Navigation aus    Navigation an
Erstelldatum: 26.08.2013

Giftgasanschlag durch Assad?

Ist jetzt Syrien an der Reihe? Es sieht so aus, denn es soll angeblich einen Giftgasangriff gegeben haben und Assad soll dafür verantwortlich sein. Nun hat Assad sich nach anfänglicher Ablehnung bereit erklärt, die UNO-Kontrolleure ins Land zu lassen. Lt. der Leute, die einen Militärschlag befürworten, also Frankreich, Großbritannien und den USA zu spät, denn inzwischen könnten alle Beweise beseitigt worden sein. So zumindest entnehme ich die offiziellen Verlautbarungen der Presse, FAZ und Spiegel.

Ich habe keine Ahnung von Syrien, weiß über die Menschen dort lediglich, dass ihre Mentalität nicht mit der des Westens vergleichbar ist. Soweit ich der Presse in den letzten Monaten entnehmen konnte, sind in der Rebellenarmee vor allem Söldner aktiv.

Eigentlich sollte ich also den Mund halten und keine Stellung zu den Vorfällen beziehen. Wenn ich es dennoch tue, dann deshalb, weil wir höchstwahrscheinlich dank unserer USA-hörigen Regierung in die Sache verwickelt werden könnten, so wie in Afghanistan und ein wenig auch im Irak. Außerdem denke ich, dass hier ein ähnliches Spielchen abläuft, wie seinerzeit im Irak.

Ich möchte mit dem Foto im Spiegel beginnen. Der abgebildete Soldat trägt einen Mundschutz. So schützt man sich vor allem in Japan gegen Keime und gegen den Dreck in der Luft. Ein Stofflappen vor dem Mund gegen Giftgas ist billigste Polemik, weil er etwas verdeutlichen soll, wovor ein solches Tuch keinerlei Schutzwirkung haben würde.

U. Gellermann berichtet in einem Beitrag der Rationalgalerie zu dem Thema über die Funde von Sarin bei den Rebellen, worüber man aber lediglich in der türkischen und nicht der deutschen Presse lesen konnte. Bereits vor Monaten hatte Obama eine imaginäre rote Linie gezogen, dass die USA militärisch eingreifen würden, wenn Giftgas zur Anwendung käme. Sollte Assad also wirklich Giftgas eingesetzt haben, wäre das an Dummheit kaum zu überbieten, denn es käme einer Einladung gleich, die USA und ihre Vasallen möchten doch bitte Bombenteppiche legen und das Land mit Raketen verwüsten. Den Rest würden dann schon die so genannten Rebellen besorgen, die bei einem Sieg ähnlich wie in Libyen jeden massakrieren würden, der auch nur ansatzweise als Assad-Anhänger in Verdacht gerät und nicht nur ihn oder sie, sondern gleich die ganze Familie. Nun also ist man in Regierungskreisen in den USA, in Frankreich und in Großbritannien sicher, dass Assad so blöd war. Ich glaube eher, dass man darauf spekuliert, dass wir alle so blöd sind, das zu glauben. Wer sollte auch an dem Weltpolizist und Friedensnobelpreisträger Obama irgendwelche Zweifel haben?

Das Assad die Beweise beiseiteschaffen könnte, ist mehr als unwahrscheinlich, denn er kontrolliert dieses Gebiet nicht. Außerdem wäre der Einsatz von Giftgas auch nach Jahrzehnten noch nachweisbar. Wenn also Beweise verschwunden sind, kann man eher vermuten, dass die Rebellen sie beiseite geschafft haben oder vielleicht sogar "Reinigungskommandos der westlichen Geheimdienste", die für so etwas echte Spezialisten haben.

Irgendwie klingt das alles wie vor einigen Jahren beim Irak. Nur eines wird man als sicher annehmen können. Man wird was finden, was Assad belastet, denn schließlich hat man aus dem Irak-Krieg gelernt. Dass Assad den Kontrolleuren zunächst die Einreise verweigerte, ist nachvollziehbar, denn ich gehe davon aus, dass ein Großteil der Beobachter Agenten aus den USA, Frankreich und Großbritannien sind, die weniger als Beobachter dort aufkreuzen, sondern lieber Beweise legen, statt sie zu suchen.

Bleibt eine Frage offen: "Warum das Ganze? Welchen Nutzen hat das alles? Öl? Bodenschätze?" Ich bin überzeugt, dass die Gründe bereits vor 100 Jahren beschrieben wurden. Schon oft habe ich Nahum Goldmann und seine Worte aus der Flugschrift "Der Geist des Militarismus" zitiert.

Nochmals ein Auszug:

    "Man kann den Sinn und die historische Mission unserer Zeit in einem zusammenfassen: Ihre Aufgabe ist es, die Kulturmenschheit neu zu ordnen, an die Stelle des bisher herrschenden gesellschaftlichen Systems ein neues zu setzen. Alle Um- und Neuordnung besteht nun in zweierlei: In der Zerstörung der alten Ordnung und im Neuaufbau der neuen.

    Zunächst einmal müssen alle Grenzpfähle, Ordnungsschranken und Etikettierungen des bisherigen Systems beseitigt und alle Elemente des Systems, die neu geordnet werden sollen, als solche, gleichwertig untereinander auseinander gelegt werden. Sodann erst kann das zweite, die Neuordnung dieser Elemente, begonnen werden. Sodann besteht denn die erste Aufgabe unserer Zeit in der Zerstörung: Alle sozialen Schichtungen und gesellschaftlichen Formungen, die das alte System geschaffen hat, müssen vernichtet, die einzelnen Menschen müssen aus ihren angestammten Milieus herausgerissen werden; keine Tradition darf mehr heilig gelten; das Alter gilt nur als Zeichen der Krankheit; die Parole heißt; was war, muss weg.

    Die Kräfte, die diese negative Aufgabe unserer Zeit ausführen, sind auf wirtschaftlich-sozialen Gebiet der Kapitalismus, auf dem politisch-geistigen die Demokratie. Wie viel sie bereits geleistet haben, wissen wir alle; aber wir wissen auch, dass ihr Werk noch nicht ganz vollbracht ist. Noch kämpft der Kapitalismus gegen die Formen der alten, traditionellen Wirtschaft, noch führt die Demokratie einen heißen Kampf gegen alle Kräfte der Reaktion." Sein Uniformierungsprinzip wird die negative Aufgabe der Zeit restlos durchführen: Wenn erst alle Glieder unseres Kulturkreises als Soldaten unseres Kultursystems uniformiert sind, ist diese Aufgabe gelöst.

    Dann aber erhebt sich die andere, die größere und schwierigere Aufgabe: Der Aufbau der neuen Ordnung. Die Glieder. Die nun aus ihren alten Verwurzelungen und Schichtungen herausgerissen sind und ungeordnet, anarchisch herumliegen, müssen zu neuen Formungen und Kategorien geschlossen werden. Ein neues, pyramidales, hierarchisches System muss errichtet werden.

Googelt man nach Nahum (auch Nachum) Goldmann, liest man nur Gutes über ihn. Er war einer der wichtigsten Männer des 20. Jahrhunderts, war Gründer des "Zionismus", Berater von Präsident Roosevelt und hat sehr am Aufbau von Israel mitgewirkt.

Im Gegensatz zur offiziellen Wertschätzung betrachte ich ihn eher als einen der übelsten Zeitgenossen seiner Zeit, denn das, was er mit dem Uniformierungsprinzip meint, hat er am Beginn dieser Flugschrift beschrieben. Es besagt verkürzt etwa Folgendes:

    Man stecke jedermann in eine Uniform, dann sind es keine Bäcker, Schreiner, Dachdecker usw. mehr, sondern nur noch Soldaten. Für sie gilt dann das Prinzip der Subordination, also des Gehorchens. Soldaten wissen, für sie gilt, das zu tun, was ihnen der Vorgesetzte sagt und die Befehlskette reicht über etliche Stationen bis hin zur Generalität und Admiralität.

Er vertritt in dieser Flugschrift auch die These, dass nur diejenigen herrschen sollten, die herrschen könnten. In meinen Augen war dieser Mann krank im Hirn, der lebende Beweis, dass Genie und Wahnsinn eigentlich Zwillinge sind.

Tatsache ist, dass man an der Geschichte seit Anfang des 20. Jahrhunderts ablesen kann, dass es offenbar darum geht, diesen Wahnsinn zu verwirklichen, eine neue Weltordnung. Betrachtet man die Vorgänge im ersten Weltkrieg, dann wurde die alte Ordnung (Feudalismus) zerschlagen und machte der Demokratie und dem Kapitalismus Platz. Doch so recht funktionierte das Ganze noch nicht. So fand Goldmann z. B., dass die damals bereits bestehende Forderung nach einem Staate Israel noch zu früh sei. Warum? Konnte es sein, dass die Juden in den meisten Völkern nach Jahrhunderten der Diskriminierung endlich eine gleichberechtigte Religionsgruppe geworden waren und eigentlich gar kein Interesse an einem eigenen Staat hatten? Sie waren inzwischen integriert und wären es geblieben, wären die Nazis nicht gekommen. War diese auf Judenhass abzielende Propaganda in Deutschland vielleicht auch nur das Werk einer kleinen Clique von sehr mächtigen und einflussreichen Leuten, denen die Menschenopfer, die der 2. Weltkrieg gefordert hat, völlig egal waren, weil sie selbst ja stets in Sicherheit waren? Was passierte nach dem 2. Weltkrieg? Das, was Goldmann 1915 zu Papier brachte, war eingetreten. Die Menschen in Europa waren verunsichert, glaubten nicht mehr an die ehemals in ihren Staaten herrschende Ordnung und so konnte man ihnen mit der nötigen Propaganda eine neue Ordnung aufschwätzen und sie etappenweise installieren, die EU. Dass diese EU weder eine Ordnung ist noch funktioniert, erkennen inzwischen immer mehr Menschen. Doch Gesellschaften, die seit tausenden von Jahren Märchen nachhängen, die eindeutig nicht beweisbar sind, aber fest verankert, weil das Credo lautet, man könne es nicht sehen, man müsse nur daran glauben, nun, diesen Menschen kann man auch einreden, dass die EU eine gute Sache ist, man muss nur daran glauben. Und wahrhaft Gläubige können nie von der Wirklichkeit überzeugt werden.

Inzwischen ist man dabei, eine zweite, große Region zu destabilisieren, die dort bestehende Ordnung zu zerstören, den Orient. Wir Europäer werden die orientalischen Werte nicht verstehen und sehen sie auch als rückständig an. Dabei waren es Orientalen, die den Europäern im Mittelalter weit überlegen waren, was Kultur und Wissen betraf. Sie erst haben die westliche Kultur beflügelt.

Was eigentlich unterscheidet die Propaganda, die gegen arabische Völker betrieben wird, von der Propaganda, die die Nazis betrieben haben? Leute, die keine Ahnung von Ländern wie dem Iran, dem Irak, Libyen, und nun Syrien haben, maßen sich an, zu beurteilen, was im Orient wirklich passiert. Es gibt dafür ein Codewort: "Arabischer Frühling". Das ist der Begriff mit dem man uns einredet, dass das, was der Westen dort treibt, diene den Arabern und bringe ihnen die Demokratie. Ich fürchte nur, dass die Araber viel früher als wir begriffen haben, dass die westliche Demokratie eine reine Farce ist, eine noch schlimmere Art der Diktatur, als echtes, weil sichtbares Despotentum.

Ja, Goldmann hat es beschrieben, man muss die dort bisher bestehende Ordnung zerstören, die dort lebenden Menschen so verunsichern, dass sie sich ein ähnliches Staatenbündnis wie die EU aufschwatzen lassen, eine arabische Union und man ist auf dem Weg zu einer Neuen Weltordnung wieder einen Schritt weiter.

Was passiert z. B. in Deutschland? Versuchen nicht seit geraumer Zeit bestimmte Kreise aus der Wissenschaft und alle aus den Einheitsparteien, uns mit dem Schlagwort Demographie einzuhämmern, dass Alter eine Krankheit ist (ausgenommen sind natürlich jene, die genug Kohle beiseite geschafft haben)? Versucht man nicht alles, unser Denken zu uniformieren, indem man uns einredet, dass Organisationen wie die UNO für eine gerechte Welt tätig wären, Organisationen wie die WTO einen globalen und vor allem fairen Handel anstreben würden, Organisationen wie der IWF und nun auch der ESM dazu dienen würden, Ländern mit finanziellen Problemen zu helfen und eine WHO sich um die Gesundheit der Menschen auf der Welt auch nur einen Deut scheren würden? Das Gegenteil ist der Fall. Seit private Kreise sich die FED unter den Nagel gerissen haben, kontrollieren diese Kreise nicht nur das Finanzsystem der USA, sondern auch jede Regierung der USA und sie breiten sich über Banken wie Goldmann Sachs, JP Morgan und weitere wie ein Krebsgeschwür weltweit aus. Und sie kontrollieren auch alle diese supranationalen Einrichtungen, die nach dem 2. Weltkrieg entstanden sind.

Goldmann hat beschrieben, wie man es machen muss und ein Unbekannter hat es in Georgia in den USA in Stein meißeln lassen, was das endgültige Ziel ist. Bis dahin ist noch ein gutes Stück des Weges zu absolvieren, aber das ist wie bei einem Wagen mit defekten Bremsen, er wird bei der Fahrt einen Berg hinunter immer schneller, bis ihn nichts mehr bremsen kann.

Den Gläubigen Christen und Mohammedanern sei gesagt, Gott mischt sich nicht mehr mit einer Sintflut oder ähnlichem ein, Er überlässt es ganz uns Menschen, uns selbst abzuschaffen, denn das ist die sicherste Methode und unsere Anführer sind die USA und Großbritannien.