber dem Sinn nach nicht vor der eigenen Regierung. Doch das funktioniert beim BND offenbar genau entgegengesetzt. Bei Befragungen vor den entsprechenden Gremien des Bundestages wurden viele Dinge als streng geheim erklärt, Dokument-Passagen geschwärzt und so durften also diese Gremien nicht wirklich was erfahren, stattdessen werden aber dank Kooperative mit anderen Geheimdiensten diese Informationen (ungeschwärzt) geteilt? Das spezifiziert doch eher das, was man früher einmal "Landesverrat" nannte und bestärkt meine These, dass dieser Geheimdienst in Wirklichkeit eine Abteilung der CIA oder der NSA ist, die aber vom deutschen Steuerzahler finanziert wird. Und dass die Kanzlerin und der jeweils zuständige Kanzleramtsminister das offenbar nicht nur tolerieren, sondern sogar gutheißen (was eigentlich die fehlenden Reaktionen auf das Verhalten des BND beweisen), deutet auf eine Kanzlerin und auf Minister hin, die nicht von "Gottes", sondern von Obamas Gnaden abhängig sind. Nun, die deutsche Politik weist schon lange in diese Richtung und man sollte Merkel mal darauf verweisen, dass Obama nicht Gott sein kann, was ihrem Eid gemäß eine wesentlich andere Politik bedeuten würde. Ein Absatz in den Aussagen Schindlers ist mir besonders sauer aufgestoßen. Er sagt:

    Neben der sogenannten "Strategischen Initiative Technik", mit der Schindler die Spionagefähigkeiten des BND beispielsweise im Internet ausbauen will, setzt der BND-Präsident auch künftig stark auf die Mitarbeiter. "In den aktuellen Krisen zeigt sich, dass menschliche Quellen nach wie vor sehr wichtig sind." Wenn sie gut platziert seien, könnten sie über Entwicklungen berichten und aktiv gesteuert werden. "Das kann man mit der Technik oder bei der Auswertung von offen zugänglichem Material nicht."

Was meint er wohl mit der aktiven Steuerung? Aktive Steuerung klingt wie eine Beschönigung von "aktiver Manipulation".

Dabei bin ich auf einen Link zum Voltaire-net mit einer Analyse von Manlio Dinucci(4) mit dem Titel - "Die Geheim-Strategie des Terrors" - gestoßen, die mit meiner Auffassung, auch über die Anschläge in Frankreich und in Belgien, konform geht. Terror ist ein enorm meinungsbildender Faktor und nichts schützt Bevölkerungen davor, dass Terrorakte auch von Staats wegen und von Geheimdiensten unter Mithilfe des Militärs geplant und koordiniert werden. Dass die Täterschaft zum Thema 9/11 stark umstritten ist, setze ich als bekannt voraus, dass solche Planungen keineswegs abwegig sind, zeigt die Operation Northwoods(5), die nur am Widerspruch Kennedys scheiterte. Doch auch wenn ein Präsident ein solches Vorhaben verwirft, wird es als mögliche Maßnahme bei Geheimdiensten oder hohen Militärs nicht ebenfalls verworfen und 9/11 zeigt alle Merkmale einer solchen Operation und ein Präsident Bush ist sicherlich noch weit weniger zart besaitet, als ein Kennedy. Setze ich dann noch den Nutzen hinzu, den die Operation ausschließlich für die Vorhaben von Bush hatte, dem nun auch die zuvor verweigerten Mittel für seine Kriege bewilligt wurden, halte auch ich 9/11 und seine von Politik und Presse vorgestellte Version für eine Modifikation der Wahrheit im politischen Interesse und die Aussagen zahlreicher amerikanischer Experten aus Architektur und Physik bestätigen, dass die öffentliche Begründung dieses Vorfalls die Physik auf völlig neue Füße stellen würde, wenn der Anschlag in der offiziell dargestellten Form stattgefunden hätte. Und dass auch andere Staaten nicht davor zurückschrecken, für von ihnen als dringend angesehene Vorhaben ein "paar ihrer Bürger" über die Klinge springen zu lassen, dafür bietet die Geschichte etliche Beispiele. Jeder Krieg ist ein probates Beispiel dafür, denn es gibt sie nicht, die hehren Kriege, die heiligen Kriege, die nötigen Kriege. Kriege sind immer schmutzig und dienen immer den Machtinteressen Einzelner. Doch diese Wahrheit lässt sich den Völkern nicht vermitteln und daher bedarf jeder Krieg einer sorgfältigen Vorbereitung und so sehe ich 9/11 als vorbereitende Maßnahme für die darauf folgenden Kriege.

Es gibt bei allen Themen eigentlich die "cui bono-Frage" und gerade bei politischen Themen scheinen die Schlagzeilen zu beweisen, dass die Presse hier nur eine Antwort kennt" Uns" und nach anderen Antworten erst gar nicht sucht. Und im Zweifel findet man immer genügend "Experten", die auf die Modifikation der Wahrheit spezialisiert sind und sich fast immer in so genannten Think Tanks zusammengeschlossen haben.

Fußnoten

(1) Ein Bayer in der US-Botschaft die Anstalt
(2) Palmyra - Müssen wir Assad jetzt dankbar sein? Tagesspiegel
(3) BND-Chef für mehr Geheimdienstkooperation gegen den Terror Heise
(4) Die Geheim-Strategie des Terrors Manlio Dinucci
(5) Operation Northwoods Wikipedia