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Erstelldatum: 09.08.2013

Diese Woche

Lasse ich die nun ausklingende Woche (32. Woche 2013) Revue passieren, hat sich nichts Weltbewegendes ereignet. Oder doch? Das ist wohl von der jeweiligen Perspektive abhängig.

Da wäre bspw. die Terrorwarnung durch die USA, wo nach Aussagen eines Politikers aus den USA die NSA ein Gespräch zwischen zwei führenden Al-Kaida-Mitgliedern abgehört haben will. Jetzt frage ich mich natürlich, wer hier blöde ist, die amerikanische Politik oder die Al-Kaida. Inzwischen weiß die ganze Welt, dass die NSA alles überwacht und zwei hochrangige Al-Kaida-Mitglieder greifen zum Telefon und reden über einen neuen Anschlag? Oder halten die US-Politiker die Bevölkerung, speziell die amerikanische für so blöd, ihr diesen Unsinn abzukaufen und sich zuzuraunen: "Siehste, hat schon seinen Grund, dass die NSA so auf uns aufpasst".

Na ja, bei einigen Amerikanern mag das ja so sein, schließlich gibt es auch in Deutschland einige solcher Narren. Aber die große Mehrheit wird das wohl nicht so sehen. Dabei geben sich die Amis wirklich Mühe. Ich konnte in dieser Woche 2 verschiedene Berichte lesen, nach denen mit Drohnen einmal 4 und einmal 6 "mutmaßliche Terroristen" getötet wurden (Quelle: u.a. der Standard-at, der sogar von 12 Getöteten berichtet). Das kann ich nur als den Versuch interpretieren, dass man eine sich selbst erfüllende Prophezeiung inszenieren wollte. In jedem Fall erneut mehrfacher Mord seitens des US-Regimes, denn mutmaßlich bedeutet ja, dass man nicht einmal genau wusste, ob diese Leute wirklich einer terroristischen Vereinigung angehören. Doch diese Terroristen sind wirklich sture Böcke. Statt nun zurückzuschlagen, verhalten sie sich still. Wenn nicht bald was passiert, muss man auch das wieder selber machen.

Die Welt ist entrüstet, denn Obama ist entrüstet und da hat die Welt es gefälligst auch zu sein. Putin hat Snowden politisches Asyl gewährt, eigentlich eine Selbstverständlichkeit, denn Snowden ist ein politisch Verfolgter. Aber Obama findet das nicht lustig, sondern sieht das als Rückfall in den kalten Krieg. Auch der FDP-Mann Kubicki. Lt. der Berliner Zeitung nicht. Dort äußerte er sich, Snowden sei ein Verräter und müsse sich der US-Justiz stellen. Nun, Kubicki ist Politiker, dazu noch ein deutscher Politiker und als solcher ist Kritik an den USA verboten. Was soll Snowden auch passieren, wenn er sich stellt? Schließlich hat ihm Obama ja versprochen, dass man ihn nicht zum Tode verurteilt, ja, nicht einmal foltert und bei diesen Vergünstigungen amerikanischer Art geht man doch gerne mal 130 Jahre, vielleicht sogar nur für 90 Jahre in den Knast. Schließlich sind amerikanische Gefängnisse dafür bekannt, dass sie eher einem 4-Sterne Hotel ähneln, als einem Knast. Liegt es vielleicht doch am Kopf, wenn man solche Meinungen auch noch in der Presse äußert?

Die Presse beschäftigt sich auch mit der Reaktion von Obama. So die Süddeutsche. Vorweg sollte man sagen, dass der Artikelschreiber 3 Jahre als Korrespondent der Financial Times in den USA war. 3 Jahre USA-Aufenthalt scheinen auszureichen, jemandem eine absolute Gehirnwäsche zu verabreichen.

Putin ist sicherlich kein lupenreiner Demokrat, aber wenn man sich auf diesem Planeten umschaut, findet man wohl nirgend einen lupenreinen Demokraten. Ich zumindest kenne keinen. Na ja, Merkel vielleicht (kleiner Scherz).

Seit einigen Präsidenten versuchen die USA nicht einmal mehr, den Eindruck einer Demokratie zu erhalten. Russland-Bashing hingegen ist seit dem kalten Krieg im übrigen Europa ein regelrechter Volkssport geworden und wenn in Russland ein Richter ein Urteil spricht, dass sich ausschlachten lässt, dann schiebt man es Putin in die Schuhe, wobei der Leser nie darüber aufgeklärt wird, wie die Rechtslage zum behandelten Delikt in Russland eigentlich ist. Würde man das auch bei den USA machen? Wohl kaum, dabei gibt es mehr als genug zweifelhafte Urteile in den USA, incl. einem Geheimgericht, dessen Urteilsbegründungen geheim bleiben und damit den Verurteilten jegliche Möglichkeit abschneiden, das Urteil anzufechten. Schaut man auf das Urteil im Fall Manning, wird auch hier Obama nicht damit in Zusammenhang gebracht. Es ist das Urteil eines Militärgerichts. Aber ist nicht Obama auch oberster Befehlshaber des Militärs?

Wie gesagt, ich habe den Eindruck, dem Autor wurde während seiner Tätigkeit in den USA eine Gehirnwäsche verpasst, anders kann ich mir seine abfällige Art, sich über das größte Land der Welt und dessen Präsidenten zu äußern, nicht erklären.

Schauen wir mal auf die Leistungen. Putin hat sein Land wirtschaftlich saniert, es steht heute besser da als seit ewigen Zeiten. Obama hingegen hat sein Land heruntergewirtschaftet und alle Jubelmeldungen über eine wirtschaftliche Erholung in den USA ist lediglich der Gelddruckmaschinerie der FED zu verdanken, was wiederum den privaten Banken, die Eigentümer der FED sind, immense Vermögen beschert.

Obama hat mit dem Satz - Yes, we can - bei seiner Wahl Hoffnung verbreitet. Man hätte ihn ausreden lassen sollen, denn dann wäre die Vervollständigung des Satzes - but we do it never - das ehrliche Rezept seiner Politik gewesen.

Ich hatte mal Respekt vor den Amerikanern, doch der ist mir längst abhanden gekommen. Für mich ist heute der russische Präsident demokratischer, als der der USA. Putin überfällt keine anderen Länder, er schickt keine Drohnen aus, um Menschen zu ermorden, nicht einmal dann, wenn er sie für Terroristen hält. Putin ist ein Staatsmann, etwas, was Obama nie war und nie sein wird.

Noch eine aufregende Nachricht. Gustl Mollath wurde aus der Psychiatrie auf Anweisung des Oberlandesgerichts entlassen. Sagen wir es gleich; "Vorläufig", denn das Verfahren wurde zur erneuten Beweisaufnahme an das Gericht zurück verwiesen, dass ihn verurteilt hat.

Wer ist Gustl Mollath? Ich habe nicht die geringste Ahnung, kann nicht sagen, ob er ein netter Mensch ist oder eher nicht. Auch seine Frau kenne ich nicht und habe somit auch keine Ahnung von ihrem Charakter. Was ich weiß, weiß ich aus der Presse und ich habe bei weitem nicht alle Artikel zu diesem Thema gelesen.

Aus dem, was ich gelesen habe, ziehe ich den Schluss, dass es in der Familie Mollath zu einem Rosenkrieg gekommen ist und ein solcher Rosenkrieg löst bei den Beteiligten durchaus auch irrationale Reaktionen aus. Hat Mollath seine Frau geschlagen? Keine Ahnung. Hat er Autoreifen zerstochen? Wieder, ich habe keine Ahnung. Aber inzwischen hat sich ja herausgestellt, dass die von Mollath erhobenen Vorwürfe gegen seine Frau und gegen die HVB (HypoVereinsbank) keineswegs aus den Fingern gesogen waren, was eigentlich bedeutet, dass die Frau von Mollath offenbar eine Menge kriminelle Energie hatte, die sie vermutlich auch gegen ihren Mann eingesetzt hat.

Dann kommen noch einige Details hinzu, die man bei Wikipedia nachlesen kann, z. B. der Richter, der Mollath angebrüllt haben soll, wenn er noch einmal die Schwarzgeldbeschuldigungen erwähnen würde, würde der Prozess ohne seine Anwesenheit stattfinden. Ein deutscher Richter, der nichts von kriminellen Machenschaften im Zusammenhang mit einer Bank hören will? Ein Staatsanwalt, der diesen Anschuldigungen entgegen seiner Aufgabe nicht nachgeht?

Das lässt eigentlich nur einen Schluss zu, das Urteil war politisch, deshalb die Einweisung in die Psychiatrie, denn der Knast war zu unsicher, weil da was nach draußen dringen könnte.

Aber was war der politische Kuhhandel, den es zu vertuschen galt (falls es einen solchen Kuhhandel gab)? Ich habe einen Verdacht, nachdem die Financial Times ausführlich über die deutsche Lehmann-Lüge berichtet hat, ein Bericht, der so oder so ähnlich bereits 2005 in Capital erschienen war und über den auch das Buch "Der größte Raubzug der Geschichte" ausgiebig berichtet hat. Es ist der Bericht über das Treffen mit diesen Teilnehmern

  • Teilnehmer der Runde sind
  • Bundeskanzler Gerhard Schröder
  • Wirtschaftsminister Wolfgang Clement
  • Finanzminister Hans Eichel
  • Josef Ackermann (Deutsche Bank )
  • Bernd Fahrholz (Dresdner Bank)
  • Dieter Rampl (HypoVereinsbank)
  • Jürgen Sengera (WestLB)
  • Ulrich Brixner (DZ Bank)
  • Henning Schulte-Noelle (Allianz )

Und es geht um die HBV. Bei diesem Treffen wurde offenbar der Deal ausgehandelt die HRE zu gründen, sozusagen die erste BAD-Bank, ein Deal, der ja auch verwirklicht wurde. Da konnte man politisch keinesfalls Störungen durch Untersuchungen seitens der Staatsanwalt, der Steuerbehörden oder generell seitens der Justiz gebrauchen. Das würde erklären, warum Richter, Finanzamt und Staatsanwaltschaft so resistent dagegen waren, die Vorwürfe von Mollath zu untersuchen. Welcher Richter oder welcher Staatsanwalt stellt sich schon der geballten Macht eines Kanzlers und eines Wirtschaftsministers entgegen. Niemand, denn das käme dem Verzicht auf die Pension gleich.

Ich kann nur vermuten, dass das der Hintergrund gewesen ist und Psychiater kann man schließlich kaufen, wie auch Koch im Fall von 3 Steuerprüfern bewiesen hat, die ihm bzw. Freunden von ihm gefährlich auf die Pelle rückten.

Wie gesagt, es ist nur ein Verdacht. Ich sage mal, ein begründeter Verdacht, weil so das Puzzle erst einen Sinn ergibt.