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Erstelldatum: 04.06.2011

Worüber die Presse schweigt

Liest man so die täglichen Zeitungsartikel, kann einen mitunter gähnende Langweile erfassen, weil manche Themen derart ausgewalzt werden, dass einem übel werden kann. Deshalb ist es angebracht, hin und wieder auch mal zu überlegen, was eigentlich interessant wäre, aber worüber die Presse nicht berichtet.

Derzeit ist z. B. mal wieder die übliche Bilderberger-Zeit. Aber darüber hüllt sich die Presse in Schweigen oder berichtet allenfalls, dass sich dort wichtige Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft für informative Gespräche treffen. Weil aber die Presse in der Regel über wichtige Gespräche dieser Personenkreise lang und breit berichtet, erstaunt es einmal mehr, dass, obwohl die Presse bei diesen Treffen in der Regel kompetent(?) vertreten ist, sie kein Wort darüber verlauten lässt. Nun wissen wir ja von bestimmten Politikern, dass die ihre Versprechen halten, zumindest, wenn sie es in bestimmten Personenkreisen mittels "Ehrenwort" versprochen haben. Darin ist man eisern, selbst wenn man damit ursprünglich kriminelle Handlungen deckt. Aber wir wissen ja, eine Krähe hackt einem Geier kein Auge aus (ich weiß, dass der Spruch ursprünglich anders lautet, ist aber in diesem Fall eher proportional gemeint).

Wie gesagt, die Zeit der Bilderberger ist mal wieder gekommen. Wenn ich nun behaupte, dass da einmal mehr üble Kungelei in Sachen Wirtschaft, Politik und Krieg betrieben wird, ist das natürlich eine Verschwörungstheorie, aber nichtsdestotrotz wohl Fakt. Aber in Deutschland gibt es ja keine Verschwörungen, dafür sind unsere Politiker viel zu ehrlich, unsere Wirtschaftsbosse viel zu wohltätig und unsere Presse viel zu investigativ. Außerdem ist Deutschland ja durch und durch eine Demokratie, in der man alle 4 oder 5 Jahre seine Stimme abgibt und in der übrigen Zeit (mangels Stimme) gefälligst zu schweigen hat, vielleicht auch der Grund, dass immer mehr Menschen ihre Stimme lieber behalten wollten.

In der Schweiz, dem Land, das dieses Mal die Bilderberger ein paar Tage (vom 09.06. - 12.06.) im Armenort St. Moritz beherbergen darf, scheint es aber einzelne Politiker zu geben, denen die Bilderberger entweder nicht ganz geheuer sind, oder die vielleicht deshalb aufmucken, weil sie nicht eingeladen wurden. Ich allerdings tendiere mehr zur ersten Variante. So berichtet der Blog We are Change über den Nationalrat Dominique Bättig, der an die Bundesrätin Simonetta Sommaruga ein Schreiben verfasst hat, in welchem er sie zunächst über die Absichten der Bilderberger informiert und sie dann auffordert, die Identitäten der geladenen "Gäste" (das "geladen" kann man getrost zweideutig interpretieren) zu überprüfen, ob sich darunter nicht Personen befinden, die wegen Kriegsverbrechen von den Haag gesucht werden. Er nennt auch Namen wie Kissinger, Cheney und Bush.

Meinen Respekt, Herr Nationalrat. Einige Männer von Ihrer Sorte könnten wir in der deutschen Politik auch gebrauchen. We are Change hat auch die Antwort der Bundesrätin veröffentlicht. Wie ich dem Blog entnehme, sind auch Aktionen gegen die Bilderberger während ihres Aufenthalts in St. Moritz geplant, aber ich fürchte, darüber werden wir von der deutschen Presse nichts erfahren. Aber We are Change wird sicherlich eingehend darüber berichten und als Folge natürlich auch deutsche Internetseiten.

Mit etwas Glück werden die Bilderberger Angela Merkel nötigen, vorzeitig Neuwahlen auszurufen, denn aus meiner Sicht war die Dame für die Bilderberger eine Fehlinvestition, auch wenn sie aus meiner Sicht durch die verfrühte Bundestagswahl, die Schröder unmittelbar nach dem Bilderbergtreffen 2005 initiiert hat, durch die Bilderberger in Amt und Würden gehievt wurde. Der neue Spezi der Bilderberger könnte z. B. Olaf Scholz sein, der ja beim letzten Treffen 2010 eingeladen wurde. Aber das ist natürlich Verschwörungstheorie (und Wunschdenken) pur, denn mit sowas haben doch die Bilderberger nichts zu tun??

Worüber die Presse auch nicht berichtet, ist die Situation in Madrid. Zwar wurde mal kurz über die Demonstrationen in Spanien berichtet, aber nichts darüber, dass die Demonstrationen andauern, auch nichts darüber, dass der Platz Puerta del Sol einmal (angeblich wegen Reinigung) von den Sicherheitskräften ziemlich rüde geräumt wurde. Die Demonstrationen in Griechenland wurden ebenfalls sehr diskret in der Presse behandelt. In der WELT wurde in einem Bericht über eine Sendung von Maybrit Illner mal kurz von den Protesten der Griechen geschrieben und ein wenig spöttisch angemerkt:

    Ein Beitrag zeigt Bilder "empörter" Bürger, die den zentralen Syntagma-Platz in Athen besetzen. Revolutionsstimmung im Mutterland der Demokratie. Jetzt fehle nur der sprichwörtliche "Funke", frohlockte der Kommentar am Ende. Es wirkte fast wie ein neuer Tahrir-Platz, mitten in Europa.

Nun, ich denke, das ist ein Tahrir-Platz, mitten in Europa, so wie der Puerta del Sol Platz in Spanien und wer weiß, vielleicht auch der Alexanderplatz in Berlin demnächst (hoffentlich). Soziale Unruhen sind in Europa, zumindest in den meisten Ländern, längst überfällig. Ich kann die armen Araber nur bedauern, die sich "die westliche Demokratie" wünschen. Sie werden schon nach kurzer Zeit feststellen, dass sie vom Regen in die Traufe gekommen sind und in der Traufe nur abgestandenes Brackwasser vorfinden.

Dass jemand gegen den Prof. Bernd Raffelhüschen Strafanzeige gestellt hat, das interessiert die Presse auch nicht, obwohl sie gerne über Ausfälle dieses Herrn berichtet. Dass sie dabei immer wieder unterschlägt, dass Raffelhüschen nicht nur intensiv mit der Versicherungswirtschaft verbunden, sondern auch noch Botschafter der INSM ist, kennen wir auch aus den meisten TV-Sendungen zu diesem Thema. Nun weiß ja jeder, der meine Seite öfter mal besucht, dass ich eine gestörte Persönlichkeit bin. Ich bin ein Paranoider der anderen Art. Paranoid, so meine Einschätzung, ist unsere gesamte Gesellschaft, sonst könnte die Politik nicht so mit ihren Tiraden gegen die Muslime punkten, könnte nicht immer wieder vor der Terrorgefahr warnen, dabei aber die Aktionsgruppen verwechseln. So schätze ich die Gefahr, Opfer eines muslimischen Terroraktes zu werden, noch weitaus geringer ein, als die Gefahr einer EHEC-Infektion und die liegt in etwa bei 0,0025% und die Gefahr, dabei zu sterben, ist noch 100 Mal geringer. Sollte ich also wirklich mal Opfer eines Terroranschlags werden, dann erwarte ich den allenfalls von staatlich bezahlten Terroristen, also von speziellen Killerkommandos, die z. B. der BND oder verwandte Organisationen unterhalten. Dass dann natürlich Spuren auf einen muslimischen Anschlag hinweisen, liegt wohl dann daran, dass die gleiche Organisation, die den Anschlag verübt hat, auch deren Aufklärung betreibt.

Nein, meine paranoide Vorstellung ist, dass Gruppen wie die Bilderberger ihrerseits Aktionsgruppen unterhalten und ich die INSM als eine solche Aktionsgruppe betrachte. Eine auf Propaganda spezialisierte Bilderberg-Einheit, die im Untergrund ihr schmutziges Wesen (manche sprechen von Unwesen) treibt. Und Raffelhüschen ist eine der treibenden Kräfte. Es ist bezeichnend für dieses Land, was sich dieser Typ alles herausnehmen kann. So sprach er vor einer Vertreterversammlung der Volksbanken von einer sich ausdehnenden "Pilz-Struktur", von Rentnern als 100-Jährigen, die nicht mehr sterben wollen, von demographischen Zombies, die später mal von ihrer Schwiegertochter gepflegt werden wollten, ohne je selbst einen Sohn gezeugt zu haben. Der letzte Satz zeigt eindeutig, dass es Raffelhüschen ausschließlich darauf anlegt, möglichst viele Diffamierungen in seinem Programm herunter zu spulen. Wäre ich dabei gewesen, hätte ich mich vor allem dafür interessiert, wie ein Zombie, der nie selbst einen Sohn gezeugt hat, an eine Schwiegertochter kommt? Aber über solche Nebensächlichkeiten muss sich Raffelhüschen bei seinen Vorträgen keine Gedanken machen, denn seine Klientel sind nicht die Menschen, die selber denken, sondern Leute, die mit Schlagwörtern gefüttert werden wollen und da kommen ein paar Zoten gerade recht. Würde Raffelhüschen sich die "nicht sterben wollenden Hundertjährigen" und "demographischen Zombies" einmal genauer betrachten, würde er erkennen müssen, dass er sie alle in der Gruppe findet, FÜR die er arbeitet und nicht in der Gruppe, GEGEN die er polemisiert. Aber ich denke, darüber macht sich der "Herr Professor" keine Gedanken, schließlich ist er nur ein Mietmaul, dass abliefert, was man von ihm verlangt. Für Geld wird er alles tun. Und das Jever Tageblatt hat das Ganze offenbar voller Begeisterung übernommen und diesen Beitrag daraus entwickelt. Das allerdings finde ich nicht friesisch herb, sondern eher im Stile mancher Ostfriesenwitze.
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Was derzeit die Presse am meisten zu bewegen scheint, ist die EHEC-Infektion. Lt. Berliner Morgenpost gibt es inzwischen mehr als 1.200 Infizierte. RP Online weiß hingegen von mehr als 2.000 Infizierten zu berichten. Wenn ich die Pressemeldungen richtig interpretiere, dann haben hier 2 Bakterien geheiratet oder vielleicht auch in wilder Ehe einen Nachkommen erzeugt, der die Eigenschaften Beider beinhaltet. Nun, das kann passieren. Aber vermutlich geht das viel schneller und besser, wenn man das in einem Gen-Labor in Angriff nimmt und der Verdacht drängt sich auf, wenn man bei der gemeldeten Zahl der Fälle noch immer keinerlei Hinweise gefunden hat, wo die Quelle der Verseuchung liegt. Da liegt die Vermutung für einen Paranoiden der anderen Art, wie ich einer bin, ja nahe, an "Freilandversuche" zu denken. Schließlich muss man ja ausprobieren, ob das gewünschte Ergebnis erreicht wurde. Hier ein Pröbchen, dort ein Pröbchen ausgebracht und schon hat man seine Spuren verwischt. Und wer weiß, vielleicht entwickelt sich daraus eine neue Impf-Kampagne. Schließlich muss man Arbeitsplätze in der Pharmaindustrie sichern. Oder geht es vielleicht darum, kleinere landwirtschaftliche Betriebe zu ruinieren? Ich halte in diesem Land inzwischen alles für möglich, ausgenommen Gutes.