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Erstelldatum:12.07.2015

Wer einmal links, dem glaubt man nicht, so oft er auch die Wahrheit spricht

Ich muss wohl nicht betonen, dass alle linken Regierungssysteme gescheitert sind (na ja, Cuba hat sich gehalten), Kommunismus, Sozialismus oder andere als links angesehene Regierungsformen. Die einzig wahre Regierungsform ist der Kapitalismus, das leben uns die Amerikaner und die Briten seit langer Zeit vor und wir hier in Europa leben es ihnen nach.

Woran sind die linken Systeme immer gescheitert? Vielleicht daran, dass nur die Bezeichnungen anders waren als im Kapitalismus, das System aber gleich war? Kommunismus und Sozialismus sind nicht daran gescheitert, dass die dahinter stehende Idee schlecht war, sondern an den Menschen, von denen man glaubte, dass sie diese Idee auch umsetzen würden. Doch es waren Machtmenschen, die ihre Macht ausleben wollten und weil mit der Macht die Gier wächst und die übrigen Menschen, auch Volk genannt, ihnen nicht auf die Finger klopfen, ausgenommen vielleicht kleine Minderheiten, haben sich totalitäre Systeme daraus entwickelt. Auch der liberale Kapitalismus ist in Wirklichkeit ein totalitäres System. Doch er lässt bestimmte Freiheiten zu, z. B. die freie Meinungsäußerung. Warum auch nicht, die Leute merken doch früh genug, dass sie nutzlos ist, die freie Meinungsäußerung, zumindest für die Bevölkerung. Die Regierenden haben hingegen ihre Ohren weit offen und merken sich, was das Volk so zu meckern hat. Außerdem hat sie ja die Presse, die diese Meckerei schnell als unsinnig abtut oder in andere Bahnen lenkt. Hinzu kommt der weit verbreitete Fatalismus, der sich in dem Spruch äußert: "Ich kann ja doch nichts machen!"

Nun darf man die Figuren dieser Karikaturen nur symbolisch sehen, denn die Leibesfülle soll nur den Besitz darstellen. Der "Vollgefressene" soll die Bankkonten, den Grundbesitz, die Aktiendepots, die Konten in Steuerparadiesen etc. der wenigen Besitzenden symbolisieren und der Dünne die Masse der Habenichtse.

Ein Blick zurück, in die Zeit vor dem griechischen Referendum. Da gab es am 01.07. eine Bundestagsdebatte und eine bemerkenswerte Rede des Mannes, der unter den Linken wegen seiner rednerischen Begabung von Beginn an hervorstach, seit es die Linke in das Parlament verschlagen hat. Gemeint ist Gregor Gysi und der hat nicht nur alle Attacken seitens der "Etablierten" gegen sich abgewehrt und auch alle Diffamierungskampagnen gegen sich überstanden, sondern ist trotz allem dabei geblieben, Missstände in deutlichen Worten anzuprangern. So auch in dieser Rede, die man bei den Deutschen Wirtschaftsnachrichten nicht nur als Video sehen kann, sondern die Deutschen Wirtschaftsnachrichten haben sie auch im Wortlaut abgedruckt.

Wer diese Rede gesehen (im Video) oder gelesen hat und zusätzlich die Aussagen auch noch verstanden hat und dann auch noch nicht gänzlich der Propaganda gegen Griechenland erlegen ist, müsste eigentlich bei der nächsten Wahl, egal ob Bund oder Land, sein Kreuzchen bei den Linken machen.

Nun gibt es ja sehr viele Nichtwähler, die so sehr davon überzeugt sind, dass ihr Wahlverhalten das einzig richtige Wahlverhalten ist und dann gerne argumentieren, dass die Linken, wie seinerzeit die Grünen, sehr schnell von den so genannten Realos dominiert werden würden. Zunächst, was sind Realos? Das sind die Machthungrigen in einer Partei, die lieber mitmachen und dafür ihre Parteigrundsätze opfern wollen (sie nennen das gemeinhin "Kompromisse"), nur um an die Macht zu kommen und auch nach Möglichkeit zu bleiben. Bei den Grünen sind das heute alle an der Spitze dieser Partei, ausgenommen vielleicht Ströbele. Niemand kann garantieren, dass die Linke, sollte sie jemals Regierungspartei werden, nicht auch so wird. Aber wer in der Politik Garantien will, muss CDU/CSU, SPD, Grüne oder FDP wählen und er wird garantiert eine Politik bekommen, die gegen seine Interessen gerichtet ist, vorausgesetzt, er oder sie gehört nicht zur direkten Klientel dieser Parteien, dargestellt in der Karikatur als Fettwanst.

Na, dann doch lieber Nichtwähler!! Liebe Nichtwähler, es gibt euch nicht, denn es spielt keine Rolle, ob ihr am Wahltag zuhause bleibt oder einen Wahlzettel ungültig macht und dann mit stolz geschwellter Brust das Wahllokal verlasst. Ihr habt dennoch gültig gewählt, das nur nicht begriffen. Die Stimmanteile jeder Partei werden nicht von der Zahl der Wahlberechtigten gezählt, sondern ausschließlich von der Zahl der gültig abgegeben Stimmen.

Ein kleines Beispiel! stellen Sie sich ein kleines Dorf vor. Dort soll ein Bürgermeister gewählt werden. 2 Kandidaten stehen zur Wahl, K1 und K2. In dem Dorf leben 100 Wahlberechtigte, aber 50 können keinen der beiden Kandidaten leiden und gehen deshalb nicht zur Wahl. Von denen, die zur Wahl gehen, wählen 36 den K2, 14 den K1. K2 hat also die Wahl gewonnen, ganz überlegen mit 72%. K1 hat "nur" 28% der Stimmen erhalten. Merkwürdig, nicht wahr? nur 50% der Wahlberechtigten sind zur Wahl gegangen und haben für einen der beiden Kandidaten votiert und trotzdem hat der Gewinner mit 72% der Stimmen gewonnen.

Die Auflösung ist einfach, die Nichtwähler haben mit Ihrer Wahlverweigerung mit 36% zur Wahl des neuen Bürgermeisters beigetragen und mit 14% das Ergebnis des Wahlverlierers aufgehübscht.

So ist unser Wahlsystem. Die Stimmen für die Parteien werden ausschließlich von den gültig abgegebenen Stimmen gerechnet.

Na ja, auch das stimmt nicht immer, denn bei der BT-Wahl und ein paar Landtagswahlen haben wir ein zusammengesetztes Wahlsystem, zu 50% aus der Direktwahl, das ist die Erststimme und zu 50% aus der Verhältniswahl, die bestimmt, wie hoch der Stimmenanteil einer Partei insgesamt ist, also wie viele Sitze im Parlament eine Partei nach der Wahl beanspruchen kann.

Mit der Erststimme wählen Sie also einen Direktkandidaten ihres Wahlkreises und der Direktkandidat, der in einem Wahlkreis die meisten Stimmen bekommen hat, zieht in jedem Fall ins Parlament ein, mit einer Ausnahme. hat das Direktmandat ein Kandidat einer Partei erhalten, die an der 5%-Hürde scheitert und ist er der einzige Direktkandidat dieser Partei, der es geschafft hat, bleibt er dennoch draußen. Hat es aber noch ein zweiter Direktkandidat dieser Partei geschafft, dann ziehen Sie dennoch ins Parlament ein, während die Partei ansonsten dank der 5%-Hürde gescheitert ist. Mir ist nur die Wahl 1998 bekannt, wo das passiert ist. Petra Pau und Gesine Lötsch von der PDS zogen ins Parlament ein, weil sie jeweils in ihren Wahlkreisen das Direktmandat gewonnen hatten.

Nun ja, die Beschreibung, wie es zu Überhangmandaten kommen kann, erspare ich Ihnen. Fest steht eines, jeder Wahlberechtigte wählt, auch der Nichtwähler und auch der, der seinen Wahlzettel ungültig macht. Doch sie wählen alle Parteien, proportional zum insgesamt errechneten Stimmenanteil. Hat also als Beispiel die SPD 30 % der gültigen Stimmen erhalten, hat der Nichtwählermit 0,3% seiner Stimme dazu beigetragen. Doch das habe ich bei verschiedenen Wahlen, egal ob Bund oder Land, auch alternativ zum öffentlichen Ergebnis dargestellt.

Warum wärme ich das noch einmal auf, obwohl ich das schon mehrfach geschrieben habe und derzeit ohnehin keine Wahl ansteht? Weil ich hoffe, dass Nichtwähler einfach einmal zur Wahl gehen und ihren Protest mit einem gültigen Stimmzettel definieren und sei es nur, um die Auswirkungen zu beobachten. Man stelle sich mal vor, die Wahlbeteiligung würde um 10% steigen und 8 % davon würden dann die Linke wählen, welches Entsetzen das bei CDU/CSU, SPD und Grünen auslösen würde und die FDP würde dann ohnehin nicht zum Kreis der mehr als 5%-Parteien gehören und die Grünen vielleicht auch nicht. Das wäre seitens der Nichtwähler ein wirklich starkes Signal und würde die Politik der Regierungsparteien wirklich nachhaltig verändern.

Glauben Sie den Etablierten nicht, wenn sie sich besorgt über eine geringe Wahlbeteiligung äußern oder gar ein Abgeordneter sinniert, man müsse die Wahlpflicht einführen. Das ist nur Show, denn alle Politiker wissen, dass eine höhere Wahlbeteiligung ihre Macht mindern würde, ausgenommen natürlich die Partei(en), die von einer höheren Wahlbeteiligung profitieren und das wären in der Regel nicht die Etablierten, denn deren Klientel geht ohnehin wählen.

Und nein, ich habe keine Ahnung, ob eine Linke sich nicht wie die Grünen verändern würde, wenn sie in die Regierungsverantwortung käme, aber es würde den gesamten Parteienapparat mal erheblich durcheinander wirbeln.

Früher mal galt die SPD als "linke Partei". Schon in der Weimarer Republik hat sie viel von diesem Image verloren, im anschließenden Nationalsozialismus hat sie immer noch zumindest den Mumm gehabt, dem Ermächtigungsgesetz nicht zuzustimmen, mit dem Hitler die totale Machtübernahme gelang, anders als die "Christlichen" und "Liberalen". Damals waren die "Christlichen" und "Liberalen" die Steigbügelhalter der Nazis, heute ist die SPD der Steigbügelhalter der "Christlichen" und "Liberalen". Aber das werden wir wohl erst erkennen, wenn CETA, TTIP, TISA und weitere dieser Gebilde absolut undemokratischer Organisationen von unseren "Christlichen" und "Liberalen" und der SPD durchgewunken wurden. Einmal in unsere Gesetzgebung eingebettet, liegt es nicht mehr in unserer Macht, das noch einmal zu ändern, denn dann herrscht EU-Recht und EU-Recht war noch nie Recht im Sinne von Gerechtigkeit, sondern das Recht von Willkür und Machtmissbrauch zugunsten des Kapitals.

Glauben Sie auch Gabriel nicht, wenn er beruhigend tönt, man wolle darauf hinarbeiten, statt der Schiedsgerichte eine "ordentliche Handelsgerichtsbarkeit" einzuführen. Erstens ist mehr als zweifelhaft, dass damit die USA oder Kanada einverstanden wäre, erst recht nicht die WTO, die das Verfahren der Schiedsgerichte ja selbst anwendet, zweitens würde ein solches Gericht ebenfalls in der EU angesiedelt und würde, wie auch der EuGH (Europäische Gerichtshof) keine Entscheidungen treffen, die den Interessen der Kommission und dem Rat der Europäischen Union (Ministerrat) oder dem Wirken des Europäischen Rat zuwider laufen.

Nun noch was in eigener Sache. Ich bekomme gelegentlich Zuschriften, in denen ich eingeladen werde, "Freund" einer Facebook-Gruppe zu werden. Solche Einladungen wandern bei mir gleich in den Papierkorb. Bin ich da unhöflich? Ich denke, eher nicht. Ich habe schon mehrfach betont, dass ich wohl ein Fossil bin, denn ich habe kein Handy, keinen Facebook- oder Twitter-Account und auch keinerlei Ambitionen, mir solche Nebensächlichkeiten wie ein Handy zuzulegen, oder Leute als "Freunde" anzunehmen, die ich nicht persönlich kenne, sondern einfach auf Basis von ein wenig Small-Talk (so heißt doch in neudeutsch "überflüssiges Geschwätz", oder) als meine Freunde zu bezeichnen.

Ich weiß, kein Handy, keinen Facebook- oder Twitter-Account? Das geht doch gar nicht!!! Eigentlich bin ich der Beweis, dass es geht und aus meiner Sicht sogar sehr gut. Aus Sicht der meisten Menschen muss ich hingegen ein halbfertiger Mensch sein, oder eben ein Fossil und dazu noch ein Spökenkieker, denn in dieser Technikgläubigkeit der Menschen weltweit sehe ich den Weg zurück in die Steinzeit, weil wir Menschen einfach so gepolt sind, alles zu machen, was geht, ohne auch auf die damit verbundenen Gefahren zu sehen, ja, sie nicht einmal sehen zu wollen. Da wollen Banken das Geld abschaffen und stattdessen sollen Plastikkärtchen (Kreditkarten) für alle Zahlungen verwendet werden. Und die Zahl derer, die dem zustimmen, ist nicht unerheblich, Technikgläubige eben. Sie sehen die Gefahren nicht, die mit einem solchen Schritt verbunden sind. Mit einem solchen Schritt kann man nicht nur die Überwachung eines jeden Menschen komplettieren, weil die in die Karte eingebauten Chips alles registrieren, wo man kauft, was man kauft und dazu noch ein komplettes Bewegungsprofil erstellen. Der arme George Orwell, sein 1984 ist längst nur noch ein antikes Relikt gegen die Wirklichkeit. Kein Bargeld mehr bedeutet darüber hinaus auch, dass Banken und Geheimdienste (und damit auch die Politik) auch die Macht haben, jeden Menschen zu isolieren, indem sie seine Karten sperren und ihm damit alle Wege abschneiden. Er hört auf, ein Mensch zu sein, denn nicht einmal betteln geht noch, weil es kein Münzgeld mehr gibt, dass man in einen Plastikbecher werfen könnte.

Die digitale Welt ist eine verführerische Falle, die irgendwann zuschnappen und zur Vernichtung eines Großteils der Menschen führen wird. Ich glaube inzwischen, dass die Georgia Guidestones keine Orientierungstafeln sind, sondern ein Ziel, in dessen Richtung wir immer schneller getrieben werden sollen.

Wir machen uns von der digitalen Technik abhängig, ignorieren dabei, dass schon ein Unwetter reicht, diese Technik zumindest zeitweise auszuschalten, soweit sie online verwendet wird. Wir ignorieren, dass die Roboter-Entwicklung primär auf Kriegsroboter abgestellt ist und die Drohnen nur eine Art dieser Kampfmaschinen sind. Wir lassen uns (zumindest teilweise) von einer Zahnbürste vorschreiben, wie wir unsere Zähne zu bürsten haben, von einer Uhr oder anderen anschnallbaren Geräten, die uns sagen, wie lange wir noch welche Übung zu machen haben. Sind wir zu blöd, um zu merken, dass wir eigene Denkprozesse abschalten und uns stattdessen von digitalen Prozessen leiten lassen. Sind wir zu blöd, um uns Gedanken darüber zu machen, dass sich hinter diesen scheinbar so erfolgreichen digitalen Prozessen Menschen und Interessengruppen verbergen, die uns in eine Sklaverei treiben, wie es sie zuvor noch nie gab? Das manager-magazin hat mal einen Artikel über den Größenwahn einiger Leute aus dem Silicon-Valley gebracht. Man könnte meinen, sie orientieren sich an den Comic-Helden in der US-"Literatur" und übersehen dabei, dass diese Comic-Helden in Wahrheit auch stets nur sehr lokal agierende Helden waren, die ausschließlich den USA dienten. Diese Leute im Silicon-Valley sind Technikgläubige aus Überzeugung, weil sie aus den von ihnen produzierten Techniken immense Vorteile gezogen haben. Aus meiner Sicht ist ihr Vorstellungsvermögen derart eingeengt, dass sie wirklich glauben, für jedes Problem gäbe es eine technische Lösung. Auf die Idee, das jede technische Lösung gleichzeitig einen Rattenschwanz von neuen Problemen im Gepäck hat, kommen sie erst gar nicht.

Wir Menschen sind technikgläubig, weil wir Technik mit Fortschritt gleichsetzen, diesem Fortschritt aber keine Grenzen setzen, da, wo sie dringend erforderlich wären. Ein sehr praktisches Beispiel ist die Genforschung und die damit verbundene Genmanipulation. Viel zu viele Menschen ignorieren die Warnungen von Wissenschaftlern, die noch nicht am Tropf der Pharma-Industrie hängen und deshalb auch noch zu objektiver Beurteilung fähig sind. Sind gentechnisch manipulierte Pflanzen erst mal im Freien ausgebracht, ist eine Ausbreitung unvermeidlich, weil die bestäubenden Insekten den Unterschied zwischen normalen und gentechnisch-veränderten Pflanzen nicht erkennen können.

Die Befürworter der Gentechnik hören dort mit dem Denken auf, wo sie das versprochene Ziel dieser Technik als erfüllt ansehen. Es übersteigt ihren Horizont, auch nur daran zu denken, dass Änderungen, die man in und an der Natur vornimmt, seitens der Natur Veränderungen bewirken, die allerdings nicht unmittelbar erfolgen, aber deren Auswirkungen einfach unabsehbar sind. Ich bezweifle sehr stark, dass die langfristigen Folgen der meisten Eingriffe in die Natur mit Computer-Simulationen sichtbar gemacht werden können, denn solche Simulationen beinhalten als Grundsubstanz immer Vorstellungen von Bekanntem oder von Erwartungen und haben fast immer einen sehr egoistischen finanziellen Hintergrund.

Im 3Sat waren am 09.07. zwei sehr interessante Beiträge (aus meiner Sicht) zu sehen. Der erste Beitrag - " Generation Weichei" befasst sich mit der auch als Y-Generation bezeichneten Jugend, einer Jugend, deren ganzes Leben von so genannten "Helikopter-Eltern" bestimmt wurde. Es ist eine sehr anspruchsvolle Jugend, aber ob sie auch zu einem eigenständigen Leben geeignet ist, ist wohl in etlichen Fällen fraglich. Der Terminus "Helikopter-Eltern" deshalb, weil diese Eltern das Leben ihrer Kinder von der Geburt an durchgeplant haben, genauer sie auf beständigen Erfolgskurs getrimmt haben, ohne den Kindern auch einen Hauch von Freiraum zu lassen.

Im Anschluss an die Sendung folgte die Sendung Scobel, die versuchte, der Frage nach Verantwortung nachzugehen. Auch wenn diese Diskussion recht interessant war, konnte sie aus meiner Sicht diese Frage nicht wirklich beantworten, vor allem nicht die Frage, wo der Bereich der Verantwortung beginnt und wo er endet.

Aber so ein klein wenig Verantwortung kann jedermann leicht übernehmen und spart dabei mitunter auch noch Geld. Achten Sie mal im Supermarkt darauf, wenn sie in der Schlange vor der Kasse stehen. Wie viele Leute greifen unter die Theke mit dem Laufband und holen sich die dort liegenden Plastiktüten, um ihren Einkauf zu verstauen. Sie zahlen jedes Mal Geld dafür. Ich weiß nicht, was die Tüten bei Aldi, Lidl, Rewe, Penny usw. heute kosten. Da auf diesen Plastikbeuteln auch immer groß abgebildet wird, bei welchem Unternehmen man eingekauft hat, müssen sich die Multimilliardäre köstlich amüsieren, dass wir dumm genug sind, auf diese Weise Werbung für diese Firmen zu machen und für diese Werbung auch noch zahlen, statt bezahlt zu werden. Aber es ist nicht nur rausgeschmissenes Geld, sondern auch noch eine der schlimmsten Umweltverschmutzungen, weil ein Großteil dieser Tüten z. B. an Stränden landet und unsere Meere verseucht. Dabei wäre es einfach, sich ein Paar textile Tragetaschen zu kaufen (sie kosten kaum mehr, als die Plastiktüten), sind aber viele Jahre verwendbar. Ich habe welche, die ich schon vor 20 Jahren als Werbe-Geschenk bekommen oder auch gekauft habe. Davon habe ich immer ein paar in meinem Top-Case liegen. Sie werden gelegentlich gewaschen, evtl. auch mal mit Nadel und Faden repariert.

Kaufe ich Getränke, dann nur in Glasflaschen. Dank der Grünen wurden die Plastikflaschen (PET) nicht abgeschafft, ebenso wenig wie die Getränke-Dosen. Glas ist leicht zu recyceln, PET-Flaschen und Getränke-Dosen nicht.

Das wären alltägliche Kleinigkeiten, mit denen wir zumindest ein wenig Verantwortung beweisen, statt gedankenlos das zu tun, was alle tun.