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Erstelldatum: 25.05.2011

Was die Presse so bewegt

Vorläufiges Ergebnis Bürgerschaftswahl
Land_Bremen 2011
 SPD 
 
  38,8 %  
 CDU 
 
  19,9 %  
 GRÜNE 
 
  22,3 %  
 DIE LINKE 
 
  5,7 %  
 FDP 
 
  2,4 %  
 BIW 
 
  3,9 %  
 BBL 
 
  0,4 %  
 Dialog Grundeinkommen 
 
  0,4 %  
 B+B 
 
  0,9 %  
 BIP 
 
  0,4 %  
 FREIE WÄHLER BREMEN      0,2 %  
 Für Bremerhaven      0,2 %  
 NPD 
 
  1,6 %  
 PIRATEN 
 
  1,9 %  
 PdB      0,1 %  
 RRP 
 
  0,9 %  
Wahlberechtigte:   488.344
Wahlbeteiligung:   50,5%
Quelle: Landeswahlleiter Bremen

Machen wir mal wieder eine kleine Presseschau. Da war zunächst die Bürgerschaftswahl in Bremen. Endlich durften auch die jungen Leute (ab 16) zur Wahl gehen und erwartungsgemäß stürmten die Wahlberechtigten die Wahllokale. Vor allem die Jugend war froh, endlich auch die gleichen Fehler wie die vorherigen Generationen machen zu dürfen, indem sie den Parteien ihre Stimmen gaben, die eigentlich nicht wählbar sind, also CDU, FDP, SPD und Grüne. 50,5 % der Wahlberechtigten gaben so ihre Stimmen ab und sind vermutlich für die nächsten Jahre sprachlos. Die restlichen 49,5% hatten vermutlich in den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern die spannenden Gespräche der Reporter mit den Parteivorsitzenden verfolgt und als Sie dann schließlich gegen 20:00 Uhr die Wahllokale stürmen wollten, wurden sie ausgesperrt (vermute ich mal, warum sollte sonst die halbe Bürgerschaft auf ihr Wahlrecht verzichten?).

Weil Bremen eines der 4 mehr als pleite-Länder der BRD ist, werden in den nächsten Jahren alle Sparanstrengungen unternommen, um den Haushalt der öffentlichen Hand in den Griff zu bekommen. Dazu gehören Privatisierungen, Streichungen aller noch halbwegs als sozial anzusehenden Ausgaben, vielleicht eine kleine Diätenerhöhung und ähnliche, dringend erforderliche Maßnahmen. Da die Hälfte der Bremer Bürgerschaft ja ihre Stimme abgegeben hat, also sprachlos ist, kann sie auch nicht protestieren, weil sie sich alternativ den Kauf von Baseballschlägern nicht leisten kann.

Natürlich ist der Jubel groß, denn die schwarzgelbe Pest wurde abgewehrt und die rotgrüne Cholera blieb den Bremern erhalten. Nun werden wieder 4 Jahre vergehen, in denen man wortgewandt informiert wird, warum Änderungen nicht möglich sind und warum die Bremer den Gürtel erneut enger schnallen müssen. Das Wahlergebnis, besonders der übrigen angetretenen Parteien zeigt, dass ein alter Spruch seine Gültigkeit nicht verloren hat: "Wat de Bur nit kennt, dat fritte nit!" Dazu ein Tipp von mir. Bei Egon W. Kreutzer kann man das Buch bekommen "Partei der Nichtwähler, der schlafende Riese", sehr empfehlenswert.

Eine weitere völlig überraschende Meldung kommt aus Japan. In Fukushima hat doch eine Kernschmelze stattgefunden. Welche Überraschung! Aber keine Sorge, Tepco hat die Sache im Griff. Und keine Sorge, die Strahlenbelastung von 100 Millisievert (mSv) erhöht die Chance, an Krebs zu erkranken, nur um 1%. So zumindest schreibt es die WELT. Ich bin da ein wenig konservativ, denn ich betrachte es nicht unbedingt als Chance, an Krebs zu erkranken, sondern als Gefahr oder zumindest Risiko. Und sicher werden die Opfer später nicht als Strahlenopfer anerkannt, vor allem nicht, wenn sie rauchen, denn dann ist natürlich das Rauchen der Verursacher des Krebs oder eventueller Missbildungen bei Neugeborenen und nicht die Kernschmelze in Fukushima. Aber mit solchen Problemen haben die japanischen Behörden nach Hiroshima und Nagasaki ja schon Erfahrung.

Ein kleiner Artikel im Hamburger Abendblatt sollte eigentlich den Titel EU-Politiker outen sich haben. Aber man hat sich bei Springer offenbar auf den Titel "EU will Bezahlen per EC-Karte mit Unterschrift abschaffen" geeinigt. Nach diesem Bericht soll das in vielen Geschäften des Einzelhandels noch übliche und kostenlose Verfahren, mit der EC-Karte zu zahlen, indem man einen Beleg unterschreibt, abgeschafft werden. Stattdessen wollen die EU-Politiker das ansonsten in den großen Handelsketten übliche und kostenpflichtige Verfahren (0,3% von jedem Einkauf), mit EC-Karte im Online-Verfahren durch Eingabe der Pin-Nr. auch für den Einzelhandel einführen.

Nun könnte man als Verbraucher natürlich sagen: "Was geht mich das an? Das soll der Einzelhandel mit der Politik und den Banken klären." Ich sehe das ein wenig anders. Hier outen sich die Politiker der EU eindeutig als Büttel der Banken. Eigentlich hätten sie im Rahmen der so viel gepriesenen freien Marktwirtschaft den Banken sagen müssen, dass das nicht Aufgabe der Politik ist, sondern sich die Banken darüber mit dem Einzelhandel selbst auseinandersetzen müssen. Dieses Vorhaben zeigt, dass die EU alles andere als eine demokratische und freie Marktwirtschaft ist. Sie ist eine von den Banken und den Großkonzernen geführte Markt-Diktatur, in welcher Bürger nur die Rolle von Konsumenten spielen. Die EU-Politiker und die EU-Beamten sind reine Marionetten, aber über Gebühr gut bezahlt. Dieses Vorhaben zeigt einmal mehr, dass man sich über die Banken-Rettungsschirme nicht wundern sollte. Sie haben vor allem den Sinn, die EU-Nationalstaaten schneller in die Pleite zu treiben, um diese Diktatur mit Namen "Europäische Union" als Staatenbündnis entstehen zu lassen, ein nur noch kleiner Schritt hin zur NWO, einer von Banken, Pressemogulen und Konzernen gesteuerten Diktatur.

Eine Geist geht um. Er hat den Namen: "EHEC" Es lohnt sich, dazu mehrere Pressemeldungen zu lesen, denn jedes Presseorgan weiß darüber zu berichten, nur dass jede etwas anderes schreibt.

Der Focus schreibt von 460 "möglichen Fällen". Der Stern berichtet zwar nur von 140 dem RKI (Robert Koch Institut) gemeldeten Fällen, aber diese Diskrepanz ist erklärbar, weil diese 140 dem RKI gemeldeten Fälle als Folge vom HUS-Syndrom (Nierenversagen) betroffen wurden. Der Tagesspiegel bringt dabei ein Bild einer Petri-Schale, die gegen das Licht gehalten fast wie das Abbild eines Mikrochips anmutet.

Nach neuesten Meldungen stehen nun fertige Rohkostsalate in Verdacht, aber liest man die Berichte, dann wird eigentlich nur klar, dass niemand nichts Genaues weiß. Angeblich sollen vor allem jüngere Frauen betroffen sein, vor allem zum Spektrum der Gutverdienenden zählend. Zynisch könnte ich anmerken, dass es offenbar vor allem die von Schwarzer inspirierten weiblichen Yuppies betrifft, deren reales Einkommen nicht das ist, was sie verdienen (wie fast immer im gehobenen Management). Und weil ich gerade beim Zynismus angekommen bin, würde ich dann EHEC auch anders schreiben "EHE-C", wobei das C für Cancel steht. Doch, um wieder sachlich zu werden, wird dieser Frauentypus genannt, weil dort vor allem viele Rohköstler zu finden sind und die Forscher ja vor allem beim Gemüse suchen.

Ich würde bei der Suche allerdings anders vorgehen. Die vorgenannte Frauengruppe gehört sicherlich zu der Gruppe, die Salat und Gemüse vor dem Verzehr ohnehin gründlich waschen. Folglich würde ich mein Augenmerk zuerst auf saisonales Obst richten, vor allem die Obstsorten, die man gerne auch mal ungewaschen in den Mund steckt, z. B. Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen oder ähnliche Obstsorten. Außerdem würde ich eine Frageaktion bei den Landwirten starten, ob sie in diesem Jahr andere als Pflanzenschutzmittel bezeichnete Gifte auf ihren Obst- oder Gemüseplantagen ausgebracht haben.

Sollte sich allerdings der momentane Verdacht von fertig verpackten Rohkostsalaten verdichten oder gar als richtig erweisen, müsste auch das Verpackungsmaterial untersucht werden. Allerdings scheint die Erregung der Presse vor allem darauf zurückzuführen sein, dass man sonst keine Themen hat, denn bundesweit bisher 460 Verdachtsfälle, davon 140 mit HUS-Syndrom bei 82 Millionen Einwohnern (ja, so viele sind wir immer noch, trotz seit nunmehr fast 40 Jahren niedriger Geburtenrate) machen 460 Verdachtsfälle gerade mal 0,000561% aus und die mit HUS infizierten Fälle 0,000171%. Und das würde bei keinem Presseorgan für Aufregung sorgen, gäbe es interessantere Themen.

Anders wäre es natürlich, wenn der Verdacht bestünde, dass hier Menschen für bakterielle Kriegswaffen als Versuchskaninchen verwendet werden, denn irgendwie müssen ja ABC-Waffen getestet werden und die Vogel- und Schweinegrippe haben sich ja schließlich als Flop erwiesen, vorausgesetzt, dass auch diese Viren als geheime Waffen getestet wurden. Vielleicht sollte das RKI mal bei de Maizière nachfragen, der darüber als ehemaliger Kanzleramtsminister und damit zuständig für die Geheimdienste und nun als Verteidigungsminister vielleicht was dazu sagen könnte (falls er möchte, was ich eher wieder bezweifle). Ach, so ein wenig Verschwörungstheorie einzubringen, tut wirklich gut und ist auch angebracht, wenn man bei "Erregern" nie genau bestimmen kann, woher sie kommen.

Zum Schluss noch ein Bericht im Spiegel über das Konsumklima in Deutschland. Die GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) ist besorgt, weil der Konsumklima-Wert von 5,7 auf 5,5 Punkte gefallen ist, trotz boomender Wirtschaft. Ich bin erschüttert. Ihr Konsumenten, was denkt Ihr Euch eigentlich? Glaubt Ihr den wirklich, dass steigende Preise und damit eine Verringerung des Einkommens Euch berechtigen, weniger Geld auszugeben? Wenn das Geld nicht reicht, nehmt Kredite auf, macht es wie das US-Volk, lebt auf Pump. Das macht der Staat doch auch und das klappt seit nunmehr über 60 Jahren, also warum soll das bei Euch nicht gehen? Nur weil Ihr die Kredite plus Zinsen selbst tilgen müsst? Das sind doch nur faule Ausreden.

Eigentlich kann man nur staunen, dass es Institute gibt, die als "Forschungsinstitute" ausgewiesen werden und dann so viel Müll absondern. Das Konsumklima hat nichts mit sparen zu tun, sondern ist die Folge davon, dass die Preise steigen, nicht aber die Einkommen. Dabei ist die genannte Preissteigerungsrate von 2,4% (April) ein echter Witz. Die Preise steigen dort, wo das meiste Geld einer wachsenden Zahl von Deutschen hin wandert. Landwirtschaftliche Produkte wurden teurer, die Energiepreise steigen, aber natürlich ist das lt. Kartellamt kein Zeichen für ein Kartell, die Politik sorgt mit widersinnigen Projekten (E10) dafür, dass die Getreidepreise noch schneller und stärker steigen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Niedriglöhner, die Zahl der Arbeitslosen bleibt gleich, auch wenn getürkte Statistiken etwas anderes behaupten, die Rentner haben ein Mehr an Rente von 0,99% zu erwarten, wovon wieder rund 10% an Abzügen für die Krankenkassen und die Pflegeversicherung abzuziehen sind und je nach Krankenkasse dafür steigende Zusatzbeiträge anfallen und da wundert sich dieses Forschungsinstitut über ein sinkendes Konsumverhalten?

Ich hätte einen Vorschlag zu machen. Man richtet einen TÜV für die angebliche "Elite" ein, bestehend aus wirklich unabhängigen Psychologen, Wer den TÜV nicht besteht, kommt für ein halbes Jahr in eine geschlossene Anstalt und danach ein weiteres halbes Jahr in eine Anstalt mit gelegentlichem Freigang. In dieser Zeit werden intensive Programme über Ursache und Wirkung gelehrt und dort, wo sich eine anhaltende Resistenz zeigt, mit höheren Dosen Psychopharmaka versucht, die Resistenz in Einsicht zu verwandeln. Leider ist das nur ein illusionärer Einfall, weil die Mitglieder der Prüfkommission letztendlich der gleichen Gruppe angehören, wie die zu Prüfenden. Das wiederum würde bei den Prüfungskriterien dazu führen, dass der "natürliche Wahnsinn" der zu Prüfenden als Grundvoraussetzung für das Bestehen der Prüfung angesehen würde. Ich gebe es zu, es ist eine Schnapsidee. Lassen wir also alles beim alten.