| Navigation aus Navigation an | Erstelldatum: 21.02.2012 |
Polittheater
Diese 3 Punkte alleine reichen schon, das Bruttosozialprodukt zu senken, weil dem Staat Mehrausgaben ins Haus stehen, dabei die Steuereinnahmen drastisch sinken, weil der Konsum zwangsläufig und zwar erheblich sinkt. Aber es senkt nicht die Schulden. Daraus ergibt sich nach Adam Riese, dass der prozentuale Teil der Verschuldung gegenüber dem Bruttosozialprodukt steigt. Sie wollen ein praktisches Beispiel? Nehmen wir die Bundestagswahlen. Stellen sie sich vor, die Wählerstimmen wären die Steuereinnahmen, die gültig abgegebenen Stimmen das Bruttosozialprodukt, und der Anteil der Parteien nach der Wahl die Verschuldung. Je niedriger die Wahlbeteiligung, umso stärker sinkt das Bruttosozialprodukt, während der prozentuale Stimmenanteil der Parteien dadurch steigt. Natürlich besteht das Bruttosozialprodukt nicht nur aus Steuereinnahmen, sondern beziffert das gesamte Nationaleinkommen, also auch die Einkommen derer, die ihr Einkommen lieber außerhalb Griechenlands "anlegen", wobei sie vergessen haben, den Anteil des Fiskus auch an diesen abzuführen. Das Fazit ist, dass sich Griechenland voll in die Hände der so genannten Retter begibt, oder anders gesagt, die angebliche Rettung mit seiner Souveränität bezahlt. Dass das so ist, daran hat wohl der derzeitige "Staatenlenker" Papadimos großen Anteil. Er war es, der die Verantwortung dafür trug, dass Griechenland in die Euro-Zone eingetreten ist. Durfte man zu Beginn der Griechenland-Krise der Presse glauben, dann war das nur möglich, weil Griechenland falsche Zahlen geliefert hat. Hat Griechenland wirklich falsche Zahlen geliefert?? Nein! Es war Papadimos, der für die Zahlen verantwortlich war, die den Beitritt Griechenlands zur Euro-Zone ermöglichten. Aber Papadimos ist nicht Griechenland. Doch das hat die Presse und die Politik ganz offensichtlich völlig vergessen, wie sonst hätten sie den Mann, der doch die Aufnahme Griechenlands durch betrügerisches Zahlenmaterial erst ermöglichte, nicht so als Retter Griechenlands feiern können, wie sie es taten. Griechenland hätte schon unter Papandreou den Austritt aus dem Euro verkünden sollen, doch das hat die EU wohl mit allen Mitteln verhindert. Das wäre zwar besser für Griechenland gewesen, denn sie hätten zuerst mal viel Geld selber drucken können, damit die Währung abwerten und damit auch die Schulden entwerten können. Aber das konnte die EU nicht zulassen, denn dann wäre das ganze Kartenhaus "Euro" vermutlich zusammengebrochen. Aber der Euro wird dringend gebraucht, denn ohne den Euro und seine Krise könnte man nicht auf europäischer Ebene ein Pendant des IWF installieren (den ESM) und mit Zusatzverträgen (VSKS) die Finanz- und Wirtschaftspolitik aus dem Hoheitsgefüge der Nationalstaaten an die EU-Diktatur abtreten. Dass der ESM ein losgelöster, aber wichtiger Teil dieses Komplotts ist, ist für mich keine Frage. Für mich steht fest, dass der Euro nie funktionieren konnte, denn ein Griechenland, Irland, oder Portugal konnte wirtschaftlich niemals gleiche Leistungen bringen, wie die Industrienationen. Das wussten alle, die sich so für den Euro stark gemacht haben, vor allem Kohl, Waigel, Genscher. Der Euro ist das Druckmittel, aus dem supranationalen Gebilde Europa einen Staat Europa zu machen und ein Blick in die USA reicht, um zu sehen, was ein Staat wert ist, wenn die Wirtschaft und die Banken das Sagen haben. Amerika müsste längst den Status eines Schwellenlandes haben, aber mit der Tendenz in Richtung Drittweltstatus. Damit wären wir wieder bei der Nominierung von Gauck. Wer nun glaubt, die Nominierung von Gauck sei für Merkel eine Niederlage, liegt einfach falsch. Für Merkel ist die Wahl des Bundespräsidenten nur eine unangenehme Nebensächlichkeit und bei Gauck muss sie nicht befürchten, dass er die maßgeblichen Punkte ihrer Regierungszeit infrage stellt. Gauck ist aus meiner Sicht ein viel größerer Opportunist, als allgemein geglaubt wird. Längst hat er schon gutgeheißen, was Merkel alles auf dem Kerbholz hat und seine Abneigung gegen jegliches Aufbegehren und jegliche Kritik durch den "Pöbel" mehr als deutlich zum Ausdruck gebracht. Gauck ist für Merkel keine Gefahr, sondern ein wahrer Mitstreiter und Merkel wird ihn besser zu nutzen wissen, als seinen Vorgänger. Man muss ihn nur an seiner Eitelkeit und seiner Selbstgefälligkeit kitzeln und darauf versteht sich die Merkel. | |