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Erstelldatum: 05.03.2011

E10

Nu isser weg, der Gutti und das finde ich gutti, denn damit ist die CDU/CSU um einen "Messias" ärmer. Sein Abgang wurde von ihm in einer gekonnten Märtyrer-Pose gestaltet. Auch seine "Spende" der noch zu erwartenden Abgangs-Honorare aus dem Ministeramt und aus dem Abgeordneten Mandat in Höhe von ca. 30.000 an die Hinterbliebenen "gefallener" Soldaten wurde von BILD der Märtyrer-Rolle gerecht vermarktet. Aber bei einem Vermögen von rund 600 Millionen dürfte ihm diese Geste nicht "so" schwer gefallen sein, ist aber sicherlich in der Wirkung auf die Gutti-Fans ähnlich wie die Wirkung eines betätigten Blasebalgs auf ein Feuer.

Bis zuletzt stand die Kanzlerin hinter Ihrem Verteidigungsminister. Nun ja, sich hinter jemanden zu stellen, der unter Beschuss geraten ist, hat den Vorteil, dass man selbst in Deckung ist, eine Taktik, die Merkel augenscheinlich beherrscht.

In der CSU fielen auch harsche und große Worte. Im Tagesspiegel steht u. a.:

    Goppel, der in Bayern selbst mal Wissenschaftsminister war, will da nicht nachstehen: Es sei schäbig, sich auf Kosten eines politischen Freundes profilieren zu wollen, zitiert ihn die "Rheinische Post", und weiter: Der Unions-Familiengedanke werde von "den führenden Figuren" nicht mehr praktiziert.

Ähnlich hat sich auch Monika Hohlmeier in einer anderen Zeitschrift geäußert. Seltsam, wenn in politischen Kreisen für eine Partei von "Familie" gesprochen wird, kommen mir Assoziationen zu Berlusconi, Mailand oder Sizilien in den Sinn, oder auch zu Chicago und andere Metropolen der USA.

Die Causa Guttenberg neigt sich nun einem vorläufigen Ende. Lt. Presseberichten denkt Guttenberg publizistisch wirksam darüber nach, einige Zeit in den USA zu verbringen. Mit den USA verbinden ihn die Mitgliedschaften in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, der Atlantik-Brücke und des Aspen-Instituts. Eine weitere Überlegung könnte allerdings auch damit begründet werden, dass er mögliche strafrechtliche Konsequenzen hierzulande in den USA auszusitzen gedenkt. Aber ich gebe zu, das ist nur eine abstruse Idee von mir.

Fest steht, er hat immer noch viele Anhänger hier in Deutschland, aber sicher weitaus weniger, als uns die Presse und seine Internet-Fan-Gemeinde weiszumachen versuchen.

Ich glaube, es war bei 3SAT, wo die Beteiligung von Internetaktivisten an der Aufklärung seiner Plagiate mit der Schwarm-Intelligenz bei manchen Tieren verglichen wurde. Nun könnte man formulieren, dass der "Schwarm" der Deutschen schon ein neues Betätigungsfeld gefunden hat. E10, genauer die seit dem 01.01.2011 verordnete Beimischung von neuerdings 10% (statt bisher 5%) Ethanol zum Kraftstoff, genauer zum Benzin, gemäß einer Richtlinie der EU, die diese Beimischung bis 2020 flächendeckend in der gesamten EU eingeführt wissen will. Da wir Deutsche ja gelegentlich zu ein wenig Übereifer neigen, wurde diese Vorgabe der EU bereits im November 2010 in letzter Instanz durch den Bundesrat gepeitscht und ab Januar 2011 für die Mineralölkonzerne zur Pflicht gemacht, wobei zumindest bis 2013 die normalen Benzinsorten parallel dazu angeboten werden müssen/sollen.

Am 28.12.2010 habe ich das Thema bereits in meiner "Weihnachts-Nachlese" aufgegriffen. Dort habe ich zum Thema E10 geschrieben:

    Ab Januar profitieren wir von einem neuen EU-Geschenk, von E10. Wie, Sie wissen nicht, was E10 ist? Das sollten Sie aber, denn damit helfen Sie, das Klima zu retten, wobei ich bei dieser Rettung Parallelen zu den "Rettungsschirmen" für Banken und Euro zu erkennen glaube. E steht für Ethanol und die 10 für eine 10-prozentige Beimischung zum Benzin. Wenn Ihr KFZ älter als 8 Jahre ist, hilft es dem Klima ganz besonders, wenn Sie E10-Sprit tanken, weil Ihr Auto bzw. der Motor dann schneller schrottreif wird. Wie ich gehört habe, soll auch der Umsatz von Motoröl dadurch steigen, weil die Versprechungen der Autohersteller, nur alle 15.000 bis 20.000 km das Öl wechseln zu müssen, durch diesen Sprit auf die Hälfte der angegebenen km sinken soll. Aber diese Angabe ist ohne Gewähr.

    Bio-Ethanol wird in Deutschland aus Getreide wie Weizen und Roggen oder aus Zuckerrüben hergestellt. Bei der Verbrennung wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen vorher bei ihrem Wachstum aufgenommen und gebunden haben, so die offizielle Aussage. Wie viel Energie freigesetzt wird, um aus diesen Rohstoffen Ethanol herzustellen, wird diskret verschwiegen. Schamhaft zugegeben wird, dass E10, um die Leistung von normalem Sprit zu erreichen, einen höheren Verbrauch bedingt. Ein wenig Info hilft (vielleicht). 2008 betrug der Kraftstoffverbrauch in Deutschland (private Haushalte) 36,5 Milliarden Liter. Die Bundesregierung geht davon aus, dass der Verbrauch bei E10-Kraftstoffen um ca. 2% steigen wird, weil der Energiegehalt bei E10-Kraftstoffen geringer ist. Das würde aber den Kraftstoffverbrauch auf 37.23 Milliarden Liter steigen lassen. Das ist natürlich nur rein rechnerisch so, weil es keine Pflicht gibt, E10-Kraftstoffe zu tanken. Aber es ist wichtig, um zu begreifen, wie man die Menschen narrt, indem man die Klimakeule schwingt. Die Beimischung von 10% Ethanol wird riesige Mengen Nahrungsmittel verschlingen, denn die Grundsubstanz sind Weizen, Roggen und Zuckerrüben. Man sollte also überlegen, wie viel dieser eigentlich als Grundnahrungsmittel betrachteten Pflanzen für die Herstellung von 10% des gesamten Kraftstoffes, also insgesamt 3,723 Milliarden Liter erforderlich sind, wie viel Bodenfläche dafür benötigt wird, wie viel Stickstoffe diesem Boden zugeführt werden müssen (Dünger), wie viel Pestizide dafür wohl verwendet werden. Wer all diese Vorgaben sieht und dann noch an die Aussage glaubt, das wäre für das Klima, dem ist nicht mehr zu helfen. Es gibt längst Studien, dass so genannte Bio-Kraftstoffe mehr CO2 in die Luft blasen, als herkömmliche Kraftstoffe. Und eines bereitet mir Sorge. Seitens der EU-Richtlinie ist die Pflicht, alle Kraftstoffe mit dieser Menge (10%) Biokraftstoffe zu versetzen, erst ab 2013 Pflicht. In Deutschland soll diese Pflicht nicht (bisher) eingeführt werden. Aber 2013 ist wieder Bundestagswahl und der bisherige Trend zeigt, dass die Grünen gute Chancen haben. Sind die aber in der Regierung, wird diese Pflicht sicherlich auch in Deutschland kommen, denn die Grünen sind ja resistent gegen Erkenntnisse, dass nicht alles, wo Bio draufsteht, auch Bio ist.

    Noch eines macht mir Kopfzerbrechen, wenn E10-Sprit und der bisher als normal geltende Sprit parallel zu tanken sein sollen. Wie soll das gehen? Werden die Mineralölkonzerne nicht nur zusätzliche Tanksäulen aufstellen, eine absolute Vorbedingung, wenn man beide Kraftstoffarten parallel anbieten will, sondern auch die dazu erforderlichen zusätzlichen Tanks in die Böden verlegen? Wie sieht es dann mit der Produktion aus? Werden die Konzerne dann zusätzliche Anlagen aufbauen, um der Nachfrage nach beiden Spritsorten, also herkömmlichem E5 und neuem E10, gerecht zu werden?

    Weil ich ja ein wenig paranoid gerne "Verschwörungstheorien" hinter mir nicht begreiflichen Anordnungen suche, frage ich mich auch, ob die Abwrackprämie nicht eher die Vorbereitung auf E10 war, um die Empörung zu mindern, wenn plötzlich alle alten Kisten nach kurzer Zeit schrottreif werden und für den Bürger damit die Meinung über einen Zusammenhang zwischen E10 und verminderter Lebensdauer der etwas älteren Karre nahezu zwangsläufig ist?

    Ach was, hören Sie nicht auf mich. Tanken Sie künftig E10 und retten Sie damit das Klima. Sollte sich später herausstellen, dass E10 dem Klima nicht geholfen hat, weil es eigentlich als Klima-Placebo (wie die Energiesparlampen) eingesetzt wurde, dann haben Sie zumindest die Gewissheit, dass sie nicht nur die Banken, sondern auch noch die notleidende Mineralölwirtschaft gerettet haben und sie werden ob Ihrer Güte und Hilfsbereitschaft so begeistert von sich sein, dass Sie im Spiegel den Schimmer eines Heiligenscheins schon zu erkennen glauben.

Nun bin ich nicht so vermessen, mich als Chemie-Experte aufzuspielen. Ich weiß nicht, ob die Beimischung von weiteren 5% Ethanol wirklich die Gefahr für die Motoren darstellt, wie man jetzt vor allem in den Leser-Kommentaren der Presseorgane mannigfaltig lesen kann. Aber ich bin auch nicht bereit, mich als Versuchskaninchen zur Verfügung zu stellen. Meine immerhin schon 23 Jahre alte BMW bereitet mir schon ohnehin mehr Kosten, als ich eigentlich verkraften kann und selbst, wenn BMW mir versichern würde, dass ich bedenkenlos Sprit mit einer Beimischung von 10% Ethanol fahren könnte, werde ich es dennoch nicht ausprobieren. Denn geht mein Motor dennoch den Bach runter, wird BMW
a) nicht zugeben, dass es am Ethanol liegt und
b) selbst bei Nachweis keinen Schadenersatz leisten.
Doch selbst, wenn dieser Sprit billiger wäre und absolut unschädlich für meine Kiste, ich würde ihn nicht tanken. Der Grund ist einfach. ESSO hatte mal mit der Werbung: "pack den Tiger in den Tank" immensen Erfolg. Heute jedoch müssten sie schreiben: "Pack die Brötchen in den Tank" und das wäre dann nicht nur eine Metapher, sondern harte Realität. Ich würde lieber auf mein Bike verzichten, als einen Ausbau des Anteils an Ethanol, hergestellt aus Getreide, Zuckerrüben und Zuckerrohr, für meine Mobilität zu akzeptieren, denn das Logo "Brot für die Welt" müsste dann zusätzlich mit einer Zapfsäule versehen werden.

Bei Spiegel Online (SPON) hatte ich meinen oben zitierten Beitrag als Leser Kommentar eingestellt. Kritik ließ nicht auf sich warten. Dort hieß es u. a.:

    Der Unterschied zwischen einem fossilem und nachwachsendem Rohstoff ist, dass der fossile bei seiner Verbrennung NEUES Kohlendioxid in die Atmosphäre bläst- Pflanzen dagegen nur das, was sie vorher aufgenommen haben, was also einem Kreislauf entspricht. Wenn also ein Motor, der nur Sonnenblumenöl tankt, heute 50 % mehr Verbrauch hat, wie vorher, sind auch diese 50 % als Rohstoff Sonnenblumen vorhanden und können Jahr für Jahr nachproduziert werden. Es ist also eigentlich völlig egal, ob man damit mehr Sprit verbraucht und ob die Herstellung heute noch mehr Energie kostet, denn wenn diese Maschinen ebenfalls Sonnenblumenöl verbrauchen, ist auch das ein nachwachsender Rohstoff.

Das erscheint mir zu blauäugig, denn ich halte diese Rechnung für eine Milchmädchenrechnung, abgesehen davon, dass ich auf diese aus meiner Sicht vorgeschobene Begründung des bereits aufgenommenen CO2 hingewiesen hatte.

Der Anbau der für die Ethanol-Herstellung erforderlichen Pflanzen erfordert, wie jeglicher Pflanzenanbau, gewisse Maßnahmen, damit die Pflanzen auch wachsen. Dazu gehört die Düngung, die heutzutage bei industrieller Landwirtschaft in der Regel mit synthetischem Dünger erfolgt, der sich wiederum negativ auf die Böden und das Grundwasser auswirkt, von den ausgebrachten Pestiziden ganz zu schweigen.

Weil die Energiedichte der Beimischung geringer als die des normalen Sprits ist, wird nach vorsichtigen Schätzungen mit einem Mehrverbrauch von ca. 3% an Kraftstoff zu rechnen sein, also auch 3% mehr des 90%igen Anteils herkömmlichen Sprits. Rechne ich das auf 100 Liter Treibstoff um, dann verbrauche ich künftig 103 Liter, also 92,7 Liter fossilen Brennstoff und 10,3 Liter Ethanol. Zuvor betrug die Beimengung 5%, aber ich habe auch nur 100 Liter insgesamt verbraucht, also 95 Liter fossilen Brennstoff und 5 Liter Ethanol. Damit reduziert sich die Wirkung der zusätzlichen 5 Liter Ethanol auf lediglich 2,7 Liter bereits durch den zusätzlichen Verbrauch. Stimmt es, dass diese Beimengung auch zu eine schnelleren Verschleiß der Motoren führt oder wieder öfter einen Ölwechsel erforderlich macht, wird die Wirkung ins Gegenteil verkehrt.

Die Erzeugung von Ethanol ist ein industrieller Prozess. Der dafür erforderliche Energieaufwand wird wohl nicht aus der gleichen Quelle gespeist, sprich, Ethanol spielt dabei nun die Rolle des End-Produkts, für den Produktionsprozess aber wird hauptsächlich elektrische Energie aufgewendet. Natürlich kann ich nur vermuten, dass damit der evtl. rechnerisch noch immer vorhandene Vorteil durch die zusätzliche Ethanol-Beimischung aufgehoben, wenn nicht sogar völlig ins Gegenteil verkehrt wird.

Die Beimischung führt weiterhin zur Ausweitung von Monokulturen, über deren negative Folgen man wohl nicht diskutieren muss.

Sieht man ein wenig kritisch in die Zukunft, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Monsanto oder andere Hersteller von Genprodukten mit neuartigen Genveränderungen werben, die angeblich zu einer höheren Energiebilanz führen. Welch ein Angebot, Genmanipulation auf diese Weise durch die Hintertür bei Getreideprodukten einzuführen.

Über die befürchteten Auswirkungen bei den Motoren gibt es vermutlich noch keine Langzeitstudien. Wohl aber gibt es bereits Verdachtsmomente, dass Aluminium und Dichtungen durch die Ethanol-Beimischung schneller verschleißen. Ich jedenfalls werde meinem 23 Jahre alten Bike (mein einziges Fortbewegungsmittel außer den Beinen) kein E10 zumuten.

Vor allem aber glaube ich, dass es weitaus bessere Möglichkeiten gibt, die Umwelt weniger zu verpesten. Stellen Sie sich einfach einmal vor, Autos schalten beim Halt vor der Ampel oder im Stau den Motor automatisch ab und ebenso automatisch wieder ein, wenn die Fahrt wieder weiter geht. Oder grüne Welle in der Verkehrsführung, fehlende Leuchtreklamen ab 0:00 Uhr, Reduzierung von Inlandsflügen, keine Lebensmitteltransporte quer durch Europa, um an Agrarsubventionen zu kommen oder ein paar Cent Kosten einzusparen, weil 2.000 km entfernt ein Arbeitsprozess billiger abläuft (Nordseekrabben werden in Tunesien gepult und dafür hin und zurück gekarrt). Das alles wären Maßnahmen, die technisch möglich sind, keine Mehrkosten verursachen sondern sogar zu Einsparungen führen könnten.

Ethanol im Sprit ist aus meiner Sicht Geschäftemacherei, wie bisher alle Maßnahmen, die mit der vorgeschobenen Begründung des Klimawandels angeordnet wurden. Ich zumindest kann nicht an den durch Menschenhand hervorgerufenen Klimawandel glauben. Wären die Erdölreserven wirklich so gefährdet wie behauptet, gäbe es längst drastischere Maßnahmen zum Eindämmen des Verbrauchs. Das jedoch ist meine sehr persönliche Meinung.

Die absolute Mehrheit der Leser-Kommentare in der Presse jedoch zeigen, dass der Kraftstoff E10 auf eine sehr breite Ablehnung stößt, so dass die Politik inzwischen bereits wieder zurück rudert. Damit kommt natürlich auch die EU in die Bredouille, denn sie hat ja der Mineralölwirtschaft mit Strafzöllen gedroht. Aber wenn die Kunden E10 partout nicht kaufen wollen, kommen sie damit, so glaube ich, nicht durch, weder vor deutschen noch vor EU-Gerichten.

Hier komme ich zurück zum Begriff "Schwarmintelligenz". Guttenberg wurde durch echtes intelligentes Verhalten schneller und effizienter, vor allem aber öffentlicher überführt, als das ohne das Internet hätte passieren können. Bei E10 dominiert vermutlich das Bauchgefühl die Standpunkte wesentlich stärker, als echtes Wissen. Aber der Bauch ist nun mal auch ein Bestandteil der Intelligenz, der bei der Intelligenzmessung (dem so genannten IQ) gerne übergangen wird, nämlich die emotionale Intelligenz. Beim Projekt Stuttgart 21 kam wohl beides zusammen, zeigte aber erstmals, dass der Unmut in der Bevölkerung über die politische Arroganz laufend zunimmt.

Was, wenn den Menschen nun allmählich bewusst wird, dass sie die Politiker gar nicht brauchen? Sie haben doch mit dem Internet eine Vernetzung zur Verfügung, die, intelligent genutzt, jedes politische Vorhaben zu einer Volksabstimmung werden lassen könnte. In der Masse aller hätten die Lobby-Gruppen keine Chance, denn in der Masse gibt es wesentlich mehr Menschen, die in der Lage sind, jedes politische Geschwurbel aufzudecken und mit sachlichen Argumenten zu wiederlegen. Bisher hatten sie kein Ohr in der Bevölkerung. Aber im Netz breiten sie sich aus, unaufhaltsam. Daran werden auch die Bestrebungen der Politik nichts ändern, die sich wirklich abmühen, die Kontrolle über das Netz zu bekommen.

Stuttgart 21, Guttenberg, E10 sind die Leuchttürme, die zeigen, dass wir ohne Parteien und Lobbys nicht nur besser dran wären. Wir wären auch bereit, Fehlentscheidungen sehr schnell zu korrigieren, weil wir ja stets selbst betroffen sind. Nutzen wir sie verstärkt, die "Schwarmintelligenz", die wirklichen Schutz vor Terrorismus bietet, Schutz vor dem politischen Terrorismus und dem Lobby-Terrorismus. Bauen wir die Gesellschaft um, in eine Gesellschaft, die gemeinsam über die Zukunft entscheidet, die gemeinsam über den Umweltschutz, das Steuer- und Finanzwesen entscheidet, die den Zockern zu Lasten der Gesellschaft Zügel anlegt, der Umverteilung von unten nach oben und vor allem dem Allmachtstreben Einzelner ein Ende bereitet. Die Ereignisse der letzten Monate zeigen, dass das Potential vorhanden ist. Wir müssen es nur nutzen.