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Erstelldatum: 21.08.2011

Wettbewerb und Globalisierung

Ich habe heute den Paukenschlag 33 von 2011 von Egon W. Kreutzer gelesen, der einmal mehr deutlich macht, wie wir aufgrund von Worthülsen auf Linie gebracht werden. Wichtig: Ganz am Schluss verlinkt Egon W. Kreutzer auf einen Artikel in der Welt, den man unbedingt lesen sollte.

In seinem Beitrag geht es um die Worthülsen Globalisierte Märkte und Wettbewerbsfähigkeit. Ich stimme den Aussagen voll zu, bin mir lediglich noch uneins, ob der Vergleich mit Olympia die Sache richtig trifft, oder der Vergleich mit Fußball treffender wäre. Auch bei Olympia treten Mannschaften an, aber Medaillen gewinnen nur Einzelne, während beim Fußball ein Mannschaftssieg ausschlaggebend ist und die Anzahl der gesammelten Punkte darüber entscheidet, in welcher Liga man spielt.

Für den Vergleich mit Olympia spricht, dass es Einzelne, so genannte Globalplayer sind, die symbolisch aufs Treppchen steigen. Für Fußball spricht, dass die Wertungen ja Mannschaftswertungen sind, auch wenn aus dieser Mannschaft Einzelleistungen ausschlaggebend sind und die Nationalität der Spieler ja nicht zwangsläufig identisch mit der Nationalität des Vereins sein muss, für den sie antreten. Das ist in der Wirtschaft schließlich auch so, welcher angeblich deutsche Globalplayer ist denn noch ein rein deutsches Unternehmen?

Als ich den Beitrag gelesen habe, habe ich ihn mit einem Film assoziiert, den ich vor Jahren mal gesehen habe. Es war der Film Das Geld anderer Leute mit Danny de Vito und Gregory Peck in den Hauptrollen. Gregory Peck ist ein Unternehmer, der eine Drahtfabrik betreibt, die er aufgebaut hat und im Laufe der Zeit weitere Personen als Gesellschafter über Beteiligungen in das Unternehmen eingebunden hat. Danny de Vito spielt einen Hedge- oder Equity-Fonds-Manager, der schwache Unternehmen in Form einer feindlichen Übernahme aufkauft, zerschlägt und ausschlachtet und die wertvollen Teile mit hohem Gewinn verscherbelt. Auf der Strecke bleiben die Arbeitnehmer des Unternehmens.

Die Schlüsselszene dieses Films ist die Abstimmung der Anteilseigner, ob sie der Zerschlagung zustimmen oder nicht. Zuerst argumentiert Gregory Peck, warum sich die Anteilseigner weigern sollen, appelliert an ihre soziale Verantwortung gegenüber den Arbeitnehmern und erinnert die Anteilseigner daran, dass sie ja bisher ganz gut vom Unternehmen profitiert haben und nach Überwindung der derzeitigen Durststrecke auch weiterhin wieder Gewinne zu erwarten haben.. Danach spricht Danny de Vito, macht den Leuten klar, dass er ihr einziger Freund ist, sich um ihr in das Unternehmen gesteckte Geld sorgt und ihnen klarmacht, dass bei der Abstimmung für ihn ihr Geld Gewinn abwirft.

Das Fatale an der Sache war, dass beide Argumentationen so verdammt logisch klangen und natürlich die Anteilseigner am Schluss für Danny de Vito stimmten, also der Zerschlagung des Unternehmens. Schließlich hatten die Anteilseigner in das Unternehmen Geld investiert um Gewinne zu machen, nicht um Arbeitsplätze zu sichern.

Na ja, der Film war eine Komödie und als solche musste er natürlich ein Happy-End haben. Am Schluss finden sich dann japanische Unternehmer, die an den Drahterzeugnissen für die Herstellung von Airbags interessiert sind.

Dieser Film fiel mir ein, weil er neben Wettbewerb und Globalisierung eine Spezies ins Gespräch bringt: Den Investor!. Es erinnert mich so stark an Aussagen unter rot-grün mit voller Zustimmung von schwarz und gelb, dass wir in globalisierten Märkten dringend Investoren ins Land locken müssen. Aber was ist ein Investor? Er oder sie ist jemand, der Geld hat, dieses Geld investieren will, damit er Gewinne erzielt, ohne dafür etwas in Form eigener Arbeit einbringen zu müssen. Es ist der Typus Mensch, der das Schlagwort lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten erfunden hat. Es ist der Typus Mensch, der unter dem Sammelbegriff Anleger bekannt geworden ist und sich derzeitig fluchtartig aus den Märkten zurückzieht, weil Finanzkrise und Eurokrise die Gewinne einbrechen lassen. Man kennt sie auch unter dem Begriff Aktionäre oder als Anteilseigner von Fonds. Fonds, ursprünglich mal eingerichtet, damit der Anleger mehr Sicherheit für sein angelegtes Kapital erhält, weil das angelegte Kapital auf verschiedene Möglichkeiten im Finanzgeschäft verteilt wird (Schuldverschreibungen Hypotheken, Pfandbriefe, Aktien, Staatsanleihen, Kommunalanleihen etc.), haben sich inzwischen zu den eigentlichen Hyänen im Finanzgeschäft entwickelt, weil die anzulegenden Gelder nicht mehr vertretbare Größenordnungen erreichen. Sie können das angelegte Kapital nur noch durch wahnwitzige Spekulationen vermehren und treiben Aktienkurse in die Höhe oder reißen sie in die Tiefe. Inzwischen sind nicht mehr nur Unternehmen in ihr Beuteschema eingebunden, sondern ganze Staaten. Und sie arbeiten Hand in Hand mit den angeblichen Kontrolleuren, den Rating-Agenuren.

Es ist die unausbleibliche Folge des Kapitalismus, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt für das auf den Markt drängende Kapital keine Schuldner mehr gefunden werden können. Verantwortungsbewusste Ökonomen haben schon immer darauf hingewiesen, aber sie finden kein Gehör, nicht bei der Politik, nicht bei der Presse und leider auch nicht bei der Masse. Verantwortungsbewusste Ökonomen, das sind nicht Leute wie Franz (Wirtschaftsweiser(??)), Sinn (Ifo Institut) Hüther (INSM) Eilfort (Stiftung Warentest, INSM) Miegel (Bürgerkonvent) Staubhaar (HWWI) und wie diese Mietmäuler noch so alle heißen, sondern Leute wie z. B. Heiner Flassbeck, Chefökonom der Uno-Handelskonferenz Unctad in Genf, der seit Jahren versucht, ein wenig Vernunft zu erreichen. Ganz selten gelingt es ihm, auch mal einen Bericht in den Mainstream-Medien zu platzieren. Jetzt allerdings wurde sein Beitrag: - Warum die Ökonomen die Welt nicht verstehen - in der Financial Time veröffentlicht. Ich kann mir das nur so erklären, dass der Chefredakteur gerade in Urlaub und seine Urlaubsvertretung gerade auf der Toilette war.

Das Hauptproblem ist wohl, dass der Investor eben nicht auf die großen Kapitalisten, also Multimillionäre und Milliardäre beschränkt ist, sondern auch unter der Masse diejenigen, die ein paar Euro/Dollar, Yen usw. auf Seite legen konnten, auch dazu zählen, die Leute, die glauben, wenn sie am Jahresende eine Zinsgutschrift von ein paar hundert Euro erhalten, auch zu den Gewinnern zu zählen. Irgendjemand hat es mal nachgerechnet. Zu den Gewinnern zählt man erst, wenn man mehr als 600.000 € auf dem Konto hat. Der Witz ist, dass es die Masse ist, die den Reichtum für Einzelne schafft, das es die Masse ist, die mit immer niedrigeren Löhnen, mit zusätzlichen Abgaben wie Steuern und anderen Sozialabgaben in Haftung genommen wird, wenn die Finanzwirtschaft und die Großkapitalisten wegen zu überschäumender Gier in Nöte geraten. Der Kapitalismus ist dabei nichts weiter wie ein Lottozettel, er verspricht im Falle des Gewinns die Befreiung von finanziellen Sorgen und Nöten (US-Mär vom Tellerwäscher zum Millionär). Aber die Chance darauf ist nicht größer, als auf einen Gewinn bei 6 Richtigen mit Superzahl, selbst dann, wenn der persönliche Egoismus und die erforderliche Ellenbogen-Mentalität und Rücksichtslosigkeit im Charakter schon verankert sind. Kapitalist wird man nur, wenn man zur Ausbeutung anderer bereit ist. Als Beispiel möchte ich da einen Artikel in der WELT über das spanische Unternehmen INDITEX anführen, dessen Modelabel ZARA offenbar in Verruf geraten ist. Lese ich in dem Artikel:

    In Spanien selbst gilt Inditex als das Vorzeigeunternehmen schlechthin. Der Konzern hat Wirtschaftsgeschichte geschrieben, und darauf ist man stolz. Inditex-Gründer Amancio Ortega eröffnete 1975 seinen ersten Laden in La Coruña, heute bringt es die Modekette auf 5154 Geschäfte in 78 Ländern. Ortega ist mit einem Privatvermögen von fast 22 Milliarden Euro der reichste Spanier und der siebtreichste Mann der Welt.

Dann beweisen die erhobenen Vorwürfe, dass dieser Spanier das Ausbeutungsschema perfekt beherrscht, denn wer es in nur 36 Jahren auf ein Vermögen von 22 Milliarden bringt, kann das in einem bereits seit langer Zeit bestehenden Geschäftsfeld mit massenweise Konkurrenz nicht mit legalen Mitteln erreichen. Ein Einzelfall ist er sicher nicht. Sollte er hingegen als Nebenbeschäftigung noch Oberhaupt einer Mafia-Familie sein, dann würde sein rasant wachsender Reichtum ebenso erklärbar sein, wie das Verhalten seines Unternehmens in Brasilien.

Maßlos erstaunt hat mich ein Artikel von Frank Schirrmacher, dem Mitherausgeber der FAZ. In einem Beitrag mit dem Titel Bürgerliche Werte resümiert er, dass das derzeitige Krisen-Szenario eigentlich schon vor langer Zeit von den Linken vorhergesagt wurde. Doch Vorsicht, ob das wirklich Selbstzweifel sind, steht noch offen, denn eigentlich beruft er sich auf die Selbstzweifel des britischen Konservativen Michael Moore, dem Biographen von Margret Thatcher. Doch zumindest Nachdenklichkeit hat sich bei ihm wohl auch eingestellt, darauf weisen einige Aussagen hin. Nun ist der Sammelbegriff Linke ein missverständlicher Begriff, denn es schimpfen sich viele als links, die es nie waren. Das gilt für die SPD ebenso wie für die Grünen und ob die Partei "Die Linke" wirklich das Potential für eine Erneuerung hat, bezweifle ich sehr stark. In Berlin und auch in Mecklenburg Vorpommern hat sie zumindest in dieser Hinsicht keinen sonderlichen Ehrgeiz an den Tag gelegt. Nehmen wir als Beispiel die SPD. Mitherausgeber der Zeit ist der ehemalige SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt. Und die ZEIT reagiert auf den FAZ-Beitrag mit einem Artikel Anständig zahlen. Und da ist nichts von der Nachdenklichkeit, die Schirrmacher anklingen lässt, sondern selbstgefällige Rechtfertigung der SPD-Maßnahmen mit dem üblichen Seitenhieb auf Lafontaine, während Angela Merkel eher hofiert wird. Es ist mal wieder die Einflüsterung des kleinen grünen Männchens in meinem Ohr, das mit zuraunt, hinter diesem Artikel stände nicht nur der Autor Uwe Jean Heuser, sondern Schmidt habe ihm gezeigt, welche Tasten er beim Verfassen des Artikels zu drücken habe

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Ab und zu sollte man daran erinnern, welchen Hintergrund eigentlich der politische Umschwung hatte. Es begann mit Reagan in seiner Zeit als US-Präsident, wurde von Margret Thatcher aufgenommen und nach Großbritannien gebracht und in Deutschland schon in der gelb-roten Koalition unter Schmidt ansatzweise erprobt und dann mit dem Lambsdorff-Papier und gleichzeitigem Bruch der gelb-roten Koalition in allen Teilen verwirklicht, das, was man heute verallgemeinernd als Neoliberalismus bezeichnet, was aber in Wirklichkeit das liberale System des Laissez Faire ist. Nach dieser Auffassung regeln die Märkte alles besser und allen geht es gut. Die Theoretiker des Liberalismus müssen sehr weltfremde Gesellen gewesen sein, denn ihnen scheint verborgen geblieben zu sein, dass sich hinter jedem Markt Menschen verbergen und Menschen sind die Spezies, die eine Eigenschaft aus der Zeit, als sie noch Affen waren, nie aufgegeben haben: Das Recht des Stärkeren durchzusetzen. Meine Meinung ist, dass die Menschen der Steinzeit wesentlich sozialer eingestellt waren, als die heutige moderne Gesellschaft. Die frühen Menschen waren in Clans eingebunden und soziale Verhaltensweisen waren für sie Voraussetzung fürs Überleben. Im Verhältnis zu anderen Clans haben sie sich vermutlich kaum anders verhalten, als das heute bei den Nationalstaaten der Fall ist. Sie haben sich getroffen, sich mal der gegenseitigen Freundschaft versichert, mal gegenseitig die Schädel eingeschlagen und, heute eher unüblich, sich gegenseitig die Frauen geklaut. Es muss auch ein inzestuöses Miteinander gewesen sein, denn sie kannten das System der Familie nicht, ausgenommen des Clans als Ganzes. Durch Frauenraub haben sie dann und wann frisches Blut zugeführt, doch der Grund dafür war ganz sicher nicht ein Bewusstsein von Inzest. Heute ist Inzest verpönt und verboten, ausgenommen natürlich bei den oberen Zahntausend (siehe die Rothschilds und andere Adelshäuser). Ich möchte nicht wissen, wie viele "Ergebnisse" von Seitensprüngen in der so genannten guten Gesellschaft durch "Einheirat" wieder in die Familien integriert wurden. Doch das sind nur ein paar nebensächliche Gedanken. Tatsache aber muss es sein, dass die soziale Bindung der Frühmenschen in den Clans wohl die Ursache ist, dass sich die Menschheit entwickeln konnte. Und es ist der Kardinalfehler der heutigen als liberal bezeichneten Systeme, dass sie das Soziale weitgehend ausklammern. Ein funktionierendes Sozialwesen ist aus meiner Sicht eine der tragenden Säulen der Gesellschaft und darf nicht privatisiert und damit dem Profitstreben ausgeliefert werden. Das war z. B. ein Irrweg der Agenda 2010 unter Schröder und im Gegensatz zur Aussage des Artikelschreibers in der Zeit das Gegenteil dessen, was er anführt. Dass die Liberalen es mit dem Liberalismus auch nur da genau nehmen, wo er ihnen nutzt, sieht man an der Förderung von Fusionen und an der Duldung von Kartellen, Oligopolen und marktbeherrschender Macht, die in jedem theoretischen liberalen Konzept als unakzeptabel angesehen werden, weil sie dem liberalen Fundament entgegenstehen. Diese Missachtung liberaler Fundamente ist der eigentliche Beweis, dass auch Liberalismus nichts als eine Floskel ist.

Was die FAZ zu dem Artikel über bürgerliche Werte veranlasst hat, kann auch die Erkenntnis sein, dass die so oft verbal angeführte bürgerliche Mitte ins Rutschen gekommen ist. Das es der Finanzmafia nur darum geht, Profite zu verzeichnen und das sie dafür ganze Unternehmen und inzwischen schon ganze Staaten in den Abgrund reißt, das sollte die Politiker zum Nachdenken veranlassen. Professor Hankel hat recht, wenn er sagt:

    In ihrer Panik lassen die sogenannten Euro-Retter nichts unversucht, der Gemeinschaftswährung die letzte Überlebenschance zu rauben. Mit der Währungsunion zwischen 17 die multikulturelle Vielfalt Europas wiederspiegelnden und zugleich auslebenden Teilnehmerländern haben die Euro-Politiker den Experimentalbeweis erbracht, dass es ein für alle EU-Staaten gleich gutes und stabiles Geld nicht geben kann. Jede der europäischen Gesellschaften und Kulturen verbindet mit dem Geldwesen andere Lebensvorstellungen und - träume, die jeweilige nationale Politik reflektiert diese Mentalität und hat ihr zu folgen.

Hankel ist alles, nur kein Linker, aber er gehörte zu den Leuten, die schon bei der Einführung des Euro nicht nur vor diesem Schritt gewarnt haben, sondern ihn mit einer Verfassungsbeschwerde zu verhindern suchten.

Deutschland ist immer so stolz auf seine Stellung als Exportland, aber der permanente Exportüberschuss ist maßgeblich mitschuldig daran, dass Länder wie Griechenland, Irland, Portugal, Italien, Spanien und nun auch Frankreich ins Trudeln kommen. Der Import deutscher Güter ohne ausgleichenden Export dieser Länder fördert in diesen Ländern die Arbeitslosigkeit. Und bei den Ländern außerhalb der Eurozone fördert er das Ungleichgewicht zwischen den Devisen, weil diese Länder mehr Devisen ausgeben, als sie einnehmen. Die Euro-Länder und alle EU-Länder haben aber keine Möglichkeiten der Regulation durch Ab- bzw. Aufwertung mehr, wie das früher bei den Staatseigenen Notenbanken möglich war. Die EZB kann schließlich nicht für Griechenland den Euro abwerten, während sie ihn für Deutschland gleichzeitig aufwertet. Das hätte den Euro-Befürwortern von Anfang an klar sein müssen, War es das nicht, dann ist das Zeichen ihrer Inkompetenz, war es ihnen aber klar, dann ist das heutige Krisenszenario ein von langer Hand vorbereiteter Coup, der fatal an die Praktiken der Mafia erinnert. Aber ich denke, die obersten Mafiabosse sitzen ohnehin an exponierter Stelle im Finanzwesen und die zweite Reihe längst in der internationalen Politik.

Es gab mal eine Zeit, da gab es Unternehmer, die noch Visionen hatten, die noch Verantwortung für ihre Arbeiter und Angestellten hatten. Sicher, auch diese Unternehmer waren relativ dünn gesät, aber es gab sie. Heute dominieren die Finanzbranche und der Shareholder Value und in beiden Bereichen findet man vieles, aber Visionen sucht man vergeblich. Die Masse wird heute in die Ausweglosigkeit getrieben und Ausweglosigkeit führt früher oder später zur Revolte. Revolten haben aber noch nie viel mehr als eine vorübergehende Änderung bewirkt, die nach relativ kurzer Übergangszeit erneut in die Trostlosigkeit für die Masse führte. Das waren Revolten, in welcher sich "Führer" fanden, die die Revolte organisierten. Fehlt diese Führung, dann sind es Revolten ohne Ziel, wie die derzeitige Situation in England zeigt.

Ich bekomme ab und zu Mails von einem Leser, der mir vorwirft, nicht auf alternative Konzepte zu verweisen, wie Freigeld, Tauschringe, Steuerboykott und Selbstanbau (Garten). Aber ich sehe darin keine Lösung (vielleicht bin ich einfach zu verbohrt), denn solche Konzepte werden schon seit geraumer Zeit immer wieder mal versucht, aber entweder staatlich unterbunden (Freigeld), oder es fehlen einfach die Möglichkeiten, es im großen Stil zu betreiben. So hoffe ich immer noch auf eine kosmische Wolke, die diesen Planeten einhüllt und ihm das bringt, was ihm bisher offenbar verwehrt bleibt: EINSICHT!