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Erstelldatum: 09.06.2011

EHEC

Gestern habe ich bei Google EHEC eingetippt und mir wurden 281.000 Ergebnisse angezeigt. Heute wurden bei der gleichen Anfrage 10.500.000 Ergebnisse gezeigt.

Gleichgültig, wie viele Ergebnisse jeweils gezeigt werden, kann eines als sicher vorausgesetzt werden: EHEC beschäftigt die Medien und nach deren Aussagen auch die Wissenschaft und Politik. Fieberhaft wird nach der Quelle der Infektion gesucht.

Nun ja, das versucht man uns vorzugaukeln, aber ich glaube es nicht und denke, ich habe gute Gründe, an dieser Lesart zu zweifeln. Es sei denn, dass Politik und Wissenschaft incl. Presse derart inkompetent sind, dass man ihnen schleunigst alle Ämter entziehen müsste, weil sie eine permanente Gefährdung aller sind.

Meine Gründe:

Quellsuche:

Nach dem, was ich lesen konnte, werden diese Bakterien von Rindern ausgeschieden, die aber daran nicht erkranken. Eine recht pauschale Aussage, denn welcher Typus Rind war für die von Wissenschaft und Presse verbreitete Aussage über die Mutation des Bakteriums verantwortlich? Damit meine ich weniger die Rasse, sondern die Art der Haltung und der mit der Haltung verbundenen Futterarten. Da haben wir die Massentierhaltung, die sommerliche Weidetierhaltung mit Stallhaltung im Winter, die Bio-Haltung und die wenigen Rinderrassen, die ganzjährig auf der Weide gehalten werden. Und jede Form der Tierhaltung wird mit einer anderen Fütterung betrieben. Die Massentierhaltung ist dabei in meinen Augen nicht nur die bestialischste, sondern auch die gefährlichste für den Menschen, weil dort die Tiere nicht als Lebewesen angesehen werden, sondern als Produkte, bei denen man die widerliche Form der Haltung und die damit verbundene Krankheiten mit einer Masse an Medikamenten auszugleichen sucht, Medikamente, die letztendlich ihre Spuren in den verkauften Produkten (Milch, Eier, Butter, Käse, Wurst und Fleisch) hinterlässt und schließlich beim Verzehr auch im Menschen landen. Von den möglichen Wechselwirkungen mit den Zusatzstoffen, die den weiter verarbeiteten Produkten beigemischt werden, will ich erst gar nicht reden.

Dass man lt. einer Pressemeldung für die wissenschaftliche Untersuchung Bakterienstämme heranzieht die "seit Jahren keinen Darm mehr von innen gesehen haben" (WELT online vom 08.06.2011), mutet in diesem Zusammenhang schon ein wenig merkwürdig an. Es könnte folglich auch sein, dass in manchen Forschungslaboren mit diesem Bakterium ein wenig herum experimentiert wurde und ein paar der modifizierten verflixten Dinger versehentlich (?) aus dem Labor entwischt sind. Außerdem, jahrelang mit Labor-Kulturen herum zu pfuschen, ist wohl wenig hilfreich, außer man versucht sie für Bio-Waffen zu modifizieren.

Wer ist alles betroffen? Hier müsste gegliedert werden nach Alter und Familienstand. Leben die Betroffenen alleine oder als Teil einer Familie. Im letzteren Fall die Frage, ob auch andere Familienmitglieder betroffen waren. Wenn nicht die ganze Familie betroffen war, warum die nicht betroffenen Familienmitglieder gesund blieben oder ob die betroffenen Familienmitglieder auch außerhalb der Familie gegessen haben und was sie dort aßen und wo das gewesen ist.

Die Maßnahmen

Rinder, so heißt es, erkranken nicht an diesen Bakterien, aber scheiden sie aus. Folglich wäre doch hier Ursachenforschung angebracht, warum Kühe nicht beeindruckt (sprich krank) werden und was dies verhindert. Liest man von den fast weinerlich vorgetragen Schwierigkeiten beim RKI (Robert Koch Institut), dass die gemeldeten Fälle und die Informationen so lange auf sich warten lassen und die Betroffenen erst nach einer teilweisen Wiedergenesung Auskünfte über den Verzehr der letzten 10 Tage (so lange soll die Inkubationszeit sein) geben können und dabei natürlich Schwierigkeiten haben, sich zu erinnern, was sie in dieser Zeit alles gegessen haben, dann wundert mich am meisten die Ideenlosigkeit der hoch bezahlten Forscher, offenbar unfähig, eine leicht zu treffende Initiative zu ergreifen, die diesem Umstand abhelfen könnte. Die Panik zu diesem Thema wird ja weidlich geschürt. Folglich sollten die Personen, die Angst davor haben, sich mit EHEC zu infizieren, ein "Speisetagebuch" führen, z. B. so:

Datum Frühstück was Zutaten wo und wann gekauft
Mittagstisch was Zutaten wo und wann gekauft
Abendbrot was Zutaten wo und wann gekauft
Zwischenmahlzeiten was Zutaten wo und wann gekauft
außer Haus Name Gaststätte/Kantine Gericht Getränke

Ein solches Tagebuch wäre in Word, Excel etc. leicht zu führen. Man müsste nur die Quittungen der jeweiligen Einkäufe sammeln, bei Markt-Einkäufen sich auch mal den Namen des Standinhabers notieren und bereits 10 Tage später könnte man den korrekten und lückenlosen Nachweis der Speisefolge bei Einlieferung ins Krankenhaus mitliefern, wenn es einen denn erwischt hat. Vielleicht noch zusätzlich bei den Artikeln das Herkunftsland angeben. Müsste ich heute angeben, was ich in den letzten 10 Tagen gegessen habe, wäre ich völlig überfordert. Ich habe zwar keine Angst, zu erkranken, werde aber dennoch ein solches Speisetagebuch beginnen, weil es mir, wenn doch, die Arbeit mit den Fragebögen abnehmen würde.

Aber noch ein kleiner Hinweis zur Beruhigung. Die Wahrscheinlichkeit, an EHEC zu erkranken, ist aus meiner Sicht derzeit nicht höher, als die Wahrscheinlichkeit, außer Haus einen Unfall zu erleiden. Man geht aus dem Haus, steigt unbekümmert in sein Auto oder schwingt sich auf sein Fahrrad oder Motorrad, geht bei rot über die Straße oder überquert sie außerhalb gesicherter (?) Markierungen (Zebrastreifen), kurz, man ist ab dem Moment unfallgefährdet, in dem man die Wohnung verlässt. 2010 wurden vom Stat. Bundesamt im Durchschnitt täglich 10 Verkehrstote gemeldet und täglich über 1.000 Verletzte im Straßenverkehr. Dagegen nimmt sich EHEC richtig harmlos aus.

Natürlich sollte die Ursache herausgefunden werden. Aber man muss sich fragen, ob das von Politik und Wissenschaft wirklich gewollt ist. Nehmen wir an, da sind Bakterien aus einem Bio-Labor entwischt (wie auch immer), wer glaubt dann wirklich, dass man interessiert daran ist, die Ursache bekannt zu geben, denn dann müsste man begründen, warum man mit diesen Bakterien experimentiert und sie mit anderen Bakterien kreuzt. Wir werden mit Informationen überfrachtet, wie die Wissenschaft sie nennt, welche Giftstoffe sie im Körper auslösen, alles Informationen, die für die Fachwelt wichtig sind, dem normalen Bürger aber nichts sagen, außer, dass mit diesen Informationen Angst verbreitet wird. Ob Vogelgrippe, Schweinegrippe oder nun EHEC, es wird Panik verbreitet. Wir sollen offenbar in ständiger Angst vor den Unwägbarkeiten der Natur gehalten werden, obwohl sich immer wieder zeigt, dass die meisten Unwägbarkeiten durch den Menschen ausgelöst werden, heute mehr, als früher.