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Erstelldatum: 15.03.2012

Bildungsoffensive der U. von der Leyen

Ein Artikel in der Zeit über Frau von der Leyen und ihre Vorstellungen davon, das Urteil des BVerfG mit der Verteilung von Bildungsgutscheinen an die Kinder von Hartz IV-Empfängern zu umgehen und ihre erneute Einlassung zum Thema "Bildungscard" sollte mich eigentlich glücklich machen. Endlich will die blonde Ursula Bildung für alle und das zum Nulltarif.

Mal ehrlich, wenn ich diese Frau sehe (zum Glück nur auf Bildern), dann tue ich vielen blonden Frauen Unrecht, weil mir dann durch den Kopf schießt, an den Blondinenwitzen könne doch was dran sein.

In Zeit-Online erklärt sie nun dem staunenden Volke, wie sie sich das vorstellt. Private Spenden sollen das ermöglichen. Aber Ullala, Private unterstützen doch schon in nicht unerheblichem Maße das, was man dem Volk als Bildung verkauft. WISO hat darüber berichtet und, um es mit den Worten der englischen Queen zu formulieren: "I'm not amused!"

In der Vergangenheit habe ich mich auch schon mit der INSM befasst. INSM-Materialen sind, soweit ich sie kenne, immer manipulativ durchsetzt mit Botschaften, die das soziale Gefüge dieses Staates noch mehr zerstören, als das ohnehin schon der Fall ist.

Deshalb bereitet es mir große Sorge, wenn solches Unterrichtsmaterial an Schüler verteilt wird, die in den meisten Fällen noch nicht in der Lage sind, die sehr gut aufbereiteten Fehlinformationen durch die INSM und deren Forschungsinstitut (IW Köln) ausreichend zu analysieren und damit gezielt in eine der INSM genehme Richtung manipuliert werden. Das, so der Sprecher der INSM, treffe auf keinen Fall zu und außerdem könne ja jede/r Lehrer/In selbst bestimmen, welche privaten Unterrichtsmaterialien er verwende. Dass er nicht gleichzeitig mit Heiligenschein dargestellt wurde, wundert mich.

Richtig ist, dass der Lehrkörper eigentlich wissen müsste, dass derartiges Material manipulativ wirkt. Doch damit unterstellt man dem Lehrkörper auch eine politisch neutrale Haltung. Geht das? Ich denke nicht, denn ein großer Teil des Lehrkörpers ist selbst politisch mehr oder minder stark aktiv, zum Teil auch parteipolitisch aktiv und damit indoktriniert. Ich denke, da gibt es schon Lehrer/Innen, die solches Lehrmaterial dem offiziellen Lehrmaterial vorziehen, weil es ihrem politischen Weltbild entspricht.

Aus meiner Sicht gibt es natürlich auch Lehrer/Innen, die sich mit politischen Themen wenig bis gar nicht befassen und deshalb auch nicht fähig sind, den manipulativen Charakter dieser kostenlosen Materialien zu erfassen und dank einschlägiger Presseberichte dann sogar selbst zusammen mit den Kindern und Jugendlichen dieser Manipulation erliegen.

Damit man mich richtig versteht, das ist keine grundsätzliche Kritik an Lehrern, denn ich bin überzeugt, dass es auch die Lehrer/Innen gibt, die politischen und wirtschaftlichen Lehrstoff neutral vermitteln, auch dann, wenn sie selbst bzw. ihre politische Einstellung einer bestimmten Partei zugeneigt ist. Aber es gibt eben auch die anderen. Es gab sie immer und wird sie auch weiterhin geben.

Die 4 von WISO befragten Kultusminister urteilten einstimmig, dass solche Materialien eigentlich nicht im Schulunterricht wegen mangelnder Ausgewogenheit verwendet werden dürften, aber die blonde Ullala möchte das als Grundlage für die (Ver)Bildung der Jugend einführen. Wenn das nicht ein Fortschritt ist. Bertelsmann, die INSM und viele andere solcher Stiftungen werden sich mit Freuden darauf stürzen, der Jugend von der Kita angefangen ihre aus meiner Sicht oft perversen Vorstellungen einer funktionierenden Gesellschaft einzubläuen. Ganz umsonst, zumindest für den Staat, nicht aber für diese Unternehmen und Stiftungen und zum Nachteil für die Kinder und für die Gesellschaft insgesamt.

Wenn ich eingangs meinte, dass Ursula von der Leyen mich an die Blondinenwitze erinnere, ist das nicht ganz richtig. Ich halte diese Frau für sehr gefährlich, denn sie ist Teil des Gesellschaftszweiges, der in seiner maßlosen Selbstüberschätzung längst jeglichen Realitätssinn verloren hat. Sie ist bereits Teil eines neuen Feudalsystems, weitab jeglicher Vorstellung von Demokratie.