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Erstelldatum: 04.04.2012

Reaktionen

Natürlich habe ich mit Reaktionen auf meine Aussage "zwecklos" gerechnet, allerdings nicht in dieser Menge und Intensität. Sie alle, die mir geschrieben haben, hätten es natürlich verdient, dass ich individuell jedes Schreiben beantworte, aber das würde sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb mache ich es auf diesem Wege, weniger individuell und dennoch stimmig (glaube ich), weil der Tenor Ihrer Schreiben letztendlich stets auf die gleiche Bitte (Forderung möchte ich es nicht nennen) hinauslief, die Seite beizubehalten und weiter zu betreiben.

Sehr geehrte Herren und Damen (ist das die korrekte Anrede in einer Gender-orientierten Gesellschaft dank Grüner und Linker?),

Ihre Schreiben haben mich berührt und, ich gestehe es, ich habe es genossen, sie zu lesen. Ich kam mir vor, wie Mutter Theresa aber natürlich wissen Sie und auch ich, dass Mutter Theresa nicht ganz so heilig wie immer dargestellt war und das gilt auch für mich.

die Seite bleibt im Netz, schon alleine deswegen, weil ich doch hoffe, dass sich einige Leute auch für ältere Beiträge interessieren oder auf die angebotenen Veröffentlichungen wie ESM-Vertragsentwurf oder Lissabonvertrag zugreifen und sich über Einzelheiten informieren möchten. Aber es bleibt dabei, dass ich mir eine Auszeit gönne und wer weiß, vielleicht gefällt mir ja das Lotterleben, als nichtsnutziger Rentner, angetan mit einem Hemdchen (ich verkneife mir den Terminus "T-Shirt"), auf dessen Rückseite Nach mir die Sintflut gedruckt steht. Aber so ganz kann ich das selber nicht glauben.

Ich gestehe, der ZEIT-Artikel über die Kanzlerakte hat mir bestätigt, was ich bereits seit langer Zeit vermutet habe. Deutschland ist weder ein souveräner noch eigenständiger Staat, sondern nach wie vor ein von den Alliierten besetztes und dominiertes Gebiet und soll das bis 2099 bleiben. Politiker wie der amerikanische Schoßhund Merkel (meine Sicht) und ihre Vorgänger haben nicht nur mit ihrer Unterschrift die Deutschen verraten, sondern vor allem damit, dass sie diesen Umstand nicht öffentlich machten sondern im Gegenteil die Deutschen mit ihrem Gerede über Freiheit und Souveränität bewusst in die Irre führten. Ich habe oft genug angeführt, dass ich nicht viel vom Grundgesetz als Verfassungsersatz halte, weil es zu leicht anpassbar an politische Forderungen ist. Nun ist mir klar geworden, dass genau das gewünscht war und zwar von den Alliierten, um den zu erwartenden Änderungen in der Weltpolitik jederzeit ohne großen Druck und ohne Publizität begegnen zu können. Geahnt habe ich das schon länger und aus dieser Ahnung heraus ist auch mein Beitrag NWO entstanden.

Da ich außer Deutsch und über andere Leute keine Sprache beherrsche (nicht einmal plattdeutsch) und auch keinerlei Interesse habe, englisch wirklich zu lernen (wobei englisch falsch ist, amerikanisch müsste es heißen), weil mir diese Sprache absolut nicht gefällt, sah ich meine Möglichkeiten stark eingeschränkt, meinen kleinen "Privatkrieg" gegen Fehlentwicklungen auf die ganze Welt auszuweiten. Das hat mich bewogen, nicht nur eine Auszeit "zu beantragen", sondern die Möglichkeit einer völligen Aufgabe in Erwägung zu ziehen.

Eines möchte ich vorausschicken. Es war und ist keine Folge einer depressiven Phase, denn zur Depressivität habe ich noch nie geneigt. Es war eine Folge ohnmächtiger Wut darüber, dass die Menschen seit inzwischen 6 Jahrzehnten derart hinterhältig betrogen wurden und mir das bisher völlig entgangen ist. Von der Politik betrogen zu werden, haben wir ja inzwischen als Alltag hingenommen, aber immer noch daran geglaubt, daran etwas ändern zu können. So aber wurden wir ohne unser Wissen von den Siegemächten versklavt und uns diese Sklaverei als Folge alternativloser Wirtschaftserfordernisse verkauft.

So, wie die Presse uns Obama als den mächtigsten Mann der Welt verkauft, weil er ja Präsident der vereinigten Staaten ist, wurde uns auch eine Zeitlang Angela Merkel als die mächtigste Frau der Welt verkauft. Forbes, das ist das Magazin, welches jedes Jahr eine Liste der Reichsten veröffentlicht, hat uns diesen Unsinn (Merkel) verkauft und das wurde natürlich weltweit von der übrigen Presse übernommen. Doch die mächtigsten Menschen dieser Welt sind weder Obama noch Merkel, sondern die Mitglieder diverser Organisationen und Stiftungen, wobei an erster Stelle wohl der Council on Foreign Relations, gefolgt von der Trilateralen Kommission, dem Club of Rome, den Bilderbergern (der Kern), dem Aspen-Institut, dem European Council on Foreign Relations (Mitbegründer Joschka Fischer) und weiteren in die gleiche Richtung agierenden Stiftungen und Organisationen bestehen, die nicht nur bestens untereinander vernetzt sind, sondern deren Mitglieder auch in mehreren anderen dieser Organisationen auftauchen. Eines haben sie gemeinsam: Geld, viel Geld und deshalb fühlen sie sich berechtigt, die Geschicke dieser Welt in die Hand zu nehmen, schließlich sind sie ja ohnehin schon die Herren der Welt und können über die in ihrem Besitz befindlichen Konzerne und Kapitalgesellschaften (Banken, Fonds, Börsen) das Weltgeschehen nach Belieben steuern. Demokratie? Das ist doch nur Blendwerk, eingerichtet, um dem tumben Pöbel das Gefühl zu geben, auf das Weltgeschehen ein wenig Einfluss nehmen zu können. Doch nur diese Organisationen und Stiftungen nehmen alle Einfluss auf die Politik, entweder der jeweiligen Länder, in denen sie angesiedelt sind, oder auf alle Länder, die es ihnen ermöglichen.

So beschreibt Wikipedia den Grund und die Aufgaben des Council on Foreign Relations:

    Die Aufgaben des CFR sind zum einen die Arbeit in den Diskussions- und Studiengruppen, zum zweiten Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, eine pro-internationalistische Außenpolitik der USA zu fördern und schließlich die Arbeit im Formulierungsprozess US-amerikanischer Außenpolitik. Gerade hierin sehen der Historiker Laurence H. Shoup und der Soziologe William Minter einen "undemokratischen Prozess" und eine "Gefahr", da das Resultat des Zusammenspiels zwischen den Regierungsverantwortlichen und den Finanzgewaltigen, nämlich Maßnahmen der amerikanischen Außenpolitik, "sich gegen das Interesse der Mehrheit des amerikanischen Volkes und der Völker dieser Welt richtete und bis heute richtet". In einer Globalisierung, die gepaart ist mit monetärem Nationalismus ("monetary nationalism"), sieht der CFR eine gefährliche Kombination, die finanzielle Krisen und geopolitische Spannungen erzeuge. So forderte Benn Steil in der Zeitschrift Foreign Affairs, dass die Welt unerwünschte Währungen preisgeben und gegen Dollar, Euro und multinationale Währungen, die es zurzeit noch nicht gebe, ersetzen solle.

Nun, wie die strategische Außenpolitik der USA aussieht, müsste eigentlich inzwischen jeder wissen, Kriege und noch mal Kriege und zwar vornehmlich gegen Länder, die reiche Bodenschätze aufweisen (z. B. Öl) oder ansonsten von Geostrategischer Bedeutung für die USA sind. Lese ich dann die Aussage über die unerwünschten Währungen, fällt mir spontan das Experiment Euro ein, mit dem unerwünschte Währungen abgelöst wurden und, so mein Eindruck, der nun von den Ratingagenturen seinerseits als unerwünschte Währung gesehen wird, die es zu vernichten gilt.

Die Drachme war eine der durch den Euro abgelöste unerwünschte Währung, ebenso wie die Lire. Dann stuften die Ratingagenturen Griechenland herab und wir bekamen von der Presse Schauergeschichten vorgesetzt, dass Griechenland sich mit gefälschten Zahlen quasi in die Euro-Zone eingeschmuggelt habe. Kaum war Papandreou von der EU-Führung abgesägt, wurde als Lichtgestallt Papademos als Chef der Übergangsregierung deklariert und von der Presse in den wärmsten Worten angepriesen. Nur im Nebensatz wurde erwähnt, dass dieser Bankster einer der maßgeblichen Architekten der Euroeinführung in Griechenland gewesen ist. Schon seltsam, erst wird Griechenland beschuldigt, sich mit gefälschten Zahlen in die Eurozone eingeschlichen zu haben und nun wird der maßgebliche Fälscher plötzlich zum Retter Griechenlands hochstilisiert? Wenn das nichts über den wahren Zustand unserer Pressorgane aussagt!

Auch Italiens neue Lichtgestalt Monti (1995 wurde er EU-Kommissar für den Binnenmarkt. Dieses Amt hatte er bis 1999 inne, dann wurde er bis 2004 Kommissar für Wettbewerb in der EU und er ist zudem Mitglied des Vorstands der Bilderberg-Konferenz und führendes Mitglied der Trilateralen Kommission. Er ist weiterhin internationaler Berater bei Goldman Sachs und Coca-Cola) nach Berlusconi ist ein Bankster und aus meiner Sicht einer der schlimmsten. Sarkastisch könnte man sagen, ein Mafioso wird von einem Bankster abgelöst, ist wohl die nächsthöhere Stufe der Kriminalität. Ist ja auch richtig, den Verursachern aller Krisen die Verantwortung für diese Staaten zu übertragen, kennen sie sich doch bestens damit aus, wie man bei am Boden Liegenden nachtritt. Und es wäre ja sicherlich der falsche Weg, die Verantwortlichen für die Krisen zur Rechenschaft zu ziehen, könnte man doch dann die Opfer der Krisen nicht auch noch zur Bezahlung aller unverantwortlichen Schritte im Finanzwesen heranziehen, oder? Goldman Sachs ist die Bank, die schon oft den US-Finanzminister stellte, zuletzt bei Beginn der Finanzkrise (Paulson) und aus meiner Sicht die Bank, die maßgeblichen Anteil an dem Ausbruch der Finanzkrise hatte. Sie war einer der Gewinner der Krise und wurde erst erheblich später beschuldigt, selbst äußerst krumme Geschäfte im Immobiliengeschäft betrieben zu haben. Diesbezüglich angeklagt wird sie wohl nie verurteilt werden, sondern sich mit einem Vergleich freikaufen, was allerdings in den USA teurer ist als in Deutschland (siehe Ackermann und die Vodaphone-Affäre).

Sie sehen, ich kann es nicht lassen, meinen Senf zur aktuellen Lage beizugeben, dabei wollte ich doch eigentlich nur auf Ihre vielen und durch die Bank wohlmeinenden Schreiben antworten, um Ihnen meinen Dank auszusprechen. Ich werde also höchstwahrscheinlich nach einer gewissen Zeit weiter schreiben, vielleicht auch mal einen kleinen Beitrag zwischendurch. Aber erst einmal gönne ich mir eine Pause, vermutlich solange, bis mein völlig durchgesessener Schreibtischstuhl durch einen Neuen ersetzt wurde.

Also nochmals vielen Dank. Ihre Schreiben waren eine Art warmer Regen für mich Und machen Sie sich keine Sorgen, ich bin putzmunter und alles, aber nicht deprimiert.